Patent auf Speicher: Amazon muss sehr viel Schadensersatz zahlen
Auch mit enormen Ressourcen und teuren Anwälten kommt man letztlich nicht mit allem durch. Das muss nun der Handelskonzern Amazon lernen. Dieser wurde wegen der Verletzung von Patenten zu einer sehr hohen Schadensersatzzahlung verurteilt.
Solche Verfahren enden in den meisten Fällen mit einer Einigung zwischen den Parteien. Das war hier aber nicht der Fall und es kam zu einem Urteil. Die Geschworenen kamen nach dem Anhören der Argumente und der Sichtung der Beweise zu dem Schluss, dass Amazon tatsächlich die Rechte der Klägerin verletzt hat, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters.
Der Konzern soll Kove nun Schadensersatz für entgangene Lizenzgebühren in Höhe von einer halben Milliarde Dollar zahlen. Die hohe Summe wird damit begründet, dass die patentgeschützte Technologie, die eine effiziente Speicherung ermöglicht und den Abruf großer Datenmengen optimiert, ein wichtiger Teil der AWS-Dienste ist und einen guten Teil zu deren wirtschaftlichem Erfolg beiträgt.
Seitdem ist die Amazon-Sparte AWS Jahr für Jahr massiv gewachsen und spülte dem Unternehmen riesige Gewinne in die Kassen. Entsprechend sah man es beim Gericht als gerechtfertigt an, dass der Entwickler der Technologie mit 525 Millionen Dollar an dem Erfolg beteiligt wird.
Siehe auch:
- Amazon muss für Patentverletzung zahlen
- Handelsriese verliert gegen Kove
- Kove klagt wegen Speichertechnologie
- Keine Einigung, Gericht entscheidet
- Geschworene sehen Rechtsverletzung
- Halbe Milliarde Dollar Schadensersatz
- Entwicklung von Kove genutzt
- AWS profitiert von Koves Technologie
- Klage schon 2018 eingereicht
- AWS-Gewinne rechtfertigen Summe
Wichtige Cloud-Technik
Ein Unternehmen namens Kove hatte Amazon verklagt, weil es einige der von ihm entwickelten Speichertechnologien im Cloud-Dienst AWS entdeckt haben wollte. Man warf dem Handelskonzern daraufhin vor, die entsprechenden Verfahren zum eigenen Vorteil in dem hochprofitablen Cloud-Angebot einzusetzen, ohne Lizenzgebühren an die Entwickler zu entrichten.Solche Verfahren enden in den meisten Fällen mit einer Einigung zwischen den Parteien. Das war hier aber nicht der Fall und es kam zu einem Urteil. Die Geschworenen kamen nach dem Anhören der Argumente und der Sichtung der Beweise zu dem Schluss, dass Amazon tatsächlich die Rechte der Klägerin verletzt hat, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters.
Der Konzern soll Kove nun Schadensersatz für entgangene Lizenzgebühren in Höhe von einer halben Milliarde Dollar zahlen. Die hohe Summe wird damit begründet, dass die patentgeschützte Technologie, die eine effiziente Speicherung ermöglicht und den Abruf großer Datenmengen optimiert, ein wichtiger Teil der AWS-Dienste ist und einen guten Teil zu deren wirtschaftlichem Erfolg beiträgt.
Anteil am hohen Profit
Kove hatte die Klage bereits 2018 eingereicht, als Amazons Cloud-Angebot noch wesentlich kleiner war als heute. Kove erklärte bereits damals, dass man Pionierarbeit bei den Speichertechnologien für hochperformante Cloudsysteme geleistet habe, die der große Konzern nun zum eigenen Vorteil einsetzt.Seitdem ist die Amazon-Sparte AWS Jahr für Jahr massiv gewachsen und spülte dem Unternehmen riesige Gewinne in die Kassen. Entsprechend sah man es beim Gericht als gerechtfertigt an, dass der Entwickler der Technologie mit 525 Millionen Dollar an dem Erfolg beteiligt wird.
Siehe auch:
Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
Amazons Aktienkurs in Euro
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