Durchbruch: Erste Satelliten-SMS in Europa von Telekom versendet

Die Deutsche Telekom, Qualcomm und Skylo haben einen Meilenstein in der Mobilfunktechnologie erreicht: Erstmals in Europa wurde erfolgreich eine SMS über Satellit an ein Smartphone gesendet. Diese Technologie könnte Empfangsprobleme in entlegenen Gebieten lösen.
Logo, Mobilfunk, Deutsche Telekom, Telekom, Provider, Mobilfunkanbieter, Netzbetreiber, Mobilfunktarif, T-Mobile, Mobilfunkbetreiber, Telekommunikationsunternehmen, Isp, T-Online, T-Systems, Telekom Logo

Satelliten-SMS: Kommunikation ohne Funkloch

Der Test fand in Griechenland bei Cosmote, einer Tochtergesellschaft der Deutschen Telekom, statt und stellt den ersten erfolgreichen Versuch dieser Art in Europa dar.

Die innovative Technologie, bekannt als "NB-NTN" (Narrowband-Non-Terrestrial Network), ermöglicht es Nutzern, SMS direkt von ihren Smartphones über GEO-Satelliten zu versenden. Dies bedeutet, dass selbst in Regionen ohne terrestrische Netzabdeckung eine Grundkommunikation möglich wird. Für Nutzer in abgelegenen Gebieten oder bei Naturkatastrophen könnte diese Technologie von großer Bedeutung sein.

Günstige Tarife: Black-Friday-Deals 2024 (Anzeige)
Wie die Telekom berichtet, wurde der End-to-End-Test erfolgreich abgeschlossen. Eine SMS wurde von einem Endgerät mit Cosmote-SIM-Karte über das Satellitennetz von Skylo im MSS-Spektrum (Mobile Satellite Services) gesendet.

Zukunftsweisende Technik

Die Technologie kann europaweit genutzt werden, ohne die komplexen Herausforderungen der grenzüberschreitenden Frequenzkoordinierung einbinden zu müssen. Die Bedeutung dieser Entwicklung wird durch die Aussage von Antje Williams, Senior Vice President Business Creation bei der Deutschen Telekom, unterstrichen:

Direct-to-Handset wird eine wichtige Zusatzfunktion für unsere Mobilfunknetze sein. Sie ermöglicht unseren Kunden, ohne separate Apps von überall aus auf ihren regulären Geräten SMS zu schreiben.
Antje Williams, Senior Vice President Business Creation, Deutsche Telekom
Qualcomm spielt eine Schlüsselrolle in dieser technologischen Evolution. Das Unternehmen plant, mit dem Snapdragon X80 Modem, integriert im Snapdragon 8 Elite, die Satelliten-Kommunikation weiterzuentwickeln. Dieses Modem soll nicht nur SMS, sondern auch Notrufe in Regionen ohne herkömmlichen Mobilfunkempfang ermöglichen. Infografik: SMS verzeichnen erstmals seit 2012 wieder einen leichten AnstiegSMS verzeichnen erstmals seit 2012 wieder einen leichten Anstieg

Wiederbelebung der klassischen SMS?

Diese Technologie könnte der klassischen SMS, die in den letzten Jahren stark an Bedeutung verloren hat, neuen Auftrieb geben. Im vergangenen Jahr wurden nur noch 5,3 Milliarden SMS versendet, doch die Möglichkeit, in entlegenen Gebieten zu kommunizieren, könnte die Nutzung wieder ankurbeln.

Trotz des erfolgreichen Tests ist klar - ganz so einfach wird es nicht, die Technik einzusetzen.

  • Die Bandbreite von Satelliten-Verbindungen ist begrenzt, was die Übertragung größerer Datenmengen erschwert.
  • Wetterbedingungen und die Positionierung von Satelliten können die Signalqualität beeinflussen.
  • Die Technologie muss weiter getestet und optimiert werden, bevor sie für den breiten Markt verfügbar ist.

Dennoch sehen Experten großes Potenzial in dieser Technologie. Sie könnte nicht nur für Notfallkommunikation, sondern auch für IoT-Anwendungen in abgelegenen Gebieten genutzt werden. Die Telekom plant, die Technologie weiter zu testen und zu optimieren, bevor sie für den breiten Markt verfügbar gemacht wird.

Was haltet ihr von dieser neuen Satelliten-SMS-Technologie? Seht ihr darin eine sinnvolle Ergänzung zu bestehenden Kommunikationsmöglichkeiten oder eher eine Nischenlösung? Teilt eure Gedanken und Erfahrungen in den Kommentaren!

Zusammenfassung
  • Erste europäische SMS über Satellit von Telekom erfolgreich getestet
  • Technologie ermöglicht Kommunikation in entlegenen Gebieten
  • Test in Griechenland mit Cosmote-SIM-Karte und Skylo-Satellitennetz
  • Qualcomm entwickelt ein Modem für erweiterte Satellitenkommunikation
  • Begrenzte Bandbreite und Wettereinflüsse als technische Herausforderungen
  • Potenzial für Notfallkommunikation und IoT-Anwendungen in Randgebieten
  • Weitere Tests und Optimierungen vor Markteinführung geplant


Großer Mobilfunk-Vergleichs-Rechner
Siehe auch:
Jetzt einen Kommentar schreiben


Alle Kommentare zu dieser News anzeigen
Kurs der T-Aktie
Tipp einsenden
❤ WinFuture unterstützen
Sie wollen online einkaufen? Dann nutzen Sie bitte einen der folgenden Links, um WinFuture zu unterstützen: Vielen Dank!