FritzBox 7632: Neuer DSL-Router mit G.fast und Wi-Fi 7 jetzt erhältlich

Fritz bringt die FritzBox 7632 in den Handel. Der Router vereint den G.fast-Standard für Gigabit-Tempo am Kupferanschluss mit Wi-Fi 7. Allerdings müssen Käufer beim WLAN Abstriche machen. Wir fassen die wichtigsten Spezifikationen der neuen FritzBox zusammen.
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Gigabit-Tempo am Kupferanschluss

Bereits im Sommer 2025 hatte Fritz zur ANGA COM drei neue Router-Modelle mit Wi-Fi 7 angekündigt. Mit der FritzBox 4630 ist vor einer Woche der erste davon in den Handel gestartet. Sieben Tage später folgt jetzt die zweite FritzBox.

So hat der Berliner Netzwerkhersteller den offiziellen Marktstart der FritzBox 7632 vollzogen. Ab sofort ist der neue Router, der primär für DSL-Anschlüsse konzipiert wurde, im deutschen Handel erhältlich. Mit einer unverbindlichen Preisempfehlung von 269 Euro richtet sich das Gerät an Nutzer, die über eine vorhandene Kupferleitung verfügen, aber dennoch nicht auf hohe Bandbreiten verzichten möchten. Die technische Basis dafür liefern die Unterstützung des G.fast-Standards sowie Supervectoring 35b, kombiniert mit dem aktuellen Wi-Fi 7 für das drahtlose Heimnetzwerk.


Die FritzBox 7632 fungiert als wichtige Brückentechnologie für den Glasfaserausbau. In vielen Szenarien liegt Glasfaser zwar bis in den Keller, die weitere Verkabelung in die einzelnen Wohnungen erfolgt jedoch oft noch über die bestehenden Telefonleitungen aus Kupfer. Ein kompletter Austausch dieser Innenverkabelung ist häufig baulich schwierig oder kostspielig. Durch die Nutzung von G.fast, das das Frequenzspektrum auf bis zu 212 MHz erweitert, sind auf diesen kurzen Distanzen von meist maximal 250 Metern Datenraten von bis zu 1 Gbit/s möglich. An herkömmlichen VDSL-Anschlüssen liefert das Modem via Supervectoring 35b immerhin noch bis zu 300 Mbit/s.

Anschlüsse und Hardware-Ausstattung

Wie Fritz spezifiziert, setzt der Hersteller für die Verteilung der Daten im lokalen Netzwerk auf einen flexiblen 2,5-Gbit/s-WAN/LAN-Port. Dieser Anschluss kann momentan für die Anbindung eines performanten NAS genutzt werden oder dient bei einem späteren Wechsel auf einen reinen Glasfaseranschluss als Verbindung zum Glasfasermodem. Ergänzt wird die Schnittstelle durch drei weitere Gigabit-LAN-Ports sowie einen USB-Anschluss für Drucker oder externe Speichermedien.

Serienmäßig an Bord sind zudem eine DECT-Basisstation für Schnurlostelefone und Smart-Home-Komponenten sowie ein analoger Telefonanschluss. Über FritzOS bietet der Router die gewohnten Komfortfunktionen. Dazu zählen VPN-Lösungen via WireGuard und IPSec, eine integrierte Kindersicherung, Mediaserver-Funktionalitäten sowie eine umfassende Firewall.

Wi-Fi 7 ohne 6-GHz-Frequenzband

Ein genauerer Blick auf die WLAN-Spezifikationen offenbart ein technisches Detail, das für einige Nutzer jedoch für Enttäuschung sorgen könnte. Zwar wirbt der Hersteller prominent mit Wi-Fi 7, doch kommt eine 2×2-Antennenkonfiguration zum Einsatz, die lediglich auf den Frequenzbändern 2,4 GHz und 5 GHz funkt. Das für Wi-Fi 7 eigentlich prädestinierte 6-GHz-Band wird von der FritzBox 7632 nicht unterstützt. Dieses Band ist weniger störanfällig und ermöglicht breitere Kanäle, was in dicht besiedelten Wohngebieten oft einen entscheidenden Vorteil darstellt.

Dennoch profitieren Käufer von essenziellen Wi-Fi-7-Features wie der Multi-Link Operation. Diese Technologie erlaubt es kompatiblen Endgeräten, Daten gleichzeitig über mehrere Frequenzbänder zu senden und zu empfangen, was die Latenz verringert und die Stabilität erhöht. Die theoretische Gesamtdatenrate liegt bei bis zu 3,5 Gbit/s (2880 Mbit/s bei 5 GHz und 688 Mbit/s bei 2,4 GHz). Laut Herstellerangaben soll das Gerät damit bestens für bandbreitenintensive Anwendungen wie 4K-Streaming und Online-Gaming gerüstet sein, auch wenn die absolute Spitzenleistung von Tri-Band-Geräten nicht erreicht wird.

Schwestermodell kommt

Für Nutzer, die keinen G.fast-Anschluss benötigen, könnte sich etwas Geduld auszahlen. Denn mit der FritzBox 7630 ist bereits ein Schwestermodell in Vorbereitung. Das ebenfalls im Sommer 2025 angekündigte Gerät soll technisch weitgehend identisch mit der 7632 sein, jedoch auf das teurere G.fast-Modem verzichten und daher voraussichtlich zu einem niedrigeren Preis angeboten werden. Wer also lediglich Supervectoring bis 300 Mbit/s nutzt, findet dort künftig eine preiswertere Alternative.

Wie ist die Glasfasersituation bei euch im Haus? Ist G.fast für euch eine relevante Brückentechnologie oder könnt ihr bereits auf reines Glasfaser setzen? Schreibt es uns in die Kommentare!

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Zusammenfassung
  • Fritz veröffentlicht neue FritzBox für Gigabit-Tempo über Kupferleitungen
  • Router für 269 Euro unterstützt G.fast, Supervectoring 35b und Wi-Fi 7
  • Fungiert als Brückentechnologie für Glasfaser mit bis zu 1 Gbit/s
  • Flexibler 2,5-Gbit/s-WAN/LAN-Port sowie drei weitere Gigabit-Anschlüsse
  • Wi-Fi 7 nur auf 2,4 GHz und 5 GHz ohne Unterstützung des 6-GHz-Bandes
  • Multi-Link Operation ermöglicht parallele Datenübertragung über mehrere Bänder
  • Günstigeres Schwestermodell FritzBox 7630 ohne G.fast-Modem in Planung

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