Linux-Coup: Xandros schluckt Konkurrenten Linspire

Wirtschaft & Firmen Der kanadische Linux-Distributor Xandros hat offenbar alle Aktivposten vom Konkurrenten Linspire übernommen. In einer gestern verschickten Mitteilung an die Aktionäre bestätigte Linspire entsprechende Berichte bereits. Laut Firmenchef Larry Kettler geht der Deal, bei dem die Betriebssysteme Linspire, Freespire und die Distributionsplattform CNR (Click ‘N Run) veräußert wurden, auf eine Entscheidung der Anteilseigner selbst zurück. Diese sei allerdings nicht bei allen Aktionären begrüßt worden.

Der ehemalige Firmenchef Kevin Carmony kritisierte Linspire-Gründer Michael Robertson, der auch die Mehrheit der Aktien hält, dass dieser Schritt nicht ordentlich mit allen Eignern abgestimmt wurde. So habe es beispielsweise keine Aktionärsversammlung gegeben, auf der der Verkauf zum Thema gemacht wurde.

Das Geschäft mit Linspires Betriebssystemen, die auf Linux basieren, verlief in den letzten Jahren äußerst schleppend. Dabei war das Unternehmen ursprünglich angetreten, um Microsofts Windows mit einem leicht bedienbaren Konkurrenzprodukt Paroli zu bieten.

Xandros, das 1999 auf Corel Linux hervorging, steht inzwischen auf deutlich solideren Füßen. So konnte das Unternehmen einen Vertrag mit dem Computer-Hersteller Asus schließen. Diesem liefert man seitdem das Betriebssystem für die Rechner der Eee-Serie.
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