Palantir-CTO: Manche KI-Forscher rauchen als Bekenntnis zur KI
Laut Shyam Sankar, dem Chief Technical Officer (CTO) von Palantir, greifen einige KI-Forscher bewusst zur Zigarette. Sie wollen damit demonstrieren, wie fest sie daran glauben, dass Künstliche Intelligenz Krebs heilen wird.
Die Logik der Entwickler beruht auf der Annahme, dass Künstliche Intelligenz rechtzeitig ein Heilmittel gegen Krebs finden wird. Das bedeutet allerdings nicht, dass er das gut findet. Der Palantir-Manager bewertet das Verhalten nämlich als Massenpsychose und soziale Wahnvorstellung. Er beobachtet die Tendenz, eine generelle Künstliche Intelligenz als eine Art Maschinengott zu verehren, was von der eigentlichen Entwicklung ablenke.
Avi Schiffmann, Gründer eines Start-ups für tragbare Hardware, sagte, bis man Lungenkrebs bekomme, sollten KI-Roboter diesen eigentlich geheilt haben. Auch andere Führungskräfte äußern große Hoffnungen. Dario Amodei, Chef von Anthropic, prognostiziert, dass die Technologie in fünf bis 15 Jahren Heilmittel für die meisten Krankheiten finden werde. Elon Musk unterstützte diese Sicht. Demis Hassabis von Google DeepMind argumentierte in den vergangenen Jahren ähnlich.
Rene Haas, Chef des Chipentwicklers Arm, hält es ebenfalls für möglich, dass die Technologie die Medikamentenentwicklung künftig beschleunigen könnte. Er warnt jedoch, dass Chip-Engpässe den Ausbau der Infrastruktur bremsen.
Sankar betont indes, dass die Menschen trotz aller Zukunftsversprechen die Kontrolle darüber behalten, wie die Technologie eingesetzt wird. Die Branche müsse beweisen, dass KI nationalen Wohlstand und die Sicherheit stärken kann, und Produkte von Beginn an mit eingebauter Sicherheit entwickeln, anstatt sich in Weltuntergangsszenarien oder utopischen Fantasien zu verlieren.
Was denkt ihr über diesen blinden Vertrauensvorschuss der Entwickler in ihre eigene Technologie? Teilt eure Gedanken und diskutiert mit uns in den Kommentaren!
Siehe auch:
- Manche KI-Forscher fangen an zu rauchen aus blindem Vertrauen in die KI
- Sie hoffen auf eine baldige Heilung von Krebs durch künftige Systeme
- Palantirs Shyam Sankar bezeichnet dieses Verhalten als Massenpsychose
- In der Start-up-Szene dient Rauchen auch als bewusster Gegenentwurf
- Branchengrößen wie Dario Amodei rechnen rasch mit neuen Heilmitteln
- Moderna und Merck nutzen Algorithmen für die Entwicklung von Impfstoffen
Wette auf die Künstliche Intelligenz
In Teilen der Technologiebranche herrscht ein extremes Vertrauen in die Fähigkeiten künftiger Systeme. Wie Shyam Sankar, Technikchef des Datenanalyseunternehmens Palantir, in einem Fernsehinterview mit der CBS-Sendung Face the Nation erklärte, beginnen einige KI-Forscher angeblich absichtlich mit dem Rauchen. Sie wollen ihren Kollegen so signalisieren, wie stark sie an die Technologie glauben.Die Logik der Entwickler beruht auf der Annahme, dass Künstliche Intelligenz rechtzeitig ein Heilmittel gegen Krebs finden wird. Das bedeutet allerdings nicht, dass er das gut findet. Der Palantir-Manager bewertet das Verhalten nämlich als Massenpsychose und soziale Wahnvorstellung. Er beobachtet die Tendenz, eine generelle Künstliche Intelligenz als eine Art Maschinengott zu verehren, was von der eigentlichen Entwicklung ablenke.
Rauchen als neues Statussymbol
Laut Business Insider existiert in der Start-up-Welt eine kleine Gruppe von Gründern, die Zigaretten bewusst als Gegenentwurf zum üblichen Gesundheitskult nutzt. Während viele Akteure im Silicon Valley ihre Körper durch Schlafüberwachung optimieren, dient die Zigarettenpause anderen zum Netzwerken.Avi Schiffmann, Gründer eines Start-ups für tragbare Hardware, sagte, bis man Lungenkrebs bekomme, sollten KI-Roboter diesen eigentlich geheilt haben. Auch andere Führungskräfte äußern große Hoffnungen. Dario Amodei, Chef von Anthropic, prognostiziert, dass die Technologie in fünf bis 15 Jahren Heilmittel für die meisten Krankheiten finden werde. Elon Musk unterstützte diese Sicht. Demis Hassabis von Google DeepMind argumentierte in den vergangenen Jahren ähnlich.
Fortschritte in der Forschung
In der Medizin gibt es tatsächlich erste Fortschritte durch den Einsatz neuer Rechenmodelle. Die Pharmaunternehmen Moderna und Merck meldeten im August starke Studiendaten für einen mRNA-Impfstoff gegen Hautkrebs, der mit algorithmischer Hilfe entwickelt wurde. Das Unternehmen Tempus AI baut die Zusammenarbeit für diese individualisierte Krebstherapie aktuell aus, indem es die Sammlung von Tumorgewebe und Blutproben koordiniert.Rene Haas, Chef des Chipentwicklers Arm, hält es ebenfalls für möglich, dass die Technologie die Medikamentenentwicklung künftig beschleunigen könnte. Er warnt jedoch, dass Chip-Engpässe den Ausbau der Infrastruktur bremsen.
Sankar betont indes, dass die Menschen trotz aller Zukunftsversprechen die Kontrolle darüber behalten, wie die Technologie eingesetzt wird. Die Branche müsse beweisen, dass KI nationalen Wohlstand und die Sicherheit stärken kann, und Produkte von Beginn an mit eingebauter Sicherheit entwickeln, anstatt sich in Weltuntergangsszenarien oder utopischen Fantasien zu verlieren.
Was denkt ihr über diesen blinden Vertrauensvorschuss der Entwickler in ihre eigene Technologie? Teilt eure Gedanken und diskutiert mit uns in den Kommentaren!
Siehe auch:
- Programmier-KI produziert zwar mehr Code, aber nicht mehr Software
- Musk will KI vor Grausamkeit schützen - bei Menschen war es ihm egal
- Weg von Nvidia: Microsofts neue KI-CPU soll 'gigawattweise' laufen
- KI-Zwang bei Epic: Kein Code mehr per Hand - Entwickler entsetzt
- Freie 'Kopien' von Office & Co per KI-Reverse-Engineering gebaut
Thema:
Witold PryjdaSenior Redakteur
Seit 1996 im Journalismus, ausgebildet an der Österreichischen Medienakademie. Sein Spektrum reicht von Robotern und KI über E-Autos bis zur Militärtechnik.
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