Verbraucherschützer warnen:
eBay nutzt Kundendaten für KI-Training
eBay nutzt jetzt eure Namen, Adressen und sogar Ausweisdaten zum KI-Training. Die Plattform informierte zwar per Mail darüber, wählte aber irreführende Formulierungen. Widerspruch ist auch nach Fristablauf noch möglich - allerdings nur für zukünftige Daten.
Diese Formulierung führte dazu, dass viele Nutzer die Tragweite der Änderung nicht erkannten. Tatsächlich umfasst die Datensammlung zahlreiche sensible Informationen: Namen, Adressen, Telefonnummern, Geburtsdaten, Zahlungsinformationen, Transaktionsdetails und in manchen Fällen sogar Ausweisdaten und Selfies.
Diese umfassende Datensammlung rechtfertigt eBay mit einem "berechtigten Interesse" zur Verbesserung seiner Dienste. Die Verbraucherzentrale sieht dies jedoch kritisch und hat auf mögliche Risiken hingewiesen.
Für Nutzer mit gesperrten Konten bietet eBay eine alternative Widerspruchsmöglichkeit über https://dpocontact.corp.ebay.com/s/?language=de an.
eBay beruft sich auf Letzteres, doch Datenschutzexperten bezweifeln, ob die umfassende Datensammlung und -verknüpfung davon gedeckt ist. Besonders die Verknüpfung mit externen Datenquellen könnte problematisch sein, da sie über den ursprünglichen Zweck der Datenerhebung hinausgeht.
Ob eBays Vorgehen rechtlich zulässig ist, werden vermutlich erst Gerichte klären müssen. Bis dahin empfehlen Verbraucherschützer, vom Widerspruchsrecht Gebrauch zu machen - auch wenn die ideale Frist bereits verstrichen ist.
Was haltet ihr von eBays neuer Datenpolitik? Habt ihr bereits widersprochen oder seht ihr in der KI-Nutzung eurer Daten kein Problem? Teilt eure Meinung in den Kommentaren mit uns!
Siehe auch:
eBay nutzt Kundendaten für KI-Training
Seit Ostermontag, dem 21. April 2025, greift bei eBay eine aktualisierte Datenschutzerklärung. Der Online-Marktplatz nutzt nun personenbezogene Daten seiner Nutzer zum Training künstlicher Intelligenz. Was viele nicht wissen: Die Plattform hatte bereits im März per E-Mail darüber informiert - allerdings mit dem irreführenden Hinweis "Sie brauchen nichts weiter zu tun".Diese Formulierung führte dazu, dass viele Nutzer die Tragweite der Änderung nicht erkannten. Tatsächlich umfasst die Datensammlung zahlreiche sensible Informationen: Namen, Adressen, Telefonnummern, Geburtsdaten, Zahlungsinformationen, Transaktionsdetails und in manchen Fällen sogar Ausweisdaten und Selfies.
Datenverknüpfung mit externen Quellen
Besonders brisant: eBay beschränkt sich nicht auf die Daten, die Nutzer direkt auf der Plattform hinterlassen. Laut der neuen Datenschutzerklärung werden auch Informationen aus externen Quellen mit den Nutzerprofilen verknüpft.- Öffentlich verfügbare Online-Daten
- Informationen von Wirtschaftsauskunfteien wie der Schufa
- Daten aus verbundenen Social-Media-Konten (bei Single-Sign-On)
- Informationen von anderen Informationsvermittlern
Diese umfassende Datensammlung rechtfertigt eBay mit einem "berechtigten Interesse" zur Verbesserung seiner Dienste. Die Verbraucherzentrale sieht dies jedoch kritisch und hat auf mögliche Risiken hingewiesen.
Risiken für Verbraucher
Die Verbraucherschützer warnen vor Fehlinterpretationen durch KI-Systeme. Ein Beispiel: Wenn im Internet eine Insolvenz einer Person mit gleichem Namen wie einem eBay-Nutzer erwähnt wird, könnte die KI diese Information fälschlicherweise dem Nutzerprofil zuordnen. Im schlimmsten Fall drohen dann Kontosperrungen oder andere Einschränkungen.Durch eine Automatisierung mit künstlicher Intelligenz könnten solche Fälle womöglich noch häufiger vorkommen.
Widerspruch auch nach Fristablauf möglich
Obwohl die offizielle Frist zum Widerspruch am 21. April abgelaufen ist, können Nutzer der Datenverwendung weiterhin widersprechen. Dies ist über die Website https://accountsettings.ebay.de/ai-preferences möglich. Allerdings gilt der Widerspruch nur für zukünftige Daten - bereits verwendete Informationen können nicht mehr zurückgeholt werden.Für Nutzer mit gesperrten Konten bietet eBay eine alternative Widerspruchsmöglichkeit über https://dpocontact.corp.ebay.com/s/?language=de an.
Rechtliche Bewertung steht noch aus
eBay ist nicht das erste Unternehmen, das Nutzerdaten für KI-Trainings verwendet. Auch andere Tech-Giganten wie Google, Microsoft und Meta nutzen ähnliche Praktiken. Die rechtliche Grundlage dafür ist jedoch umstritten. Nach der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) benötigen Unternehmen für die Verarbeitung personenbezogener Daten entweder eine Einwilligung oder ein berechtigtes Interesse.eBay beruft sich auf Letzteres, doch Datenschutzexperten bezweifeln, ob die umfassende Datensammlung und -verknüpfung davon gedeckt ist. Besonders die Verknüpfung mit externen Datenquellen könnte problematisch sein, da sie über den ursprünglichen Zweck der Datenerhebung hinausgeht.
Ob eBays Vorgehen rechtlich zulässig ist, werden vermutlich erst Gerichte klären müssen. Bis dahin empfehlen Verbraucherschützer, vom Widerspruchsrecht Gebrauch zu machen - auch wenn die ideale Frist bereits verstrichen ist.
Was haltet ihr von eBays neuer Datenpolitik? Habt ihr bereits widersprochen oder seht ihr in der KI-Nutzung eurer Daten kein Problem? Teilt eure Meinung in den Kommentaren mit uns!
Zusammenfassung
- eBay nutzt seit 21. April 2025 Nutzerdaten für KI-Training
- Irreführende E-Mail-Information führte zu geringer Beachtung
- Umfangreiche Datensammlung inklusive externer Informationsquellen
- Verbraucherzentrale warnt vor möglichen Fehlinterpretationen durch KI
- Widerspruch gegen Datennutzung weiterhin über eBay-Website möglich
- Rechtliche Grundlage für Datennutzung ist umstritten
- Verbraucherschützer empfehlen, vom Widerspruchsrecht Gebrauch zu machen
Siehe auch:
- RTX 5090: Scalper verlangen auf Ebay weiterhin Mondpreise - mit Erfolg
- Switch 2-Events: Nicht übertragbare Tickets werden auf eBay verkauft
- eBay-Listings auf Facebook-Marketplace: So will Meta die EU besänftigen
- Ebay: Neue kostenlose Bezahlmethode für deutsche Kunden verfügbar
- Konkurrenz für eBay & Co.: Ikea startet Marktplatz für gebrauchte Möbel
Thema:
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