Microsoft trainiert KI für Sehgeschädigte - mit ihren eigenen Daten
Microsoft kooperiert ab sofort verstärkt mit der Firma Be My Eyes, deren Apps und Dienste es sehbeschränkten oder blinden Menschen erleichtern sollen, ihre Umgebung wahrzunehmen. Dazu werden Microsofts KI-Modelle mit Videodaten gefüttert, die die Nutzer der App liefern.
Die dafür verwendeten Apps laufen auf mobilen Geräten und sollen die Kameras von Smartphones oder Tablets zu den "Augen" ihrer eingeschränkt sehfähigen Nutzer machen. Dafür wird mittlerweile in einem breiten Umfang auch KI verwendet, um die erfassten Kamerabilder auszuwerten und dann automatisch generierte Beschreibungen dessen zu liefern, was die Kamera "sieht", welche dem Nutzer vorgelesen werden.
Microsoft verspricht, dass die anonymisiert erfassten Videodaten die Genauigkeit und die Präzision des "Szenenverständnisses" und der Beschreibung in Textform für die Nutzer verbessern können. Die KI-Technologie soll so der Gemeinschaft der blinden und sehbehinderten Menschen zugutekommen, verspricht der Konzern.
Die Daten würden außerdem helfen, dass die KI ein "breiteres Verständnis der Vielfältigkeit der Sprache" erhält und die Zahl der Szenarien erweitern, in denen diese Technologie Hilfe schaffen kann, so Microsoft weiter. Unter anderem soll die Genauigkeit der von der KI verwendeten Sprache für spezielle, nicht dem Standard entsprechende Bereiche erhöht werden, gerade wenn es um "Mainstream"-Sprachplattformen wie Azure Speech gehe, heißt es außerdem.
Durch die Kooperation mit Be My Eyes könne man die KI-Systeme für Menschen mit Einschränkungen also verbessern, indem vielfältigere Daten und Perspektiven in den Entwicklungsprozess einfließen lasse. Auf Seiten von Be My Eyes sollen die für das KI-Training bei Microsoft verwendeten Daten übrigens anonymisiert werden, um die Privatsphäre der Nutzer zu schützen. Man wolle generell auf eine transparente Kommunikation setzen, was die Daten angeht, beteuerte Microsoft.
Be My Eyes stammt ursprünglich aus Dänemark und wird weltweit vertrieben und ist für die Nutzer kostenlos in 170 Ländern und mehr als 180 Sprachen erhältlich.
Siehe auch:
Hilfs-App reicht Daten für KI-Training weiter
Einer der Bereiche, in denen Künstliche Intelligenz (KI) das Leben der Menschen besser machen kann, statt etwa Arbeitsplätze zu kosten, oder den Bau neuer Nuklearreaktoren zur Folge zu haben, sind körperliche Einschränkungen. Die Firma Be My Eyes versucht, mit ihren Apps blinden oder stark sehbeschränkten Menschen zu helfen.Die dafür verwendeten Apps laufen auf mobilen Geräten und sollen die Kameras von Smartphones oder Tablets zu den "Augen" ihrer eingeschränkt sehfähigen Nutzer machen. Dafür wird mittlerweile in einem breiten Umfang auch KI verwendet, um die erfassten Kamerabilder auszuwerten und dann automatisch generierte Beschreibungen dessen zu liefern, was die Kamera "sieht", welche dem Nutzer vorgelesen werden.
Microsoft will KI für Sehbehinderte anpassen
Die Nutzer der "Be My Eyes"-Apps können so erfassen, was um sie herum geschieht oder was sich um sie herum befindet. Künftig sollen die bei der Verwendung der Apps erfassten Daten auch verwendet werden, um die KI-Modelle von Microsoft damit zu trainieren. Auf diese Weise solle eine bessere Anpassung für die sehbeschränkten Nutzer möglich werden, weil die KI besser auf ihre Bedürfnisse reagieren kann, heißt es in einem Blog-Eintrag von Microsoft.Microsoft verspricht, dass die anonymisiert erfassten Videodaten die Genauigkeit und die Präzision des "Szenenverständnisses" und der Beschreibung in Textform für die Nutzer verbessern können. Die KI-Technologie soll so der Gemeinschaft der blinden und sehbehinderten Menschen zugutekommen, verspricht der Konzern.
Die Daten würden außerdem helfen, dass die KI ein "breiteres Verständnis der Vielfältigkeit der Sprache" erhält und die Zahl der Szenarien erweitern, in denen diese Technologie Hilfe schaffen kann, so Microsoft weiter. Unter anderem soll die Genauigkeit der von der KI verwendeten Sprache für spezielle, nicht dem Standard entsprechende Bereiche erhöht werden, gerade wenn es um "Mainstream"-Sprachplattformen wie Azure Speech gehe, heißt es außerdem.
Durch die Kooperation mit Be My Eyes könne man die KI-Systeme für Menschen mit Einschränkungen also verbessern, indem vielfältigere Daten und Perspektiven in den Entwicklungsprozess einfließen lasse. Auf Seiten von Be My Eyes sollen die für das KI-Training bei Microsoft verwendeten Daten übrigens anonymisiert werden, um die Privatsphäre der Nutzer zu schützen. Man wolle generell auf eine transparente Kommunikation setzen, was die Daten angeht, beteuerte Microsoft.
Be My Eyes stammt ursprünglich aus Dänemark und wird weltweit vertrieben und ist für die Nutzer kostenlos in 170 Ländern und mehr als 180 Sprachen erhältlich.
Zusammenfassung
- Microsoft kooperiert mit Be My Eyes für KI-gestützte Hilfe für Sehbehinderte
- Apps nutzen Smartphone-Kameras als 'Augen' für eingeschränkt Sehfähige
- KI wertet Kamerabilder aus und liefert automatisch generierte Beschreibungen
- Nutzerdaten sollen Microsofts KI-Modelle für bessere Anpassung trainieren
- Anonymisierte Videodaten sollen Genauigkeit der Szenenbeschreibungen verbessern
- Die Kooperation zielt auf Verbesserung der KI für Menschen mit Einschränkungen ab
- Be My Eyes ist kostenlos in 170 Ländern und über 180 Sprachen verfügbar
Siehe auch:
- Cellico Arges startet zur CES: Intelligente AR-Brille für Sehbehinderte
- Selbstfahrender Bus fährt sehbehinderten Paralympics-Teilnehmer um
- Fahrten verweigert: Uber muss 1,1 Mio. $ an sehbehinderte Frau zahlen
- Microsoft arbeitet an einem Xbox-Controller für sehbehinderte Menschen
- Spielen statt Auge abkleben: Neue Therapie für sehbehinderte Kinder
Thema:
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- KI hält in Kameras Einzug: Was sie dort tut und was es bringt
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