Gegen Musk-Pläne: US-Senat beschließt Milliarden für NASA-Programm
Das US-Weltraumprogramm Artemis, das erneut Menschen zum Mond bringen soll, erhält massive finanzielle Unterstützung: Der Senat verabschiedete am Dienstag ein Haushaltsgesetz, das zusätzliche 10 Milliarden Dollar für das NASA-Programm vorsieht.
Die Entscheidung stellt eine klare Zurückweisung der Kritik des Unternehmers Elon Musk dar, der die hohen Kosten und die fehlende Wiederverwendbarkeit des SLS anprangert. Das Raketensystem, das bei jedem Start vollständig zerstört wird, verschlinge Milliarden, ohne langfristig nachhaltige Lösungen zu bieten. "Ein milliardenschwerer Feuerball bei jedem Start", hatte Musk bereits 2020 erklärt.
Neuere Zahlen geben ihm ein Stück weit recht: Laut einem NASA-Bericht belaufen sich die Produktionskosten pro Rakete mittlerweile auf rund 2,5 Milliarden Dollar. Trotz dieser Kritik hält der Kongress am SLS fest. Rund 4,1 Milliarden Dollar der neuen Mittel fließen direkt in den Bau zusätzlicher Raketen für die Artemis-Missionen 4 und 5. Weitere 2,6 Milliarden Dollar sind für den Ausbau der Gateway-Station vorgesehen, die langfristig als Außenposten im Mondorbit dienen soll.
Brisant ist der Beschluss auch vor dem Hintergrund der angespannten Beziehungen zwischen Musk und Trump. Nach der Rücknahme von Jared Isaacmans Nominierung zum NASA-Administrator - ein Vorschlag von Musk - kühlte das Verhältnis merklich ab. Isaacman selbst hatte in seiner Anhörung vor dem Senat zwar die kurzfristige Nutzung des SLS befürwortet, jedoch infrage gestellt, ob das System auf Dauer geeignet sei für regelmäßige Flüge zum Mond und Mars.
Auch SpaceX geht in dem Haushaltsgesetz aber nicht völlig leer aus: Das Unternehmen erhält unter anderem 325 Millionen Dollar für die Entwicklung eines Raumfahrzeugs, das einen kontrollierten Absturz der Raumstation ISS ermöglichen soll. Dies ist Teil eines größeren Auftrags im Wert von insgesamt 843 Millionen Dollar.
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Schlag gegen Musks Pläne
Der Schwerpunkt liegt auf der weiteren Finanzierung des Space Launch System (SLS) und der geplanten Mondraumstation "Gateway". Damit setzt sich das klassische Luft- und Raumfahrt-Establishment gegen technologische Herausforderer wie SpaceX durch.Die Entscheidung stellt eine klare Zurückweisung der Kritik des Unternehmers Elon Musk dar, der die hohen Kosten und die fehlende Wiederverwendbarkeit des SLS anprangert. Das Raketensystem, das bei jedem Start vollständig zerstört wird, verschlinge Milliarden, ohne langfristig nachhaltige Lösungen zu bieten. "Ein milliardenschwerer Feuerball bei jedem Start", hatte Musk bereits 2020 erklärt.
Neuere Zahlen geben ihm ein Stück weit recht: Laut einem NASA-Bericht belaufen sich die Produktionskosten pro Rakete mittlerweile auf rund 2,5 Milliarden Dollar. Trotz dieser Kritik hält der Kongress am SLS fest. Rund 4,1 Milliarden Dollar der neuen Mittel fließen direkt in den Bau zusätzlicher Raketen für die Artemis-Missionen 4 und 5. Weitere 2,6 Milliarden Dollar sind für den Ausbau der Gateway-Station vorgesehen, die langfristig als Außenposten im Mondorbit dienen soll.
Brisant ist der Beschluss auch vor dem Hintergrund der angespannten Beziehungen zwischen Musk und Trump. Nach der Rücknahme von Jared Isaacmans Nominierung zum NASA-Administrator - ein Vorschlag von Musk - kühlte das Verhältnis merklich ab. Isaacman selbst hatte in seiner Anhörung vor dem Senat zwar die kurzfristige Nutzung des SLS befürwortet, jedoch infrage gestellt, ob das System auf Dauer geeignet sei für regelmäßige Flüge zum Mond und Mars.
Weiter als geplant
Bemerkenswert ist zudem, dass das Weiße Haus in seinem Haushaltsentwurf vom Mai ursprünglich eine schrittweise Abwicklung von SLS und Orion nach Artemis III vorgesehen hatte. Das nun verabschiedete Gesetz ignoriert diese Planung - ein deutliches Signal für die traditionelle Raumfahrtindustrie und gegen die Forderungen nach einem Technologiewechsel.Auch SpaceX geht in dem Haushaltsgesetz aber nicht völlig leer aus: Das Unternehmen erhält unter anderem 325 Millionen Dollar für die Entwicklung eines Raumfahrzeugs, das einen kontrollierten Absturz der Raumstation ISS ermöglichen soll. Dies ist Teil eines größeren Auftrags im Wert von insgesamt 843 Millionen Dollar.
Zusammenfassung
- US-Senat bewilligt 10 Milliarden Dollar für das NASA-Artemis-Mondprogramm
- Space Launch System und Mondstation Gateway erhalten Hauptanteil der Gelder
- Entscheidung gegen Kritik von SpaceX-Gründer Elon Musk an SLS-Kosten
- Pro SLS-Rakete fallen Produktionskosten von etwa 2,5 Milliarden Dollar an
- Weißes Haus wollte ursprünglich SLS-Programm nach Artemis III beenden
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