LISA: NASA zeigt den Prototyp des spektakulärsten Forschungsprojekts
Die NASA hat einen ersten Blick auf eines der technisch wohl spektakulärsten Entwicklungsprojekte in der Raumfahrt gezeigt: Die ersten Prototypen für das geplante Weltraum-Teleskop LISA (Laser Interferometer Space Antenna) sind zu sehen.
LISA soll als Weltraumteleskop für Gravitationswellen dienen. Bisher konnten diese Verzerrungen des Raum-Zeit-Gefüges nur mit aufwendigen Detektoren auf der Erde nachgewiesen werden. Dabei werden Laser-Strahlen über eine längere Distanz und unterschiedliche Richtungen an einem Punkt so zusammengeführt, dass sich ihre Wellen gegenseitig auslöschen. Bei einer minimalen Veränderung der Strecke funktioniert der Effekt nicht mehr und das Licht wird wieder sichtbar.
Prototyp noch im Transportrahmen
Damit dies funktioniert, müssen die Elemente des Detektors auf mehreren hundert Metern mit äußerster Präzision angeordnet werden. Unter Federführung der europäischen Raumfahrorganisation ESA soll dies bei LISA aber im Weltraum umgesetzt werden. Dafür werden die Sonden in einem Dreieck mit Schenkellängen von rund 2,5 Millionen Kilometern - das ist größer als der Durchmesser der Sonne - platziert.
Checks im abgedunkelten Reinraum
Ryan DeRosa, Forscher am Goddard Space Flight Center der NASA, erklärte, dass die NASA alle sechs Teleskope für die LISA-Mission bereitstellt. Diese Teleskope sollen sowohl Infrarot-Laserstrahlen senden als auch empfangen, um die Positionen der anderen Sonden zu überwachen. Der kürzlich vorgestellte Prototyp, genannt "Engineering Development Unit Telescope", wird bei der weiteren Entwicklung der Flughardware eine entscheidende Rolle spielen.
Blick auf den vergoldeten Spiegel
Der Start der LISA-Mission ist für die Mitte der 2030er-Jahre geplant. Diese Mission wird als bedeutender Schritt in der Erforschung des Universums angesehen, da sie die Detektion von Gravitationswellen auf eine neue Ebene heben soll. Bisher können nur solche erfasst werden, die beispielsweise bei der Kollision supermassereicher Schwarzer Löcher entstanden. LISA wird sehr viel feiner arbeiten und auch weniger große Ereignisse anmessen können.
Siehe auch:
Extreme Präzision
Im Grunde sind alle neuen Forschungsmissionen mit ihren Sonden und Rovern jeweils Höhepunkte der technischen Entwicklung. LISA nimmt aber selbst unter diesen eine Sonderstellung ein. Denn die Mission wird davon abhängen, mehrere Raumfahrzeuge über Distanzen von Millionen Kilometern hinweg mit absoluter Genauigkeit zueinander zu platzieren.LISA soll als Weltraumteleskop für Gravitationswellen dienen. Bisher konnten diese Verzerrungen des Raum-Zeit-Gefüges nur mit aufwendigen Detektoren auf der Erde nachgewiesen werden. Dabei werden Laser-Strahlen über eine längere Distanz und unterschiedliche Richtungen an einem Punkt so zusammengeführt, dass sich ihre Wellen gegenseitig auslöschen. Bei einer minimalen Veränderung der Strecke funktioniert der Effekt nicht mehr und das Licht wird wieder sichtbar.
Prototyp noch im Transportrahmen
Damit dies funktioniert, müssen die Elemente des Detektors auf mehreren hundert Metern mit äußerster Präzision angeordnet werden. Unter Federführung der europäischen Raumfahrorganisation ESA soll dies bei LISA aber im Weltraum umgesetzt werden. Dafür werden die Sonden in einem Dreieck mit Schenkellängen von rund 2,5 Millionen Kilometern - das ist größer als der Durchmesser der Sonne - platziert.
Checks im abgedunkelten Reinraum
Ryan DeRosa, Forscher am Goddard Space Flight Center der NASA, erklärte, dass die NASA alle sechs Teleskope für die LISA-Mission bereitstellt. Diese Teleskope sollen sowohl Infrarot-Laserstrahlen senden als auch empfangen, um die Positionen der anderen Sonden zu überwachen. Der kürzlich vorgestellte Prototyp, genannt "Engineering Development Unit Telescope", wird bei der weiteren Entwicklung der Flughardware eine entscheidende Rolle spielen.
Start in zehn Jahren
Der Prototyp wurde von L3Harris Technologies in Rochester, New York, hergestellt und im Mai an das Goddard Space Flight Center geliefert. Das gesamte Teleskop besteht aus einem speziellen Glas-Keramik-Material namens Zerodur, das in Deutschland von der Firma Schott produziert wird. Dieses Material zeichnet sich dadurch aus, dass es seine Form über einen weiten Temperaturbereich hinweg kaum verändert, was für präzise Messungen im All entscheidend ist. Die Hauptspiegel des Teleskops sind mit einer Goldbeschichtung versehen, um die Infrarot-Laser optimal zu reflektieren und gleichzeitig den Wärmeverlust in den kalten Weiten des Weltraums zu minimieren.
Blick auf den vergoldeten Spiegel
Der Start der LISA-Mission ist für die Mitte der 2030er-Jahre geplant. Diese Mission wird als bedeutender Schritt in der Erforschung des Universums angesehen, da sie die Detektion von Gravitationswellen auf eine neue Ebene heben soll. Bisher können nur solche erfasst werden, die beispielsweise bei der Kollision supermassereicher Schwarzer Löcher entstanden. LISA wird sehr viel feiner arbeiten und auch weniger große Ereignisse anmessen können.
Zusammenfassung
- NASA präsentiert Prototyp für Weltraumteleskop LISA zur Messung von Gravitationswellen
- LISA besteht aus drei Sonden, die in 2,5 Millionen Kilometer Abstand platziert werden
- Teleskope senden und empfangen Infrarot-Laserstrahlen zur Positionsüberwachung
- Prototyp aus Zerodur-Material mit goldbeschichteten Spiegeln für Präzisionsmessungen
- LISA-Mission soll Mitte der 2030er-Jahre starten und feinere Gravitationswellen erfassen
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