Ransomware: UK wagt Strategiewechsel, will Zahlungen verbieten
Die britische Regierung plant ein Verbot von Lösegeldzahlungen bei Ransomware-Angriffen für öffentliche Einrichtungen und kritische Infrastruktur. Ziel ist es, Cyberkriminelle finanziell auszutrocknen und die Attraktivität solcher Angriffe zu verringern.
Ziel der Maßnahme ist es, so der Guardian, den Geldfluss zu kriminellen Netzwerken zu unterbinden und so die Attraktivität von Ransomware-Angriffen zu reduzieren. Nach Schätzungen der britischen Regierung flossen im Jahr 2023 weltweit rund eine Milliarde Dollar an Cyberkriminelle. Mit dem geplanten Verbot soll nun ein Riegel vorgeschoben werden.
Experten bewerten die Pläne der britischen Regierung unterschiedlich. Jamie MacColl vom Royal United Services Institute bezeichnete sie als "bedeutendste Intervention gegen Ransomware durch eine nationale Regierung bisher". Er begrüßte insbesondere die geplante Meldepflicht, die den Strafverfolgungsbehörden helfen werde, Kriminelle zu stören.
Allerdings äußerte MacColl auch Zweifel an der Wirksamkeit eines selektiven Zahlungsverbots. Ransomware-Banden seien oft opportunistisch und nicht wählerisch genug, um bestimmte Sektoren zu meiden. Es bestehe die Gefahr, dass öffentliche Einrichtungen weiterhin angegriffen würden, ohne die Möglichkeit zu haben, sich freizukaufen.
Großbritannien ist nicht das erste Land, das solche Maßnahmen ergreift. In den USA gibt es bereits ähnliche Bestrebungen auf bundesstaatlicher Ebene. North Carolina hat beispielsweise im Jahr 2022 ein Gesetz verabschiedet, das staatlichen Behörden die Zahlung von Lösegeld untersagt.
Was denkt ihr über die Pläne der britischen Regierung? Könnte ein Zahlungsverbot Ransomware-Angriffe effektiv eindämmen oder seht ihr eher Risiken? Teilt eure Meinung gerne in den Kommentaren!
Siehe auch:
Großbritannien verschärft Kurs gegen Cyberkriminalität
Die britische Regierung plant einen radikalen Schritt im Kampf gegen Ransomware-Angriffe. Ein neuer Gesetzesentwurf sieht vor, öffentlichen Einrichtungen wie Schulen, Krankenhäusern und Gemeindeverwaltungen die Zahlung von Lösegeld an Cyberkriminelle zu verbieten. Auch Betreiber kritischer Infrastrukturen wie Energieversorger sollen künftig keine Zahlungen mehr an Erpresser leisten dürfen.Ziel der Maßnahme ist es, so der Guardian, den Geldfluss zu kriminellen Netzwerken zu unterbinden und so die Attraktivität von Ransomware-Angriffen zu reduzieren. Nach Schätzungen der britischen Regierung flossen im Jahr 2023 weltweit rund eine Milliarde Dollar an Cyberkriminelle. Mit dem geplanten Verbot soll nun ein Riegel vorgeschoben werden.
Mit etwa einer Milliarde Dollar, die 2023 weltweit an Ransomware-Kriminelle geflossen sind, ist es unerlässlich, dass wir handeln, um die nationale Sicherheit zu schützen. Diese Vorschläge helfen uns, der Bedrohung durch Ransomware in ihrem Ausmaß zu begegnen, indem wir diese kriminellen Netzwerke in ihren Geldbörsen treffen und die wichtige finanzielle Pipeline, auf die sie sich verlassen, kappen.
Meldepflicht und Zahlungsblockaden
Neben dem Zahlungsverbot sieht der Gesetzesentwurf auch eine Meldepflicht für Ransomware-Vorfälle vor. Organisationen, die nicht unter das Verbot fallen, müssen künftig die Behörden informieren, wenn sie eine Lösegeldzahlung in Erwägung ziehen. Die Regierung behält sich das Recht vor, solche Zahlungen zu blockieren - etwa wenn der Verdacht besteht, dass das Geld an sanktionierte Gruppen fließen könnte. Infografik Cyberkriminalität: Wovon sich die Deutschen im Netz bedroht fühlen
Experten bewerten die Pläne der britischen Regierung unterschiedlich. Jamie MacColl vom Royal United Services Institute bezeichnete sie als "bedeutendste Intervention gegen Ransomware durch eine nationale Regierung bisher". Er begrüßte insbesondere die geplante Meldepflicht, die den Strafverfolgungsbehörden helfen werde, Kriminelle zu stören.
Allerdings äußerte MacColl auch Zweifel an der Wirksamkeit eines selektiven Zahlungsverbots. Ransomware-Banden seien oft opportunistisch und nicht wählerisch genug, um bestimmte Sektoren zu meiden. Es bestehe die Gefahr, dass öffentliche Einrichtungen weiterhin angegriffen würden, ohne die Möglichkeit zu haben, sich freizukaufen.
Großbritannien ist nicht das erste Land, das solche Maßnahmen ergreift. In den USA gibt es bereits ähnliche Bestrebungen auf bundesstaatlicher Ebene. North Carolina hat beispielsweise im Jahr 2022 ein Gesetz verabschiedet, das staatlichen Behörden die Zahlung von Lösegeld untersagt.
Was denkt ihr über die Pläne der britischen Regierung? Könnte ein Zahlungsverbot Ransomware-Angriffe effektiv eindämmen oder seht ihr eher Risiken? Teilt eure Meinung gerne in den Kommentaren!
Zusammenfassung
- Britische Regierung plant Verbot von Lösegeldzahlungen bei Ransomware
- Verbot soll für öffentliche Einrichtungen und kritische Infrastruktur gelten
- Ziel ist es, den Geldfluss zu kriminellen Netzwerken zu unterbinden
- Meldepflicht für Ransomware-Vorfälle außerhalb des Verbots vorgesehen
- Experten bewerten die Pläne unterschiedlich: Chancen und Risiken werden gesehen
- Ähnliche Bestrebungen gibt es bereits in einigen US-Bundesstaaten
- 2023 flossen weltweit rund eine Milliarde Dollar an Cyberkriminelle
Siehe auch:
- Fieser Ransomware-Angriff gegen Nutzer der Amazon-Cloud
- GTA-Leak stellt sich als Fake heraus, enthält gefährliche Ransomware
- Ransomware: Casio kann seit fast zwei Wochen nicht mehr arbeiten
- Russische Ransomware-Banden zunehmend im Staatsauftrag unterwegs
- Ransomware-Attacke: Pharmaunternehmen zahlt Rekordsumme
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