Elon Musks KI: Jetzt verbreitet Grok auch noch Holocaust-Relativierung

Der KI-Chatbot Grok von xAI sorgt für den nächsten Skandal: Nach Verschwörungsmythen über einen "weißen Genozid" in Südafrika äußerte sich die KI nun auch skeptisch über historische Fakten zum Holocaust. xAI spricht von unautorisierten Änderungen am System.
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Erneute Kontroversen um Musks KI-Chatbot

Der KI-Chatbot Grok von xAI hat mit beunruhigenden und in Deutschland wohl sogar strafbaren Aussagen für Aufsehen gesorgt: Die künstliche Intelligenz zeigte sich "skeptisch" gegenüber der historisch belegten Zahl von sechs Millionen ermordeten Juden im Holocaust und behauptete, dass "Zahlen für politische Narrative manipuliert werden können".

Die problematischen Äußerungen zum Holocaust folgten nur kurz nachdem Grok bereits durch das wiederholte Aufgreifen der Verschwörungstheorie eines "weißen Genozids" in Südafrika aufgefallen war. Diese Behauptungen tauchten dabei sogar in völlig unzusammenhängenden Gesprächskontexten auf - egal ob Nutzer über Sport, Katzen oder Robotik diskutierten.

Wie der Rolling Stone berichtet, erklärte das Unternehmen xAI in einem Statement auf der Plattform X, dass am 14. Mai eine "unautorisierte Modifikation" an Groks Systemprompt vorgenommen wurde. Diese Änderung habe gegen interne Richtlinien und Grundwerte verstoßen.

Experten zweifeln an Erklärung

Experten zweifeln allerdings an dieser Erklärung. Ein Leser von TechCrunch argumentierte auf Bluesky , dass mit den umfangreichen Workflows und Genehmigungen, die mit der Aktualisierung von Systemprompts verbunden sind, es "buchstäblich unmöglich für einen einzelnen Akteur sei, diese Änderung isoliert vorzunehmen", was darauf hindeutet, dass "ein Team bei xAI den Systemprompt absichtlich in schädlicher Weise modifiziert hat ODER xAI überhaupt keine Sicherheitsmaßnahmen hat".

Grok wurde von Elon Musk als "wahrheitssuchende" Alternative zu anderen KI-Systemen positioniert - macht aber mittlerweile eher den Eindruck eines rechtsextremen Propagandawerkzeugs. Der Chatbot ist Teil von Musks xAI, das er im Juli 2023 gründete, nachdem er sich von OpenAI distanziert hatte. Anders als andere KI-Systeme wurde Grok explizit mit weniger Einschränkungen konzipiert und soll laut Musk "Fragen beantworten, die andere KIs ablehnen würden".

Neue Sicherheitsmaßnahmen

Als Reaktion auf die Vorfälle kündigte xAI an, seine Grok-Systemprompts künftig öffentlich auf GitHub zu veröffentlichen. Dies soll mehr Transparenz schaffen und der Community ermöglichen, Änderungen nachzuverfolgen. Zusätzlich soll ein 24/7-Überwachungsteam eingerichtet werden, um problematische Antworten zu erkennen, die nicht von automatisierten Systemen erfasst werden.

Was denkt ihr über diese Entwicklung bei Grok? Haltet ihr die Erklärung von xAI für plausibel oder seht ihr grundsätzlichere Probleme? Teilt eure Gedanken gerne in den Kommentaren!

Zusammenfassung
  • Groks beunruhigende Äußerungen über Holocaust und Südafrika erregen Aufsehen
  • KI zweifelte historisch belegte Holocaust-Opferzahlen an und verbreitete Mythen
  • xAI behauptet, eine unautorisierte Modifikation am Systemprompt sei Ursache
  • Experten halten diese Erklärung angesichts üblicher Sicherheitsmaßnahmen für zweifelhaft
  • Grok wurde als 'wahrheitssuchende' KI mit weniger Einschränkungen konzipiert
  • Als Reaktion verspricht xAI Veröffentlichung der Systemprompts auf GitHub
  • Zusätzlich soll ein 24/7-Überwachungsteam problematische Antworten erkennen

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