Japan: Angestellte lächeln dank KI-Überwachung jetzt noch freundlicher
Japaner gehen Dinge auf ihre ganz eigene Art an. Auch beim Einsatz von künstlicher Intelligenz geht man andere Wege als hierzulande. Das erfahren gerade auch Angestellte einer Supermarkt-Kette, die mithilfe von KI noch freundlicher lächeln lernen sollen.
Aeon ist bekannt dafür, von seinen Angestellten explizit zu verlangen, die Kunden in den Geschäften mit einem Lächeln zu bedienen. Die KI-Software, die mittlerweile schon in 240 Filialen im Einsatz ist, soll nun helfen sicherzustellen, dass das auch geschieht.
Ergebnisse eines großangelegten Tests mit der KI und 3400 Angestellten sollen laut Angaben von Aeon eine Verbesserung der Ausstrahlung bei den Mitarbeitern um das 1,6-fache gezeigt haben. Was das allerdings genau heißen soll und wie "Ausstrahlung" dabei definiert wird, ist nicht bekannt.
Siehe auch:
Mitarbeiter sollen besseres Lächeln lernen
Wie die South China Morning Post (via Golem) berichtet, überwacht die Supermarkt-Kette Aeon ihre Mitarbeiter mit einem Tool namens 'Mr Smile', das die Gesichter der Arbeitskräfte erfasst und dabei ihr Lächeln überwacht. Das Ziel ist dabei, das Lachen der Angestellten zu standardisieren.Aeon ist bekannt dafür, von seinen Angestellten explizit zu verlangen, die Kunden in den Geschäften mit einem Lächeln zu bedienen. Die KI-Software, die mittlerweile schon in 240 Filialen im Einsatz ist, soll nun helfen sicherzustellen, dass das auch geschieht.
Alles ein großes Spiel
Mr Smile analysiert allerdings nicht nur die Gesichtszüge der Personen, sondern auch ihre Stimmlage. So erkennt die Software etwa, wie freundlich oder motiviert die Mitarbeiter klingen. Dabei wird das Ganze mit Gamification-Elementen vermischt, um die Mitarbeiter dazu zu bringen, sich besonders fröhlich zu geben. So werden für das vom Arbeitgeber gewünschte Verhalten Punkte gewonnen, die zu einem High-Score zusammengerechnet werden.Ergebnisse eines großangelegten Tests mit der KI und 3400 Angestellten sollen laut Angaben von Aeon eine Verbesserung der Ausstrahlung bei den Mitarbeitern um das 1,6-fache gezeigt haben. Was das allerdings genau heißen soll und wie "Ausstrahlung" dabei definiert wird, ist nicht bekannt.
In Deutschland nicht erlaubt
Hierzulande wäre eine solche Überwachung von Angestellten durch ihren Arbeitgeber schon alleine aus rechtlichen Gründen schwierig. Zwar dürfen Unternehmen ihre Mitarbeiter zum Zweck der Leistungs- und Verhaltenskontrolle am Arbeitsplatz kontrollieren, das darf aber nicht uneingeschränkt geschehen. So ist es grundsätzlich nicht erlaubt, Angestellte dauerhaft am Arbeitsplatz durch eine Videokamera zu überwachen.
Zusammenfassung
- Japanische Supermarkt-Kette nutzt KI, um Mitarbeiterlächeln zu standardisieren
- Aeon setzt in 240 Filialen KI-Software MR. Smile ein
- Mr Smile überwacht Lächeln und Stimmlage der Mitarbeiter
- Mitarbeiter erhalten Punkte für gewünschtes Verhalten
- Ergebnisse zeigen 1,6-fache "Verbesserung" der Ausstrahlung
- In Deutschland wäre solche Überwachung rechtlich problematisch
- Uneingeschränkte Kontrolle durch Arbeitgeber nicht zulässig
Siehe auch:
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Thema:
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