Genehmigung für neuen, von Bill Gates unterstützten Reaktor erteilt
Das Unternehmen TerraPower hat von den US-Behörden die Erlaubnis zum Bau eines neuartigen Kernreaktors erhalten. Die von Bill Gates mitfinanzierte Firma setzt in Wyoming auf flüssiges Natrium statt Wasser, um die Sicherheit zu erhöhen.
Die Technologie, die man wie das Element schlicht "Natrium" nennt, bietet laut den Ingenieuren entscheidende Vorteile gegenüber klassischen Meilern. Flüssiges Natrium besitzt einen deutlich höheren Siedepunkt als Wasser, was den Druck im Reaktorbehälter minimiert und die Sicherheit erhöhen soll. Zudem integriert das Design einen Energiespeicher aus geschmolzenem Salz. Damit kann die Leistung der Anlage kurzzeitig von 345 Megawatt auf 500 Megawatt gesteigert werden, um Schwankungen im Stromnetz flexibel auszugleichen.
Wie die New York Times berichtet, markiert der Schritt einen wichtigen Moment in der amerikanischen Energiepolitik. Bislang scheiterten viele Projekte für fortschrittliche Reaktoren an den strengen Regulierungen oder explodierenden Kosten. Die Behörde prüfte den Antrag seit mehr als zwei Jahren intensiv. Der Bau soll in unmittelbarer Nähe eines bald stillgelegten Kohlekraftwerks erfolgen, um die dort bereits bestehende Infrastruktur wie Hochspannungsleitungen effizient weiterzunutzen.
Die Gesamtkosten werden auf bis zu vier Milliarden Dollar geschätzt. Etwa die Hälfte dieser Summe steuert das US-Energieministerium bei, um die Kommerzialisierung der Technologie zu beschleunigen. Kritiker weisen jedoch auf das Risiko von Verzögerungen hin, die in der Nuklearbranche häufig auftreten. Zudem erfordert der Betrieb den Aufbau neuer Lieferketten für den speziellen Brennstoff.
Bill Gates sieht in dieser Technologie einen Schlüssel zur Bekämpfung des Klimawandels. Gleichzeitig wächst der Energiehunger durch künstliche Intelligenz rasant. Tech-Konzerne suchen händeringend nach stabilen Stromquellen für ihre Rechenzentren. TerraPower könnte hier eine Lücke schließen, sofern der Zeitplan hält. Die Fertigstellung der Anlage ist für das Ende des Jahrzehnts anvisiert.
Haltet ihr Atomkraft für eine sinnvolle Ergänzung zu Erneuerbaren, um den steigenden Strombedarf von KI zu decken? Schreibt uns eure Meinung in die Kommentare.
Siehe auch:
Baustart für Gates-Reaktor
Die US-amerikanische Atombehörde Nuclear Regulatory Commission (NRC) hat dem Unternehmen TerraPower die Genehmigung für den Bau eines neuartigen Kernreaktors erteilt. Das von Bill Gates gegründete Start-up plant die Errichtung der Anlage in Kemmerer im US-Bundesstaat Wyoming. Es handelt sich um die erste Bauerlaubnis für einen kommerziellen Reaktor in den Vereinigten Staaten, der nicht auf herkömmlicher Leichtwasser-Technik basiert.Die Technologie, die man wie das Element schlicht "Natrium" nennt, bietet laut den Ingenieuren entscheidende Vorteile gegenüber klassischen Meilern. Flüssiges Natrium besitzt einen deutlich höheren Siedepunkt als Wasser, was den Druck im Reaktorbehälter minimiert und die Sicherheit erhöhen soll. Zudem integriert das Design einen Energiespeicher aus geschmolzenem Salz. Damit kann die Leistung der Anlage kurzzeitig von 345 Megawatt auf 500 Megawatt gesteigert werden, um Schwankungen im Stromnetz flexibel auszugleichen.
Wie die New York Times berichtet, markiert der Schritt einen wichtigen Moment in der amerikanischen Energiepolitik. Bislang scheiterten viele Projekte für fortschrittliche Reaktoren an den strengen Regulierungen oder explodierenden Kosten. Die Behörde prüfte den Antrag seit mehr als zwei Jahren intensiv. Der Bau soll in unmittelbarer Nähe eines bald stillgelegten Kohlekraftwerks erfolgen, um die dort bereits bestehende Infrastruktur wie Hochspannungsleitungen effizient weiterzunutzen.
Die Gesamtkosten werden auf bis zu vier Milliarden Dollar geschätzt. Etwa die Hälfte dieser Summe steuert das US-Energieministerium bei, um die Kommerzialisierung der Technologie zu beschleunigen. Kritiker weisen jedoch auf das Risiko von Verzögerungen hin, die in der Nuklearbranche häufig auftreten. Zudem erfordert der Betrieb den Aufbau neuer Lieferketten für den speziellen Brennstoff.
Bill Gates sieht in dieser Technologie einen Schlüssel zur Bekämpfung des Klimawandels. Gleichzeitig wächst der Energiehunger durch künstliche Intelligenz rasant. Tech-Konzerne suchen händeringend nach stabilen Stromquellen für ihre Rechenzentren. TerraPower könnte hier eine Lücke schließen, sofern der Zeitplan hält. Die Fertigstellung der Anlage ist für das Ende des Jahrzehnts anvisiert.
Haltet ihr Atomkraft für eine sinnvolle Ergänzung zu Erneuerbaren, um den steigenden Strombedarf von KI zu decken? Schreibt uns eure Meinung in die Kommentare.
Zusammenfassung
- TerraPower erhielt die US-Genehmigung für einen neuartigen Kernreaktor
- Das von Bill Gates gegründete Start-up baut den Reaktor in Wyoming
- Flüssiges Natrium statt Wasser soll die Sicherheit deutlich erhöhen
- Ein Energiespeicher aus geschmolzenem Salz steigert die Leistung flexibel
- Die Gesamtkosten des Projekts werden auf vier Milliarden Dollar geschätzt
- Der Bau erfolgt nahe einem stillgelegten Kohlekraftwerk in Kemmerer
- Die Fertigstellung der Anlage ist für das Ende des Jahrzehnts geplant
Siehe auch:
- US Air Force transportiert erstmals Mikro-Kernreaktor im Flugzeug
- Reaktoren aus alten Atom-U-Booten sollen KI-Rechenzentren versorgen
- Forschern gelingt erstaunlicher Blick ins Chaos von Fusionsreaktoren
- China nennt Details zum geplanten Frachtschiff mit Thorium-Reaktor
- Nuklearreaktor: Amazon zeigt erste Bilder seines Atomkraftwerks
Thema:
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