Ransomware: Nur wenige Gruppen beherrschen die Szene
Die Flut an Meldungen über Ransomware-Attacken reißt nicht ab und man kann den Eindruck bekommen, dass die Behörden hier schlicht einer riesigen Menge an Tätern gegenüberstehen. Dem ist aber überhaupt nicht so.
In der Statistik wurden für den Zeitraum 1762 Fälle registriert, das sind mit einer Steigerung um 4,3 Prozent etwas mehr als in den gleichen Monaten des letzten Jahres. Allerdings sind die reinen Fallzahlen nur bedingt aussagekräftig, da die Angriffsziele sich deutlich verschoben haben - im Visier stehen immer häufiger Unternehmen, von denen gleich große Summen erpresst werden sollen.
Allein 325 Ransomware-Angriffe wurden dabei einer Gruppe zugeschrieben, die als LockBit 3.0 oder Flighty Scorpius bezeichnet wird. Mit deutlichem Abstand dahinter ordnet sich die Play (Fiddling Scorpius)-Bande ein. Diese kam im ersten Halbjahr auf 155 Opfer und arbeitete sich gegenüber dem letzten Jahr ordentlich voran: 2023 kam die Gruppe nur auf den vierten Platz.
In der Zwischenzeit belegte 8base (Squalid Scorpius), ein relativer Neuling aus dem letzten Jahr, von dem angenommen wird, dass es sich um eine Umbenennung von Phobos handelt, im ersten Halbjahr 2024 mit 119 Opfern den dritten Platz. Es folgen Akira (Howling Scorpius) und BlackBasta (Dark Scorpius) mit 119 und 114 Opfern. Auf das Konto von Medusa (Transforming Scorpius) gingen 103 Opfer.
Die Strafverfolger sind inzwischen vielfach dazu übergegangen, sich auch eben jene großen Gruppen zu konzentrieren. Das brachte in den zurückliegenden Monaten durchaus auch einige Erfolge. Selbst wenn man teilweise nicht an die Akteure selbst herankam, konnten doch immer wieder Infrastrukturen lahmgelegt werden, was die Durchführung immer neuer Ransomware-Kampagnen erschwerte, Auch dies dürfte dazu geführt haben, dass die Fallzahlen nicht mehr so stark stiegen wie noch vor einiger Zeit.
Siehe auch:
Sechs Intensiv-Täter
Beim Sicherheits-Unternehmen Palo Alto Networks führen die Experten ausführlich über die bekannt werdenden Erpressungs-Fälle Buch und kommen zu einem recht erstaunlichen Ergebnis: An etwa der Hälfte der in den ersten sechs Monaten dieses Jahres weltweit durchgeführten Ransomware-Kampagnen waren gerade einmal sechs Gruppen beteiligt.In der Statistik wurden für den Zeitraum 1762 Fälle registriert, das sind mit einer Steigerung um 4,3 Prozent etwas mehr als in den gleichen Monaten des letzten Jahres. Allerdings sind die reinen Fallzahlen nur bedingt aussagekräftig, da die Angriffsziele sich deutlich verschoben haben - im Visier stehen immer häufiger Unternehmen, von denen gleich große Summen erpresst werden sollen.
Allein 325 Ransomware-Angriffe wurden dabei einer Gruppe zugeschrieben, die als LockBit 3.0 oder Flighty Scorpius bezeichnet wird. Mit deutlichem Abstand dahinter ordnet sich die Play (Fiddling Scorpius)-Bande ein. Diese kam im ersten Halbjahr auf 155 Opfer und arbeitete sich gegenüber dem letzten Jahr ordentlich voran: 2023 kam die Gruppe nur auf den vierten Platz.
In der Zwischenzeit belegte 8base (Squalid Scorpius), ein relativer Neuling aus dem letzten Jahr, von dem angenommen wird, dass es sich um eine Umbenennung von Phobos handelt, im ersten Halbjahr 2024 mit 119 Opfern den dritten Platz. Es folgen Akira (Howling Scorpius) und BlackBasta (Dark Scorpius) mit 119 und 114 Opfern. Auf das Konto von Medusa (Transforming Scorpius) gingen 103 Opfer.
Die Strafverfolger sind inzwischen vielfach dazu übergegangen, sich auch eben jene großen Gruppen zu konzentrieren. Das brachte in den zurückliegenden Monaten durchaus auch einige Erfolge. Selbst wenn man teilweise nicht an die Akteure selbst herankam, konnten doch immer wieder Infrastrukturen lahmgelegt werden, was die Durchführung immer neuer Ransomware-Kampagnen erschwerte, Auch dies dürfte dazu geführt haben, dass die Fallzahlen nicht mehr so stark stiegen wie noch vor einiger Zeit.
Zusammenfassung
- Sechs Gruppen steuern Hälfte der Ransomware-Attacken
- 1762 Fälle von Ransomware in ersten sechs Monaten 2024 registriert
- LockBit 3.0 führt mit 325 Attacken, gefolgt von Play-Bande mit 155
- Neuling 8base erreicht mit 119 Opfern den dritten Platz
- Strafverfolgung konzentriert sich auf große Ransomware-Gruppen
- Infrastrukturen der Täter werden erfolgreich lahmgelegt
- Fallzahlen steigen nicht mehr so stark wie früher
Siehe auch:
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