QR-Check oder Sperre: Spotify verschärft Regeln für Familienabos
Spotify verschärft die Regeln für das Premium-Familienabo. Mit einer dynamischen QR-Code-Verifizierung geht der Streaming-Dienst gegen Account-Sharing vor. Wer den Test nicht besteht, dem droht eine einjährige Sperre für geteilte Tarife.
Dafür fordert die App einige Nutzer auf, einen speziellen QR-Code zu scannen. Der Code wird auf dem Smartphone des Kontoinhabers generiert und muss von dem zu überprüfenden Mitglied mit der eigenen Handykamera erfasst werden.
Beide Personen müssen sich für den Vorgang am selben Ort befinden. Um ein einfaches Weiterleiten per Screenshot zu verhindern, aktualisiert sich der Code alle paar Sekunden. Betroffene haben nach dem Erhalt der Aufforderung ein Zeitfenster von sieben Tagen für den Abschluss der Überprüfung.
Zudem verhängt Spotify eine zwölfmonatige Sperre für den Beitritt zu einem anderen Familien- oder Duo-Abo. Der Abschluss eines individuellen Premium-Tarifs auf eigene Kosten bleibt den betroffenen Nutzern weiterhin möglich. Dieselbe einjährige Sperre wendet der Streaming-Anbieter auch an, wenn die herkömmliche Überprüfung der gemeldeten Wohnadresse fehlschlägt.
Als Spotify das Premium-Familienabo im Jahr 2014 einführte, war der Tarif ausschließlich für Personen gedacht, die zusammenleben. Das Unternehmen versucht bereits seit mehreren Jahren, das Teilen von Konten über verschiedene Haushalte hinweg zu verhindern.
Im Jahr 2018 testete Spotify unter anderem in Deutschland eine Standortprüfung per GPS, was jedoch aufgrund von Datenschutzbedenken zu Kritik führte. Aktuell betont der Anbieter, dass das System keine Standorte der Nutzer aufzeichnet, sondern lediglich die Adressen verifiziert.
Was haltet ihr von Spotifys neuem Vorgehen gegen Account-Sharing? Teilt eure Meinung und Erfahrungen gerne mit uns in den Kommentaren!
Siehe auch:
- Spotify testet ein neues Verfahren gegen das unbefugte Teilen von Familienabos
- Mitglieder müssen einen dynamischen QR-Code vom Gerät des Verwalters scannen
- Für den Vorgang haben die betroffenen Nutzer genau sieben Tage lang Zeit
- Ein Scheitern führt zum Free-Tarif und einer einjährigen Wechselsperre
- Einige Abonnenten umgehen die lokale Anwesenheit bereits per Videoanruf
- Bereits im Jahr 2018 sorgte ein ähnlicher GPS-Test des Anbieters für Kritik
Spotify prüft den Wohnort
Spotify testet aktuell eine neue Methode, um das unerlaubte Teilen von Premium-Familienabos einzudämmen. Mitglieder der Tarife müssen bei einer Aufforderung nachweisen, dass sie im selben Haushalt wie der Hauptverwalter des Kontos leben.Dafür fordert die App einige Nutzer auf, einen speziellen QR-Code zu scannen. Der Code wird auf dem Smartphone des Kontoinhabers generiert und muss von dem zu überprüfenden Mitglied mit der eigenen Handykamera erfasst werden.
Beide Personen müssen sich für den Vorgang am selben Ort befinden. Um ein einfaches Weiterleiten per Screenshot zu verhindern, aktualisiert sich der Code alle paar Sekunden. Betroffene haben nach dem Erhalt der Aufforderung ein Zeitfenster von sieben Tagen für den Abschluss der Überprüfung.
