Reporter ohne Grenzen: Aktion gegen Web-Zensur
Damit läutet man eine Kampagne für den freien Zugriff auf das weltweite Netz ein. Insgesamt sind auf der Liste 13 Länder verzeichnet. Dabei handelt es sich um Ägypten, China, Kuba, Iran, Myanmar (früher Burma), Nordkorea, Saudiarabien, Syrien, Tunesien, Turkmenistan, Usbekistan, Weißrussland und Vietnam. Seit 2005 wurden mit Libyen und Nepal zwei Länder von der Liste entfernt.
Ägypten ist neu hinzugekommen, weil man der Meinung ist, dass der dortige Präsident Hosni Mubarak eine autoritäre Einstellung gegenüber dem Internet hat, die sehr bedenklich sein soll. Erst vor kurzem wurden drei Blogger inhaftiert, die für mehr Demokratie in dem nordafrikanischen Land gekämpft hatten.
Ab 11 Uhr am heutigen Tag können alle Internet-Nutzer an einer Online-Aktion teilnehmen, mit der für die Wahrung der Pressefreiheit im Internet gekämpft wird.
Gleichzeitig will man eine kritische Nachricht an Yahoo-Mitgründer Jerry Yang senden, da sein Unternehmen eines der Ersten war, die ihre Online-Angebote in China zensiert haben. Darüberhinaus arbeitet der Suchmaschinenbetreiber seit längerem mit der chinesischen Regierung zusammen, was bisher mehrfach zu Verhaftungen von Regimekritikern geführt hat.
Die Reporter ohne Grenzen laden ausserdem jeden Internet-Nutzer ein, sich ein eigenes Weblog einzurichten, um diejenigen zu unterstützen, die gegen die Zensur des Internets eintreten. Die Meinungen der Blogger sollen in Zukunft wöchentlich auf der Webseite der Vereinigung veröffentlicht werden.
Weitere Informationen: Reporter ohne Grenzen
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