Google blockt Millionen schädlicher Apps - und will besser werden

Der Google Play Store ist des Öfteren wegen Apps mit versteckten Schad­funk­tio­nen in den Schlagzeilen. Das täuscht etwas darüber hin­weg, wie viele weitere problematische Anwendungen gefunden und gesperrt werden - und das soll bald noch besser werden.
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158.000 Entwickler gesperrt

Google hat nach eigenen Angaben im Jahr 2024 über 2,36 Millionen Apps, die gegen die Richtlinien des Unternehmens verstoßen haben, vor der Ver­öf­fent­li­chung im Google Play Store blockiert. Zudem wurden mehr als 158.000 Ent­wick­ler­kon­ten gesperrt, die versucht hatten, solche schädlichen Apps zu veröffentlichen, teilte das Unternehmen mit.

Weiterhin wurden 1,3 Millionen Apps daran gehindert, übermäßigen oder unnötigen Zugriff auf sensible Nutzerdaten zu erhalten, indem mit den Drittanbietern entsprechend zusammengearbeitet wurde. Google Play Protect, eine standardmäßig auf Android-Geräten aktivierte Sicherheitsfunktion zur Erkennung neuartiger Bedrohungen, identifizierte zudem 13 Millionen neue schädliche Apps, die am Play Store vorbei auf Android-Geräten installiert wurden.


"Durch die enge Zusammenarbeit mit Entwicklern nutzen über 91 Prozent der App-Installationen im Google Play Store jetzt die jüngsten Schutzmaßnahmen von Android 13 oder neuer", erklärten Bethel Otuteye und Khawaja Shams vom Android Security and Privacy Team. Im Vergleich zu den aktuellen Zahlen blockierte das Unternehmen 1,43 Millionen und 2,28 Millionen riskante Apps in den Jahren 2022 und 2023.

Zu den wachsenden Zahlen vorab gesperrter Apps trägt auch eine Weiterentwicklung des Prüfprozesses bei. Die zuständigen Google-Mitarbeiter bekommen hier zunehmend Unterstützung von speziell dafür trainierten KI-Systemen. Inzwischen seien 92 Prozent der Funde durch eine Zusammenarbeit von KI und Mensch zustande gekommen, hieß es.

Technische Hilfe

Google teilte außerdem mit, dass die Nutzung der Play Integrity API durch Entwickler, die es ihnen ermöglicht, zu überprüfen, ob ihre Apps böswillig verändert wurden oder in potenziell gefährdeten Umgebungen ausgeführt werden, im Durchschnitt zu einem Rückgang der Nutzung ihrer Apps aus nicht verifizierten und nicht ver­trau­ens­wür­di­gen Quellen um 80 Prozent geführt hat.

Um die Sicherheitslage weiter zu verbessern, kündigte Google ein neues "Verified"-Badge für VPN-Apps an, die eine Mobile Application Security Assessment (MASA)-Prüfung erfolgreich bestanden haben. Google hatte diesen Plan bereits im November 2023 vorgestellt. "Dieses neue Badge soll Apps hervorheben, die die Privatsphäre und Sicherheit der Nutzer priorisieren, Benutzern helfen, fundierte Entscheidungen über die von ihnen verwendeten VPN-Apps zu treffen, und das Vertrauen in die Apps, die sie letztendlich herunterladen, stärken", so Google.

Zusammenfassung
  • Google blockierte 2024 über 2,36 Millionen Apps vor Veröffentlichung
  • Mehr als 158.000 Entwicklerkonten wurden wegen schädlicher Apps gesperrt
  • 1,3 Millionen Apps erhielten keinen Zugriff auf sensible Nutzerdaten
  • Play Protect erkannte 13 Millionen neue schädliche Apps außerhalb des Stores
  • 91 Prozent der App-Installationen nutzen neueste Android-Schutzmaßnahmen
  • KI unterstützt zunehmend bei der Erkennung problematischer Apps
  • Neues 'Verified'-Badge für VPN-Apps nach erfolgreicher MASA-Prüfung geplant

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