Kaum noch Neuerungen: Smartwatch-Verkäufe gehen erstmals zurück
Erstmals seit Einführung der ersten Smartwatches sind die Verkaufszahlen der Geräte weltweit geschrumpft. Laut aktuellen Zahlen des Marktforschungsunternehmens Counterpoint gingen die Auslieferungen im vergangenen Jahr um sieben Prozent zurück.
"Der größte Treiber des Rückgangs war Nordamerika, wo das Fehlen der Ultra 3 und minimale Verbesserungen in der S10-Serie dazu führten, dass Verbraucher von einem Kauf absahen", erklärte Anshika Jain, Senior Research Analyst bei Counterpoint. Zusätzlich belastete Apple ein Verkaufs- und Importverbot in den USA Ende 2023 und Anfang 2024, das auf einen Patentstreit um die Blut-Sauerstoff-Messung zurückging.
Trotz der Einbußen hielt Apple im letzten Quartal des Jahres einen Marktanteil von 22 Prozent, gegenüber 25 Prozent im Vorjahr. Dies reichte weiter für den Spitzenplatz. Denn auch bei anderen Anbietern lief es nicht gerade rosig. "Wir haben eine Entwicklung von einem innovativen, aufregenden Produkt zu einem etablierten Gerät durchlaufen, das nur noch geringfügige Verbesserungen erfährt", kommentierte Leo Gebbie, Analyst bei CCS Insight.
Trotz des allgemeinen Rückgangs verzeichneten insbesondere chinesische Hersteller wie Xiaomi, Huawei und Imoo noch deutliche Zuwächse. Der chinesische Anteil am Weltmarkt wuchs von 19 auf 25 Prozent und lag damit erstmals vor Indien und Nordamerika. Dies können natürlich vor allem die heimischen Produzenten für sich nutzen.
Den größten Anstieg unter allen Herstellern konnte Xiaomi verbuchen: Die Absätze des Unternehmens stiegen um 135 Prozent. Die erschwinglichen Smart-Band-Modelle des Unternehmens sind deutlich günstiger als die Produkte von Apple oder Samsung, was ihnen speziell in Süd- und Osteuropa eine starke Marktposition verschafft.
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Apple sackt ab
Besonders drastisch fiel der Rückgang für Marktführer Apple aus: Die Verkaufszahlen der Apple Watch sanken um 19 Prozent im Jahresvergleich. Gründe für diesen Einbruch seien laut Counterpoint unter anderem das Fehlen innovativer Neuerungen in den aktuellen Apple-Modellen sowie die nicht erfolgte Veröffentlichung der Premium-Variante Ultra 3, über die im Vorfeld spekuliert wurde."Der größte Treiber des Rückgangs war Nordamerika, wo das Fehlen der Ultra 3 und minimale Verbesserungen in der S10-Serie dazu führten, dass Verbraucher von einem Kauf absahen", erklärte Anshika Jain, Senior Research Analyst bei Counterpoint. Zusätzlich belastete Apple ein Verkaufs- und Importverbot in den USA Ende 2023 und Anfang 2024, das auf einen Patentstreit um die Blut-Sauerstoff-Messung zurückging.
Trotz der Einbußen hielt Apple im letzten Quartal des Jahres einen Marktanteil von 22 Prozent, gegenüber 25 Prozent im Vorjahr. Dies reichte weiter für den Spitzenplatz. Denn auch bei anderen Anbietern lief es nicht gerade rosig. "Wir haben eine Entwicklung von einem innovativen, aufregenden Produkt zu einem etablierten Gerät durchlaufen, das nur noch geringfügige Verbesserungen erfährt", kommentierte Leo Gebbie, Analyst bei CCS Insight.
Trotz des allgemeinen Rückgangs verzeichneten insbesondere chinesische Hersteller wie Xiaomi, Huawei und Imoo noch deutliche Zuwächse. Der chinesische Anteil am Weltmarkt wuchs von 19 auf 25 Prozent und lag damit erstmals vor Indien und Nordamerika. Dies können natürlich vor allem die heimischen Produzenten für sich nutzen.
Kinder im Trend
Ein besonders starker Trend zeigte sich auch bei Smartwatches für Kinder. Die Marke Imoo, in China als "Little Genius" bekannt, steigerte ihre Auslieferungen um 22 Prozent. Laut Analyst Balbir Singh wachse das Segment, da Eltern verstärkt auf Sicherheits- und Ortungsfunktionen setzen, die sich in einer Smartwatch praktischer umsetzen lassen als bei einem Smartphone, dass gern irgendwo liegengelassen wird.Den größten Anstieg unter allen Herstellern konnte Xiaomi verbuchen: Die Absätze des Unternehmens stiegen um 135 Prozent. Die erschwinglichen Smart-Band-Modelle des Unternehmens sind deutlich günstiger als die Produkte von Apple oder Samsung, was ihnen speziell in Süd- und Osteuropa eine starke Marktposition verschafft.
Zusammenfassung
- Smartwatch-Verkäufe gingen 2024 erstmals um sieben Prozent zurück
- Apples Verkaufszahlen sanken um 19 Prozent wegen fehlender Innovationen
- Trotz Rückgang bleibt Apple mit 22 Prozent Marktanteil Marktführer
- Chinesische Hersteller verzeichneten Zuwächse und erreichten 25 Prozent
- Smartwatches für Kinder zeigten sich als starker Wachstumstrend
- Xiaomi erzielte mit 135 Prozent den größten Anstieg aller Hersteller
- Günstige Modelle gewinnen in Süd- und Osteuropa an Marktanteilen
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