Wahlkampf-Hilfe: Tausende AfD-nahe Fake-Accounts enttarnt
Tausende Fake-Accounts haben im zurückliegenden Kommunalwahlkampf die Reichweite von Inhalten der sogenannten "AfD" massiv gesteigert. Bei der rechtsextremen Partei kann man sich die Hilfestellung nicht erklären - es gibt aber einen Verdacht.
Hinter den fraglichen Accounts stehen Bots, die vor allem damit beschäftigt sind, die Reichweite von diversen Veröffentlichungen von Vertretern der AfD zu steigern, indem sie diese retweeten. Dies erfolgt wohl automatisch und auch die Fake-Konten selbst wurden wohl automatisiert angelegt.
Entdeckt wurde die Sache vom Rostocker Unternehmen Somtxt. Dieses ist auf Datenanalysen spezialisiert und stieß eher zufällig auf die Fake-Bots. Bei der Firma hatte man eine neue KI-gestützte Software entwickelt, um mutmaßliche Manipulationskampagnen aufzuspüren. Um diese zunächst intern zu testen, fütterte man den Algorithmus mit Inhalten aus der Zeit vor der Brandenburger Kommunalwahl im Juni.
360.000 Nachrichten und Texte von 71.000 Verfassern aus unterschiedlichen Plattformen flossen darin ein, die inhaltlich nach bestimmten Mustern analysiert wurden. Dabei fiel auf, dass Inhalte von AfD-Vertretern überdurchschnittlich oft retweetet und geliked wurde - immer wieder aus einem Pool von rund 2.300 Accounts. "Das ist in der Masse, was wir hier gesehen haben, nicht von einzelnen Menschen zu realisieren. Das ist nur mit technischer Unterstützung zu schaffen", erklärte Somtxt-Analystin Susanne Finck gegenüber dem NDR.
Denn es ist schon länger bekannt, dass dort Trollfarmen betrieben werden, die mit Aktivitäten auf Social-Media-Plattformen einen Beitrag zur Destabilisierung der westlichen Demokratien leisten sollen. Jüngst tauchten außerdem Belege dafür auf, dass entsprechende Kampagnen auf die aktuellen Wahlkämpfe in den USA und auch Deutschland abzielen. Dass die AfD aus Russland unterstützt wird, ist ebenfalls schon lange kein Geheimnis mehr.
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Entdeckt wurde die Sache vom Rostocker Unternehmen Somtxt. Dieses ist auf Datenanalysen spezialisiert und stieß eher zufällig auf die Fake-Bots. Bei der Firma hatte man eine neue KI-gestützte Software entwickelt, um mutmaßliche Manipulationskampagnen aufzuspüren. Um diese zunächst intern zu testen, fütterte man den Algorithmus mit Inhalten aus der Zeit vor der Brandenburger Kommunalwahl im Juni.
360.000 Nachrichten und Texte von 71.000 Verfassern aus unterschiedlichen Plattformen flossen darin ein, die inhaltlich nach bestimmten Mustern analysiert wurden. Dabei fiel auf, dass Inhalte von AfD-Vertretern überdurchschnittlich oft retweetet und geliked wurde - immer wieder aus einem Pool von rund 2.300 Accounts. "Das ist in der Masse, was wir hier gesehen haben, nicht von einzelnen Menschen zu realisieren. Das ist nur mit technischer Unterstützung zu schaffen", erklärte Somtxt-Analystin Susanne Finck gegenüber dem NDR.
Russland unter Verdacht
Auf Nachfrage beim Brandenburger Landesverband der Partei hieß es von dort, dass man sich die Auffälligkeiten nicht erklären könne. Konkrete Hinweise, wer dahintersteckt, ließen sich bisher nicht ausfindig machen. Auch bei Somtxt hat man aber einen Verdacht: Die Spur könnte hier nach Russland führen.Denn es ist schon länger bekannt, dass dort Trollfarmen betrieben werden, die mit Aktivitäten auf Social-Media-Plattformen einen Beitrag zur Destabilisierung der westlichen Demokratien leisten sollen. Jüngst tauchten außerdem Belege dafür auf, dass entsprechende Kampagnen auf die aktuellen Wahlkämpfe in den USA und auch Deutschland abzielen. Dass die AfD aus Russland unterstützt wird, ist ebenfalls schon lange kein Geheimnis mehr.
Zusammenfassung
- Tausende Fake-Accounts förderten AfD-Inhalte im Wahlkampf
- Hilfestellung für die AfD durch Bots auf Twitter
- Somtxt entdeckte Manipulation mit KI-Software
- Über 360000 Nachrichten analysiert, auffällige Muster gefunden
- 2300 Accounts beteiligt an Retweets und Likes
- Brandenburger AfD-Landesverband ohne Erklärung
- Verdacht auf Verbindungen zu russischen Trollfarmen
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