Claude geht online: Anthropics KI durchsucht jetzt auch das Internet

Claude bekommt Zugriff aufs Internet - und macht dabei vieles anders als ChatGPT & Co. Der KI-Chatbot von Anthropic setzt bei der neuen Websuche-Funktion auf vollständige Transparenz: Jede Information wird mit direkten Quellenlinks belegt.
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    Der KI-Chatbot Claude von Anthropic macht einen wichtigen Entwicklungsschritt: Nach monatelanger Entwicklungszeit erhält der Assistent nun Zugriff auf das Internet. Die neue Websuche-Funktion ermöglicht es dem System, aktuelle Informationen in Echtzeit abzurufen und in seine Antworten einzubeziehen. Bislang war Claude auf sein vortrainiertes Wissen beschränkt, das nur Informationen bis zu einem bestimmten Stichtag enthielt.

    Transparente Quellenangaben als Kernfunktion

    Eine zentrale Eigenschaft von Claudes Websuche ist die Art der Quellenangaben. Der Chatbot präsentiert seine Antworten in einem übersichtlichen Format mit direkten Zitaten und klar sichtbaren Links zu den Original-Quellen. Ähnlich kennt man es etwa bereits von Perplexity. Anthropic Claude 3.7 Sonnet Dies ermöglicht Nutzern eine einfache Überprüfung der Informationen. Die Integration der Websuche erforderte nach Angaben von Anthropic umfangreiche Anpassungen am KI-Modell, da die Funktion tief in die Systemarchitektur eingebettet werden musste.

    Technische Herausforderungen

    Die Verknüpfung von KI-Sprachmodellen mit Websuche-Funktionen stellt Entwickler vor komplexe Aufgaben. Untersuchungen des Tow Center for Digital Journalism haben gezeigt, dass gängige Chatbots bei mehr als 60 Prozent der Fragen falsche Antworten liefern.

    Die Ursache liegt in der Funktionsweise der probabilistischen Sprachmodelle: Sie generieren Antworten auf Basis von Wahrscheinlichkeiten, was zu Ungenauigkeiten führen kann. Anthropic versucht dieses Problem durch die konsequente Offenlegung der Quellen zu minimieren.

    Schrittweise Einführung geplant

    Die Websuche-Funktion steht zunächst als "Feature Preview" ausschließlich zahlenden Claude-Nutzern in den USA zur Verfügung. Das Unternehmen plant, den Zugang in den kommenden Wochen auch für kostenlose Accounts und weitere Länder freizuschalten.

    Technisch basiert die Implementation auf dem Claude 3.7 Sonnet-Modell. Nutzer müssen die Websuche in ihren Profileinstellungen aktiv einschalten, um sie verwenden zu können.

    Wie bewertet ihr die neue Websuche-Funktion von Claude? Denkt ihr, dass die transparente Quellenangabe tatsächlich dabei helfen kann, KI-generierte Fehlinformationen zu reduzieren? Teilt eure Gedanken dazu in den Kommentaren!

    Zusammenfassung
    • Anthropics KI-Chatbot Claude erhält Zugriff auf Echtzeit-Websuche
    • Neue Funktion ermöglicht aktuelle Informationen in Antworten
    • Übersichtliches Format mit Zitaten und Links zu Original-Quellen
    • Zunächst als 'Feature Preview' für zahlende US-Nutzer verfügbar
    • Basiert auf Claude 3.7 Sonnet Modell und muss aktiviert werden
    • Transparente Quellenangaben sollen Fehlinformationen reduzieren
    • Komplexe Herausforderung: KI-Modelle mit Websuche zu verknüpfen

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