Reddit-Mitgründer Alexis Ohanian:
"Das Internet fühlt sich tot an"
Alexis Ohanian, einer der Gründer der Plattform Reddit, hat sich besorgt über den Zustand des heutigen Internets geäußert. Was einst ein Ort menschlicher Begegnung und Austausch war, sei inzwischen "unmenschlich" geworden.
Ohanian bezog sich mit seinen Aussagen auf die sogenannte "Dead Internet Theory". Diese besagt, dass im Netz mittlerweile mehr automatisierte Aktivität stattfinde als echte menschliche Interaktion. Selbst OpenAI-Chef Sam Altman hatte im vergangenen Jahr eingeräumt, dass er die Theorie früher nicht ernst genommen habe, inzwischen aber viele KI-gesteuerte Accounts auf sozialen Plattformen beobachte.
Für Ohanian ist klar: Das Netz brauche das Gegenteil eines "toten Internets". Es müsse wieder lebendig werden, mit echten Zuschauern, echten Gesprächen und "Proof of Life", also sichtbaren Belegen für menschliche Präsenz. Nur so könne Aufmerksamkeit authentisch gehalten werden.
Doch selbst diese Rückzugsorte seien nicht völlig frei von KI, warnte Ohanian. Zunehmend würden Nutzer auch in privaten Chats auf künstliche Helfer setzen, um Nachrichten zu formulieren oder zu überarbeiten. Dennoch sieht er in diesen geschlossenen Gruppen derzeit den "Goldstandard" digitaler Kommunikation - ein Modell, das weiterentwickelt werden müsse: "Wir alle bekommen dort die besten Informationen, aber es braucht die nächste Iteration davon."
Siehe auch:
Dead Internet Theory
In einem Gespräch im Podcast TBPN sprach der Unternehmer am Montag offen über seine Enttäuschung. "Ihr beweist genau das, was ich meine - ein Großteil des Internets ist heute tot", sagte Ohanian an die Macher der Sendung gerichtet. Der 41-Jährige kritisierte, dass viele Online-Inhalte inzwischen von Bots oder künstlicher Intelligenz erzeugt würden. Besonders auf Plattformen wie LinkedIn dominiere laut Ohanian zunehmend automatisierter, seelenloser Content - er sprach spöttisch von "LinkedIn-Müll".Ohanian bezog sich mit seinen Aussagen auf die sogenannte "Dead Internet Theory". Diese besagt, dass im Netz mittlerweile mehr automatisierte Aktivität stattfinde als echte menschliche Interaktion. Selbst OpenAI-Chef Sam Altman hatte im vergangenen Jahr eingeräumt, dass er die Theorie früher nicht ernst genommen habe, inzwischen aber viele KI-gesteuerte Accounts auf sozialen Plattformen beobachte.
Für Ohanian ist klar: Das Netz brauche das Gegenteil eines "toten Internets". Es müsse wieder lebendig werden, mit echten Zuschauern, echten Gesprächen und "Proof of Life", also sichtbaren Belegen für menschliche Präsenz. Nur so könne Aufmerksamkeit authentisch gehalten werden.
Trotzdem Optimismus
Trotz seiner Kritik zeigt sich Ohanian optimistisch: Er glaubt, dass eine neue Generation sozialer Netzwerke entstehen wird, die eindeutig menschliche Nutzer in den Mittelpunkt stellt. Schon jetzt verlagere sich viel Kommunikation in private Gruppen-Chats auf Plattformen wie Signal, Discord oder iMessage. Dort suchten Menschen wieder echte, direkte Verbindungen, fernab öffentlicher Algorithmen.Doch selbst diese Rückzugsorte seien nicht völlig frei von KI, warnte Ohanian. Zunehmend würden Nutzer auch in privaten Chats auf künstliche Helfer setzen, um Nachrichten zu formulieren oder zu überarbeiten. Dennoch sieht er in diesen geschlossenen Gruppen derzeit den "Goldstandard" digitaler Kommunikation - ein Modell, das weiterentwickelt werden müsse: "Wir alle bekommen dort die besten Informationen, aber es braucht die nächste Iteration davon."
Zusammenfassung
- Reddit-Mitgründer Ohanian beschreibt heutiges Internet als tot und unmenschlich
- Viele Online-Inhalte werden von Bots oder KI erzeugt, besonders auf LinkedIn
- Die 'Dead Internet Theory' besagt, dass automatisierte Aktivität menschliche ersetzt
- Das Internet benötigt laut Ohanian wieder echte menschliche Interaktionen
- Ohanian erwartet neue soziale Netzwerke mit Fokus auf menschlicher Interaktion
- Selbst in privaten Chats nutzen Menschen zunehmend KI zur Kommunikation
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