Spotify Family Plan crackdown?
by u/ALittleLargest in truespotify
Zwölf Monate Sperre drohen
Laut den Support-Seiten des Streaming-Dienstes fallen die Konsequenzen bei einem Scheitern streng aus. Wer die siebentägige Frist verstreichen lässt oder den Scan nicht durchführen kann, wird automatisch auf die werbefinanzierte kostenlose Version zurückgestuft.Zudem verhängt Spotify eine zwölfmonatige Sperre für den Beitritt zu einem anderen Familien- oder Duo-Abo. Der Abschluss eines individuellen Premium-Tarifs auf eigene Kosten bleibt den betroffenen Nutzern weiterhin möglich. Dieselbe einjährige Sperre wendet der Streaming-Anbieter auch an, wenn die herkömmliche Überprüfung der gemeldeten Wohnadresse fehlschlägt.
Nutzer finden erste Lücken
Nutzer auf Reddit berichten bereits von Wegen, die lokale Anwesenheitspflicht zu umgehen. Über Videoanrufe teilen sie den Bildschirm des Kontoverwalters live auf einem weiteren Gerät. Das entfernte Mitglied scannt den Code anschließend von dem zweiten Monitor ab.Als Spotify das Premium-Familienabo im Jahr 2014 einführte, war der Tarif ausschließlich für Personen gedacht, die zusammenleben. Das Unternehmen versucht bereits seit mehreren Jahren, das Teilen von Konten über verschiedene Haushalte hinweg zu verhindern.
Im Jahr 2018 testete Spotify unter anderem in Deutschland eine Standortprüfung per GPS, was jedoch aufgrund von Datenschutzbedenken zu Kritik führte. Aktuell betont der Anbieter, dass das System keine Standorte der Nutzer aufzeichnet, sondern lediglich die Adressen verifiziert.
Was haltet ihr von Spotifys neuem Vorgehen gegen Account-Sharing? Teilt eure Meinung und Erfahrungen gerne mit uns in den Kommentaren!
Wer muss den Spotify-Code scannen?
Premium-Familienmitglieder müssen den Code scannen, wenn Spotify ihre Wohnadresse überprüfen möchte. Unabhängig davon fragt Spotify laut eigenen Angaben die vollständige Adresse ab, wenn ihr einem Familienabo beitretet, der Hauptnutzer umzieht oder der Dienst die hinterlegte Adresse nicht bestätigen kann.
Wo finden Kontoverwalter den Code?
Der Hauptnutzer generiert den QR-Code direkt in der Spotify-App auf seinem Smartphone. Er tippt dazu laut Spotify auf das eigene Profilbild, wählt den Bereich für das Premium-Abo aus und öffnet dort die Verwaltung des Tarifs.
Das zu überprüfende Mitglied scannt den Code anschließend direkt vom Bildschirm ab.
Das zu überprüfende Mitglied scannt den Code anschließend direkt vom Bildschirm ab.
Was gilt für auswärts Studierende?
Auch für sie gilt: Kontoverwalter und Mitglied müssen sich für den Scan am selben Ort befinden. Die Tarifbedingungen schreiben einen gemeinsamen Haushalt vor.
Einem Bericht zufolge könnten dadurch auch Abonnenten vor Problemen stehen, die sich zwar als Familie sehen, wegen eines Studiums, beruflicher Reisen oder getrennter Wohnorte den Scan aber nicht innerhalb von sieben Tagen gemeinsam durchführen können.
Einem Bericht zufolge könnten dadurch auch Abonnenten vor Problemen stehen, die sich zwar als Familie sehen, wegen eines Studiums, beruflicher Reisen oder getrennter Wohnorte den Scan aber nicht innerhalb von sieben Tagen gemeinsam durchführen können.
Wie prüfen Konkurrenten den Haushalt?
Andere Anbieter von Musik- und Videostreams setzen den gemeinsamen Haushalt ebenfalls durch. Um das unerlaubte Teilen von Konten zu verhindern, fordern sie ihre Nutzer beispielsweise zu regelmäßigen Anmeldungen über dasselbe WLAN-Netzwerk auf.
Thema:
Stefan TrunzikLeitender Redakteur bei WinFuture.de
IT-Journalist seit 2003, der Hardware, Spiele und Gadgets selbst im Alltag testet. Sein Fokus liegt auf Kaufberatung und Verbraucherthemen.
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