Wissenschaftler wollen Würmer frühzeitig ausbremsen
Die Technologie mit der Bezeichnung "Proactive Worm Containment" analysiert bei Internet-Zugängen die Durchsatzrate von Datenpakten und überwacht die Zahl der gleichzeitigen Verbindungen, statt wie bisher bestimmte Programmmuster oder Signaturen zu untersuchen.
Da viele Würmer nur durch ihre schnelle Verbreitung "erfolgreich" sind, hat man sich entschieden lieber die Art des ausgehenden Verkehrs zu überwachen, so die Wissenschaftler. Sie gehen davon aus, dass die bisher genutzten Methoden aufgrund ihrer verzögerten Reaktion nicht den bestmöglichen Schutz bieten können.
Heute vergehen meist mehrere Minuten, bis ein signaturbasiertes Erkennungssystem nach der Erkennung eines Wurms entsprechende Schutzmaßnahmen umsetzen kann. Da sich einige Würmer auch an die verwendeten Erkennungssysteme anpassen können, gehen diese ebenfalls durchs Netz.
Als Beispiel für die Effektivität ihres Ansatzes nennen die Forscher den "Slammer"-Wurm der vor einiger Zeit Microsofts SQL Server angriff. Der Wurm war in der Lage in jeder Sekunde rund 4000 infizierte Pakete zu verschicken. Nutzt man die neue Technologie aus Pennsylvania würden bereits 12 Pakete ausreichen, um den Wurm zu erkennen und zu stoppen.
Wann erste Software-Produkte mit dem neuen Wurmschutz ausgerüstet werden sollen, ist bisher nicht bekannt. Derzeit läuft ein Patentantrag bei den US-Behörden. Aktuell wird die Technologie noch an der Universität ausführlich getestet.
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