Korea: Wo selbst 100 MBit/s nur "Durchschnitt" sind
Die meisten Südkoreaner bezeichnen die Qualität ihrer Breitbandanbindung nach Angaben der Telekommunikationsaufsicht KCC nur als "durchschnittlich", auch wenn sie schneller an das Internet angebunden sind, als die meisten anderen Nutzer. Auch in Korea können die Provider nämlich nicht die beworbene Geschwindigkeit tatsächlich liefern.
Wie in Deutschland bewerben die Anbieter ihre Anschlüsse mit der höchstmöglichen Geschwindigkeit, auch wenn aus technischen Gründen nie die volle Kapazität geboten werden kann. Nach Angaben der KCC erreichten die Anschlüsse des Providers LG Powercomm mit 91 Megabit pro Sekunde den höchsten Wert aller Anbieter von 100-MBit/s-Anschlüssen.
Der Durchschnitt liegt jedoch weit darunter. Mit 46 MBit/s beträgt er sogar weniger als die Hälfte der beworben 100 MBit/s. Die KCC fordert von den Providern nun, dass sie ihre Kunden besser über die Grenzen ihrer Breitbandanschlüsse aufklären. Die Kunden sollen so leichter den Dienst ihrer Wahl finden können. Außerdem erhofft man sich dadurch einen stärkeren Wettbewerb, der zur allgemeinen Verbesserung des Service führen soll.
In Südkorea versorgen derzeit sieben große Glasfasernetzbetreiber über 15 Millionen Privatkunden.
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