Amazon packt um und setzt beim Versand auf Papier statt Luftpolster
Amazon setzt weltweit ab sofort auf umweltfreundlichere Verpackungen: Luftpolster aus Plastik werden allesamt durch Papierfüllungen ersetzt. Der E-Commerce-Riese reagiert damit auf den Druck von Umweltschützern. Kritiker sind jedoch der Meinung, dass das nicht weit genug geht.
Die neuen Papierfüllungen bieten laut Amazon den gleichen oder sogar besseren Schutz für fragile Waren wie die bisherigen Plastik-Luftpolster. Ein wichtiger Vorteil ist zudem die einfache Recyclingfähigkeit: Kunden können das Verpackungsmaterial bequem über die Papiertonne entsorgen. Das Unternehmen betont, dass die Papierfüllungen zu 100 Prozent aus recyceltem Material bestehen.
Wie Amazon in einem Blogbeitrag mitteilte (via The Verge), wurde die Umstellung auf Papierfüllungen schrittweise vollzogen. Der Prozess begann bereits 2020 in Indien, gefolgt von Australien im Jahr 2021 und Europa im Jahr 2022. In Nordamerika, dem größten Markt des Unternehmens, dauerte die Umstellung hingegen etwas länger. Erst im Juni dieses Jahres kündigte Amazon an, 95 Prozent der Luftpolster durch Papierfüllungen ersetzt zu haben.
Trotz des Fortschritts sehen Umweltschützer weiterhin Handlungsbedarf. Amazon verwendet nach wie vor erhebliche Mengen an Plastik in anderen Verpackungsformen, etwa in Versandtaschen und gepolsterten Umschlägen. Oceana und andere Organisationen fordern das Unternehmen auf, verbindliche Fristen für den vollständigen Ausstieg aus Einwegplastikverpackungen festzulegen und verstärkt auf wiederverwendbare Alternativen zu setzen.
Siehe auch:
- Amazon ersetzt weltweit Luftpolster aus Plastik durch Papierfüllungen
- Neues Füllmaterial bietet gleichen oder besseren Schutz für Waren
- Papierfüllungen bestehen zu 100 Prozent aus recyceltem Material
- Umstellung erfolgte schrittweise, begann 2020 in Indien
- Umweltorganisation Oceana begrüßt die Ankündigung Amazons
- Kritiker fordern vollständigen Ausstieg aus Einwegplastikverpackungen
- Amazon verwendet weiterhin Plastik in anderen Verpackungsformen
Nachhaltiger verpackt: Amazon verzichtet auf Plastik
Der weltgrößte Online-Händler Amazon hat einen wichtigen Schritt in Richtung Nachhaltigkeit unternommen. Das Unternehmen gab bekannt, dass die bisher verwendeten Luftpolster aus Plastik in allen Logistikzentren weltweit durch umweltfreundlichere Papierfüllungen ersetzt wurden. Damit will der Konzern seinen ökologischen Fußabdruck verringern und reagiert auf den wachsenden Druck von Umweltschutzorganisationen.Die neuen Papierfüllungen bieten laut Amazon den gleichen oder sogar besseren Schutz für fragile Waren wie die bisherigen Plastik-Luftpolster. Ein wichtiger Vorteil ist zudem die einfache Recyclingfähigkeit: Kunden können das Verpackungsmaterial bequem über die Papiertonne entsorgen. Das Unternehmen betont, dass die Papierfüllungen zu 100 Prozent aus recyceltem Material bestehen.
Wie Amazon in einem Blogbeitrag mitteilte (via The Verge), wurde die Umstellung auf Papierfüllungen schrittweise vollzogen. Der Prozess begann bereits 2020 in Indien, gefolgt von Australien im Jahr 2021 und Europa im Jahr 2022. In Nordamerika, dem größten Markt des Unternehmens, dauerte die Umstellung hingegen etwas länger. Erst im Juni dieses Jahres kündigte Amazon an, 95 Prozent der Luftpolster durch Papierfüllungen ersetzt zu haben.
Positive Reaktionen von Umweltschützern
Die Umweltschutzorganisation Oceana begrüßte die Ankündigung Amazons. Matt Littlejohn, Senior Vice President für strategische Initiativen bei Oceana, bezeichnete den Schritt als "fantastische Nachricht für die Weltmeere". Die Organisation hatte in der Vergangenheit mehrfach auf die verheerenden Auswirkungen von Plastikverpackungen auf marine Ökosysteme hingewiesen.Trotz des Fortschritts sehen Umweltschützer weiterhin Handlungsbedarf. Amazon verwendet nach wie vor erhebliche Mengen an Plastik in anderen Verpackungsformen, etwa in Versandtaschen und gepolsterten Umschlägen. Oceana und andere Organisationen fordern das Unternehmen auf, verbindliche Fristen für den vollständigen Ausstieg aus Einwegplastikverpackungen festzulegen und verstärkt auf wiederverwendbare Alternativen zu setzen.
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Thema:
Witold PryjdaSenior Redakteur
Seit 1996 im Journalismus, ausgebildet an der Österreichischen Medienakademie. Sein Spektrum reicht von Robotern und KI über E-Autos bis zur Militärtechnik.
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