Samsung Galaxy Z TriFold: Handy scheitert 'krachend' an Belastungstest

Das Samsung Galaxy TriFold bietet ein doppeltes Scharnier und ein riesiges Display. Doch ein Härtetest zeigt jetzt die Kehrseite der dünnen Bauweise. Wo frühere Foldables noch überzeugten, offenbart der neue Falt-Riese erwartbare strukturelle Schwächen.
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Galaxy Z TriFold im Belastungstest

Ende Oktober gewährte Samsung einen allerersten Blick auf sein Galaxy Z TriFold. Das doppelt klappbare Smartphone mit teils beeindruckenden Spezifikationen hatte der Hersteller schließlich Anfang Dezember offiziell vorgestellt und kurz darauf mit dem Verkauf in Südkorea begonnen.

Im ausgeklappten Zustand bietet das Mobilgerät eine Diagonale von zehn Zoll und verwandelt sich effektiv in ein Tablet. Besonders hervorzuheben ist die Bauhöhe, die an der dünnsten Stelle lediglich 3,9 Millimeter beträgt. Doch wie schlägt sich das Smartphone mit dieser filigranen Konstruktion im Härtetest? Ein bekannter YouTuber hat die Widerstandsfähigkeit des Z TriFold jetzt auf die Probe gestellt - mit erwartbarem Ausgang.

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Kratzen, Biegen, Brechen

Um die tatsächliche Belastbarkeit des neuen Formfaktors unabhängig von Herstellerangaben zu prüfen, hat sich der YouTube-Kanal JerryRigEverything des Geräts angenommen. Der Tester Zack Nelson ist bekannt für seine standardisierten und gnadenlosen Härtetests, die Schwachstellen in der Hardware schonungslos aufdecken. In seinem Video demonstriert er, dass die komplexe Mechanik des TriFold zwar ingenieurtechnisch beeindruckend, aber im Vergleich zu herkömmlichen Smartphones deutlich anfälliger ist.

Bereits beim ersten Startvorgang weist die Software den Nutzer eindringlich darauf hin, dass die vorinstallierte Schutzfolie keinesfalls entfernt werden darf. Sensoren im Inneren registrieren zudem kleinste Bewegungen entgegen der vorgesehenen Faltrichtung und lösen sofortige Warnhinweise auf dem Bildschirm aus. Die Empfindlichkeit des weichen Kunststoffbildschirms entspricht dabei dem aktuellen Standard für faltbare Geräte.

Während das äußere Deckglas Kratzern bis zu einem Härtegrad von 6 auf der Mohs-Skala widersteht, ist das flexible innere Panel wesentlich anfälliger. Gegenstände wie Schlüssel oder sogar Fingernägel hinterlassen bereits bei leichtem Druck (Härtegrad 2) bleibende Spuren. Das ist bei einem Foldable zu erwarten, verdeutlicht aber die Notwendigkeit eines extrem sorgsamen Umgangs.

Dasselbe gilt bei der Konfrontation mit feinen Partikeln. Das aufwendige System aus zwei Scharnieren bietet trotz stetiger Weiterentwicklung noch immer Angriffsfläche für Staub und Sand. Dringen Fremdkörper in den Mechanismus ein, ist beim Falten ein deutliches Knirschen zu hören. Die Zertifizierungen gegen das Eindringen von Wasser und Staub stoßen bei dieser doppelten Falt-Konstruktion offenbar an ihre Grenzen, was die Langlebigkeit beeinträchtigen dürfte.

Strukturschwäche und Komponenten

Die gravierendste Schwachstelle zeigt sich jedoch beim sogenannten "Bend Test". Dabei wird das Smartphone mit Kraft entgegen der Scharnierrichtung gebogen. Während das Galaxy Z Fold 7 diesen Test unbeschadet überstand, versagt das TriFold sehr schnell. Durch den extrem langen Hebel des ausgeklappten zehn Zoll großen Gehäuses und den dünnen Rahmen bricht das Gerät schon bei relativ geringer Krafteinwirkung. Das Display fällt sofort aus und die strukturelle Integrität des Chassis ist zerstört. Damit ist das TriFold das erste Samsung-Foldable seit Jahren, das diesen spezifischen Belastungstest nicht besteht.

Ein anschließender Blick in das Innere des zerstörten Geräts liefert die technische Erklärung für das Versagen und offenbart weitere Details. Der extreme Formfaktor lässt kaum Raum für interne Verstärkungen. Es zeigt sich zudem, dass Samsung die Akkukapazität von insgesamt 5600 mAh auf drei separate Zellen in den drei Gehäuseteilen verteilt hat, um das Gewicht auszubalancieren. Auffällig ist zudem das Fehlen dedizierter Kühlhardware wie einer Dampfkammer. Die Wärmeableitung erfolgt ausschließlich über den sehr dünnen Aluminiumrahmen und Graphitfolien, was bei dauerhafter Rechenlast zu thermischen Engpässen führen könnte.

Empfindliches Hightech-Gerät

Insgesamt sollte das Ergebnis des Härtetests aber niemanden überraschen. Die 'Schwachstellen' des Samsung Galaxy Z TriFold, die im Video gezeigt werden, waren zu erwarten. Man erhält hier kein Rugged Smartphone. Zwar ist das Telefon empfindlicher als gewöhnliche Modelle, wer mit dem vermutlich deutlich über 2000 Euro teuren Gerät aber entsprechend pfleglich umgeht, sollte für längere Zeit Freude damit haben.

Was haltet ihr von der Empfindlichkeit des TriFold? Würdet ihr den hohen Preis für diese Innovation zahlen oder ist euch eine gewisse Robustheit im Alltag wichtiger? Schreibt es uns in die Kommentare!
Zusammenfassung
  • Bekannter YouTuber unterzieht das Galaxy Z TriFold einem Härtetest
  • Samsungs Foldable bietet doppeltes Scharnier und 10 Zoll Display
  • Extrem dünne Bauweise von nur 3,9 Millimetern an der dünnsten Stelle
  • Display aus weichem Kunststoff ist bereits ab Härtegrad 2 kratzempfindlich
  • Scharniere sind trotz Weiterentwicklung anfällig für Staub und Sand
  • Beim Biegetest bricht das TriFold im Gegensatz zum Fold 7 sehr leicht
  • Die Akkukapazität von 5600 mAh ist auf drei separate Zellen verteilt
  • Härtetest zeigt erwartbare Schwächen des Z TriFold

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