Netflix erneut mit Preiserhöhung:
Erst die USA, bald auch Deutschland?

Netflix tut, was Netflix tut. Nämlich die Preise wieder einmal erhöhen. Auch im Jahr 2026 schraubt der Streaming-Gigant die Kosten für seine Dienste in die Höhe. Den Anfang machen, wie so oft, die USA, wo ab sofort alle Abonnement-Varianten teurer werden.
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Netflix kostet bald so viel wie Kabel-TV

Netflix erhöht in den Vereinigten Staaten nach nur 14 Monaten erneut die Preise. Noch hat der Konzern den Schritt nicht offiziell gemacht, doch auf den Support-Seiten findet sich bereits jetzt die neue Preisstruktur für den US-Markt. Gegenüber US-Medien bestätigten Pressevertreter den Preisanstieg auf Anfrage. Deutschland und Europa dürften wie immer im weiteren Jahresverlauf folgen.

Ab sofort verlangt Netflix laut Android Authority für das günstigste Abonnement in den USA 8,99 US-Dollar (etwa 8 Euro) und erhöht den Preis für die durch Werbeeinblendungen mitfinanzierte Version seines Streaming-Angebots somit um einen Dollar (etwa 1 Euro). Zur Erinnerung: Netflix hatte den Basis-Plan mit Werbung im Herbst 2022 zum Preis von 6,99 Dollar (etwa 6 Euro) eingeführt.

Premium-Abo künftig für 27 Dollar

Auch die anderen Varianten werden teurer. Die werbefreie Version von Netflix kostet künftig zwei Dollar (etwa 2 Euro) mehr und somit 19,99 Dollar (etwa 18 Euro). Die Premium-Version, die mit 4K-Support, Spatial-Audio und der Möglichkeit, Netflix-Inhalte auf vier Geräten gleichzeitig wiederzugeben, aufwartet, wird ebenfalls zwei Dollar (etwa 2 Euro) teurer und kostet daher nun 26,99 Dollar (etwa 25 Euro).

Wer seinem Abonnement einen weiteren User hinzufügen will, muss ebenfalls mehr zahlen. Im Fall der Version mit Werbung werden 7,99 Dollar (etwa 7 Euro) pro Monat zusätzlich fällig, während bei den werbefreien Abos jeweils 9,99 Dollar (etwa 9 Euro) mehr anfallen. In den USA sollen die geänderten Preise innerhalb der nächsten Wochen für die bestehenden Nutzer eingeführt und ab dem nächsten Abrechnungszyklus fällig werden.

Netflix-Sprecher begründeten den Schritt damit, dass die höheren Preise die "Verbesserungen des breiten Unterhaltungsangebots und die Qualität des Diensts widerspiegeln" sollen. Mit den steigenden Einnahmen aus den Abonnements seiner Nutzer finanziert Netflix neben klassischen Serien- und Filmproduktionen zunehmend auch den Erwerb von Rechten für bestimmte Sportveranstaltungen oder Ligen sowie Reality-TV-Shows.

Zuletzt machte das Unternehmen vor allem dadurch auf sich aufmerksam, dass man sich ein Bieterrennen um die Übernahme von Warner Bros. Discovery (WBD) lieferte, wobei der Zuschlag nach langem Tauziehen an den Konkurrenten Paramount Skydance ging. Netflix verdiente mit dem Verzicht auf die eigentlich schon als beschlossen geltende Übernahme von WBD zusätzlich 2,8 Milliarden Dollar (etwa 2,6 Milliarden Euro).

Zusammenfassung
  • Netflix erhöht erneut die Preise für alle Abonnements in den USA
  • Das günstigste Abo mit Werbung kostet nun 8,99 US-Dollar (etwa 8 Euro) monatlich
  • Die werbefreie Version steigt um zwei Dollar (etwa 2 Euro) auf 19,99 US-Dollar (etwa 18 Euro)
  • Das Premium-Abo mit 4K und Spatial-Audio kostet jetzt 26,99 Dollar (etwa 25 Euro)
  • Auch Zusatznutzer werden bei allen Abovarianten deutlich teurer
  • Deutschland und Europa dürften im weiteren Jahresverlauf folgen
  • Einnahmen finanzieren Sportrechte, Serien und Reality-TV-Shows

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