PayPal sperrt das Konto eines Sicherheits-Experten
Der Betroffene, Moxie Marlinspike, hatte bereits vor einiger Zeit über das Problem mit den SSL-Zertifikaten bei PayPal informiert. Die Ergebnisse seiner Arbeit wurden nun aber genutzt, um ein gefälschtes Zertifikat zu erstellen. Er selbst war daran nach eigenen Angaben nicht beteiligt.
Trotzdem fror PayPal nun sein Konto mit einem Guthaben von rund 500 Dollar ein. Der Betrag werde erst wieder freigegeben, wenn er die PayPal-Buttons, über die Nutzer der von ihm als Freeware bereitgestellten Anwendungen Spenden können, von seiner Webseite entfernt hat, berichtete das 'eCommerce Journal'.
Die von ihm angebotenen Tools ermöglichen die Analyse von SSL-Zertifikaten und können theoretisch auf für Angriffe eingesetzt werden. Dies nimmt PayPal nun zum Vorwand für die Sperrung des Kontos. Man beruft sich dabei auf die Geschäftsbedingungen, die eine Verwendung des Dienstes für den Verkauf von Werkzeugen, die für illegale Aktivitäten genutzt werden können, untersagen.
Angesichts dessen, dass die Entwicklung zahlreicher Open Source-Anwendungen im Security-Bereich wie etwa des Packet Sniffers Wireshark über PayPal-Spenden finanziert wird, wirkt dies recht unglaubwürdig.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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