Bericht des US-Senats: Amazon hat interne Studien zu Unfällen ignoriert
Eine Untersuchung des US-Senats deckt auf: Amazon ignorierte interne Warnungen zu Verletzungsrisiken in seinen Lagerhäusern. Der Handelsriese steht schon lange in der Kritik, Profite über die Sicherheit seiner Mitarbeiter zu stellen.
Besonders schwer wiegen die Vorwürfe, dass Amazon eigene Forschungsergebnisse zu Verletzungsrisiken missachtet habe. Zwei interne Studien, "Project Elderwand" und "Project Soteria", identifizierten direkte Zusammenhänge zwischen hohen Arbeitsquoten und erhöhten Verletzungsraten. Die New York Times berichtet, dass die vom Senatsausschuss gesammelten Dokumente zeigen, dass das Amazon-Gesundheits- und Sicherheitspersonal entsprechende Gegenmaßnahmen ab. Trotz Empfehlungen zur Reduzierung des Arbeitstempos sollen Führungskräfte diese aus Sorge um Produktivitätseinbußen abgelehnt haben. Infografik: Amazon sitzt die chinesische Konkurrenz im Nacken
Die Untersuchung ergab zudem, dass die Verletzungsraten in Amazon-Lagerhäusern fast doppelt so hoch sind wie der Branchendurchschnitt. Kritiker argumentieren seit Langem, dass Amazons strikte Produktionsquoten zu diesen hohen Verletzungsraten führen. Das Unternehmen hat diese Kritik bisher stets zurückgewiesen und behauptet, keine strikten Quoten zu verwenden.
Das ist nicht das erste Mal, dass Amazon wegen seiner Arbeitsbedingungen in die Kritik gerät. Bereits 2021 gab es Berichte über problematische Arbeitsbedingungen in den Lagerhäusern des Unternehmens. Die Erkenntnisse des Senatsausschusses könnten weitreichende Folgen für Amazon haben. Sie untermauern nicht nur frühere Berichte über problematische Arbeitsbedingungen, sondern werfen auch Fragen zur Unternehmenskultur und Prioritätensetzung auf.
Siehe auch:
Alarmierende Erkenntnisse zu Amazons Arbeitssicherheit
Eine Untersuchung des US-Senats bringt den E-Commerce-Giganten Amazon erneut in Bedrängnis. Der Bericht des Ausschusses für Gesundheit, Bildung, Arbeit und Renten unter Vorsitz von Senator Bernie Sanders wirft Amazon vor, interne Warnungen zu hohen Verletzungsraten in seinen Lagerhäusern ignoriert zu haben. Die Erkenntnisse stützen sich auf umfangreiche Datenanalysen und Interviews mit mehr als 130 Amazon-Mitarbeitern.Besonders schwer wiegen die Vorwürfe, dass Amazon eigene Forschungsergebnisse zu Verletzungsrisiken missachtet habe. Zwei interne Studien, "Project Elderwand" und "Project Soteria", identifizierten direkte Zusammenhänge zwischen hohen Arbeitsquoten und erhöhten Verletzungsraten. Die New York Times berichtet, dass die vom Senatsausschuss gesammelten Dokumente zeigen, dass das Amazon-Gesundheits- und Sicherheitspersonal entsprechende Gegenmaßnahmen ab. Trotz Empfehlungen zur Reduzierung des Arbeitstempos sollen Führungskräfte diese aus Sorge um Produktivitätseinbußen abgelehnt haben. Infografik: Amazon sitzt die chinesische Konkurrenz im Nacken
Die Untersuchung ergab zudem, dass die Verletzungsraten in Amazon-Lagerhäusern fast doppelt so hoch sind wie der Branchendurchschnitt. Kritiker argumentieren seit Langem, dass Amazons strikte Produktionsquoten zu diesen hohen Verletzungsraten führen. Das Unternehmen hat diese Kritik bisher stets zurückgewiesen und behauptet, keine strikten Quoten zu verwenden.
Die Fakten sind, dass unsere Erwartungen an unsere Mitarbeiter sicher und angemessen sind.Amazon-Sprecherin Kelly Nantel wies die Vorwürfe zurück und bezeichnete den Bericht als fehlerhaft.
Das ist nicht das erste Mal, dass Amazon wegen seiner Arbeitsbedingungen in die Kritik gerät. Bereits 2021 gab es Berichte über problematische Arbeitsbedingungen in den Lagerhäusern des Unternehmens. Die Erkenntnisse des Senatsausschusses könnten weitreichende Folgen für Amazon haben. Sie untermauern nicht nur frühere Berichte über problematische Arbeitsbedingungen, sondern werfen auch Fragen zur Unternehmenskultur und Prioritätensetzung auf.
Zusammenfassung
- US-Senat deckt auf: Amazon ignorierte Warnungen zu Verletzungsrisiken
- Interne Studien zeigten Zusammenhang zwischen Arbeitsquoten und Unfällen
- Verletzungsraten in Amazon-Lagern fast doppelt so hoch wie Branchenschnitt
- Führungskräfte lehnten Empfehlungen zur Reduzierung des Arbeitstempos ab
- Amazon-Sprecherin weist Vorwürfe zurück und bezeichnet Bericht als fehlerhaft
- Erkenntnisse könnten weitreichende Folgen für Amazons Unternehmenskultur haben
Siehe auch:
- Amazon verschob Microsoft-365-Einführung wegen Sicherheitsbedenken
- Amazon: Programmierer programmieren nur eine Stunde am Tag
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Thema:
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