Kabelnetzbetreiber Primacom muss in die Insolvenz
In den letzten Monaten wurde versucht, mit den Kreditgebern einen Kompromiss auszuhandeln, um die Rückzahlung anstehender Forderungen herauszuschieben. Diese wollten letztlich aber nicht weiter auf das Unternehmen zugehen. Damit blieb dem Management kein Ausweg mehr.
Insgesamt liegt der Schuldenstand aktuell bei 340 Millionen Euro. Aktuell müssten 29 Millionen Dollar unmittelbar zurückgezahlt werden. Dies ist Primacom aktuell aber nicht möglich. Da der operative Betrieb des Kabelnetzes in Tochtergesellschaften organisiert ist, drohen hier zumindest keine unmittelbaren Probleme für die Kunden.
Die Schwierigkeiten liegen in unterschiedlichen Strategien der Unternehmen, die hinter Primacom stehen. Während Escaline investieren will, von den Gläubigern aber Abschreibungen bei den Schulden fordert, wollen die Geldgeber zwar auch weiteres Kapital bereitstellen, verlangen aber eine Beteiligung an dem Netzbetreiber.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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