Gaga oder genial? Japaner zeigen kuriose 'Menschen-Waschmaschine'

Aus Japan kommen immer wieder aufsehenerregende Erfindungen. Dazu zählt auch ein Gerät, das vor über 50 Jahren schon einmal scheiterte. Jetzt feiert die Waschmaschine für Menschen allerdings ihre Rückkehr. Einfach einsteigen, entspannen und sich waschen lassen.
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Körperreinigung im Schonwaschgang

Japaner haben einfach ein anderes Verhältnis zu Technologie als die Deutschen. Was uns hierzulande albern und irgendwie schräg vorkommt, ist dort oft allgemein akzeptiert und Teil des Alltags. Doch selbst im Land der aufgehenden Sonne sorgte die Waschmaschine für Menschen bei ihrer Vorstellung auf der Japan World Exposition 1970 für Aufsehen.

Entwickelt von Sanyo Electric Co. (heute Panasonic Holdings Corp.), versprach das Gerät, in das sich Nutzer wie in eine Art Cockpit hineinsetzen, ein automatisiertes Badeerlebnis mit Ultraschall und Massagebällen. Nutzer mussten nichts weiter tun, als sich in die mannsgroße Kapsel hineinzusetzen. Obwohl das Projekt kommerziell scheiterte, hinterließ es einen bleibenden Eindruck. Wohl auch bei Yasuaki Aoyama, damals ein Viertklässler.


Neuauflage der "Menschen-Waschmaschine"

Heute ist Aoyama Vorsitzender von Science Co., einem Hersteller von Duschköpfen in Osaka. Mit der neuen "Mirai Ningen Sentakuki" - der "Menschen-Waschmaschine der Zukunft" - gib es nun einen zweiten Anlauf mit der Erfindung, wie The Asashi Shimbun berichtet. Die modernisierte Version des Geräts soll auf der kommenden Osaka Kansai Expo im April 2025 vorgestellt werden. Expo-Besucher können das Gerät vor Ort sogar testen.

Die neue "Waschmaschine" erinnert optisch an eine Art Badewanne mit Deckel. Nutzer sitzen in einem zentralen Sitz, während Sensoren ihren Puls und Temperatur überwachen. Eine transparente Kuppel projiziert beruhigende Bilder, gesteuert durch ein KI-System, das die Stimmung des Nutzers analysiert. Der automatische Wasch- und Trocknungsprozess des Körpers soll in etwa 15 Minuten dauern.

Mirai Ningen Sentakuki: Menschliche WaschmaschineMirai Ningen Sentakuki: Menschliche WaschmaschineMirai Ningen Sentakuki: Menschliche WaschmaschineMirai Ningen Sentakuki: Menschliche Waschmaschine

Während der Expo sollen bis zu 1000 Besucher täglich das Gerät ausprobieren können. Aoyama und sein Team planen zudem eine Version der Waschmaschine für den Heimgebrauch, die über das Waschen hinaus auch der mentalen Entspannung seiner Besitzer dienen soll. Was die Mirai Ningen Sentakuki kosten soll, wird allerdings nicht verraten.

Andere kuriose Erfindungen

In der jüngeren Vergangenheit sorgten bereits andere japanische Tech-'Errungenschaften' für Aufsehen bzw. ein Schmunzeln bei dem ein oder anderen. So hatte ein japanischer Forscher etwa einen Geschmacks-TV zum Abschlecken erfunden. Auch versuchte die Stadtverwaltung von Tokio, ihre eher fortpflanzungsfaulen Bürger mittels einer speziellen Dating-App zu 'motivieren'.

Zusammenfassung
  • Japanische Erfindung: 'Menschen-Waschmaschine' feiert Comeback nach 50 Jahren
  • Automatisiertes Badeerlebnis mit Ultraschall und Massage in mannsgroßer Kapsel
  • Neue Version 'Mirai Ningen Sentakuki' wird auf Osaka Kansai Expo 2025 gezeigt
  • 15-minütiger Wasch- und Trocknungsprozess mit KI-gesteuerter Stimmungsanalyse
  • Bis zu 1000 Expo-Besucher können das Gerät täglich testen
  • Heimversion soll auch der mentalen Entspannung dienen
  • Japan bekannt für kuriose Tech-Erfindungen wie Geschmacks-TV zum Abschlecken

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