Verleger zweifeln an langfristigem Erfolg Googles
Allen voran hatte am Wochenende der Verleger Christian DuMont Schütte dem Suchmaschinenbetreiber vorgeworfen, andere Unternehmen auszunutzen. Es sei für ihn unverständlich, "dass die Medienhäuser in Deutschland grob geschätzt neun Milliarden Euro für Nachrichteninhalte ausgeben, die sie dann kostenlos ins Internet stellen", so Schütte.
"Bei uns bröckeln Auflage wie Anzeigen, und Google schöpft mit unserer Hilfe den Werbemarkt ab. Das ist pervers", so Schütte im Gespräch mit der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". Darüber hinaus habe Schütte eine These aufgestellt, die besagt, dass Google in zehn Jahren tot sei.
Nun hat sich Google selbst zu Wort gemeldet und erklärt, dass das Unternehmen keinesfalls ein "Absahner" ist. "Wenn ich mir die Schecks anschaue, die wir an Medienunternehmen für die Ausschüttung der Werbeeinnahmen ausstellen, dann ist das ein signifikantes Geschäft", so Philipp Schindler, Nordeuropa-Chef von Google. Allein im vergangenen Quartal seien mehr als 730 Millionen Euro an Medienunternehmen ausgezahlt worden, so Schindler.
Schindler kündigte darüber hinaus an, dass Google München als dritten Standort für ein Google-Entwicklungszentrum auserwählt hat. Die anderen beiden Entwicklungszentren befinden sich im schweizerischen Zürich und am Firmenstandort im kalifornischen Mountain View. An seinen fünf Standorten in Deutschland (Hamburg, München, Frankfurt, Düsseldorf und Berlin) beschäftigt Google eigenen Angaben zufolge derzeit etwa 150 Mitarbeiter.
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