Forscher arbeiten an unterbrechungsfreiem Netz
Grundsätzlich arbeiten Router heute bereits so, dass neue Wege für die Datenübertragung automatisch gesucht werden, wenn eine Verbindungsstrecke ausfällt. In der Praxis zeigen sich aber immer wieder Probleme, so beispielsweise wenn einmal wieder ein Schiffsanker ein Unterseekabel zerstört.
Die Forscher arbeiten deshalb seit einiger Zeit an Technologien, die das Routing deutlich verbessern sollen. Ihr OpenFlow-Projekt beschränkt sich aber nicht nur darauf. Ein Problem sei - so die Forscher - dass entsprechende Protokolle auch in Infrastrukturen getestet werden müssen, die der Komplexität des Internet entsprechen, mit diesem aber nicht verbunden sind.
Immerhin kann sich ein Fehler im ungünstigsten Fall in den Routing-Tabellen reproduzieren und weite Teile des Netzes lahm legen. Eine entsprechende Testumgebung musste daher aufgebaut werden und ist inzwischen in Betrieb. Dafür wurde ein Control-Layer in herkömmliche Netzwerksysteme integriert, der unabhängig von den sonst genutzten Controlling-Mechanismen arbeitet. Nun soll OpenFlow noch in diesem Jahr die ersten kommerziell einsetzbaren Ergebnisse abwerfen.
Die Forscher gehen davon aus, dass dann nicht nur akute Störfälle durch das Netzwerk selbst schneller umgangen werden. Die neuen Technologien sollen beständig wirken und so beispielsweise auch in Peak-Zeiten zu einer besseren Nutzung verschiedener Strecken und somit zu einer flüssigeren Übertragung führen.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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