Super feines Mikroskop beweist Fotosynthese vor Milliarden Jahren
Forschern ist es gelungen, anhand von Milliarden Jahren alten Fossilien das bisherige Wissen über die frühe Entwicklung des Lebens auf der Erde auf eine neue Basis zu stellen. Denn man kann jetzt die wichtigste Energiegewinnung des Lebens viel weiter zurück beweisen.
Nun wurde im Journal Nature aber eine Forschungsarbeit publiziert, in der die bisher belegten Zeiten deutlich verschoben werden. Die Wissenschaftler hinter dem Paper haben Cyanobakterien analysiert, die in einem Tonschlamm konserviert, der im Laufe der Zeit zu Gestein verdichtet wurde. Die Forscher verwendeten eine Technik namens Transmissionselektronenmikroskopie (TEM), um sogar Membranen und andere winzige Details in den Fossilien zu sehen.
Dabei entdeckte man sogenannte Thylakoidmembranen. Diese enthalten Pigmente wie Chlorophyll, mit denen Licht durch Fotosynthese in chemische Energie umgewandelt werden kann. Das Alter der Gesteine, in die die Bakterien-Fossilien eingeschlossen waren, liegt bei rund 1,75 Milliarden Jahren.
Echte fossile Nachweise gab es bisher nur von wesentlich jüngeren Funden, die rund 500 Millionen Jahre alt sind. Die beteiligten Forscher konnten hier also die Beweislage für die entsprechenden Entwicklungslinien eines der wichtigsten Prozesse des Lebens sehr weit in die Vergangenheit verschieben.
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Uralt und winzig klein
Bei den analysierten Fossilien handelt es sich um die Überbleibsel von Cyanobakterien. Diese Gruppe gehört ohnehin zu einer der ältesten Lebensformen. Man geht davon aus, dass sie vor 2 bis 3 Milliarden Jahren entstanden sind - lange bevor es eine sauerstoffproduzierende Fotosynthese gab. Varianten dieser Bakterien, die Sonnenlicht nutzen, um aus Wasser und Kohlendioxid Zucker zu produzieren, konnten erst sehr viel später nachgewiesen werden.Nun wurde im Journal Nature aber eine Forschungsarbeit publiziert, in der die bisher belegten Zeiten deutlich verschoben werden. Die Wissenschaftler hinter dem Paper haben Cyanobakterien analysiert, die in einem Tonschlamm konserviert, der im Laufe der Zeit zu Gestein verdichtet wurde. Die Forscher verwendeten eine Technik namens Transmissionselektronenmikroskopie (TEM), um sogar Membranen und andere winzige Details in den Fossilien zu sehen.
Dabei entdeckte man sogenannte Thylakoidmembranen. Diese enthalten Pigmente wie Chlorophyll, mit denen Licht durch Fotosynthese in chemische Energie umgewandelt werden kann. Das Alter der Gesteine, in die die Bakterien-Fossilien eingeschlossen waren, liegt bei rund 1,75 Milliarden Jahren.
Indizien sind keine Beweise
Dass es die Fotosynthese schon zu dieser Zeit - und auch in noch früheren Epochen - gegeben haben muss, wird indirekt durch chemische Analysen uralter Materialien deutlich. Allerdings existierten bisher eben nur Indizien für Bakterien, die zu dieser Zeit bereits den Prozess nutzen, den wir heute vor allem von den Pflanzen kennen.Echte fossile Nachweise gab es bisher nur von wesentlich jüngeren Funden, die rund 500 Millionen Jahre alt sind. Die beteiligten Forscher konnten hier also die Beweislage für die entsprechenden Entwicklungslinien eines der wichtigsten Prozesse des Lebens sehr weit in die Vergangenheit verschieben.
Zusammenfassung
- Forscher stellen Wissen über Leben neu auf
- Fossilien belegen frühere Existenz von Fotosynthese
- Cyanobakterien-Fossilien sind 1,75 Milliarden Jahre alt
- TEM zeigt Details in Milliarden Jahre alten Fossilien
- Thylakoidmembranen in Fossilien entdeckt
- Fotosynthese gab es schon vor Pflanzen
- Beweislage für frühes Leben erheblich erweitert
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