Windows CE: Der Urvater der Smartphone-Betriebssysteme läuft aus
Microsoft hat jetzt den Support für Windows Embedded Compact, besser bekannt als Windows CE, endgültig auslaufen lassen. Nach ganzen 26 Jahren wird der Urvater der mobilen Betriebssysteme jetzt nicht mehr unterstützt - aber durchaus weiter verkauft.
So können bestimmte Abnehmer noch immer Lizenzen für Windows Compact Embedded 2013 erwerben, wobei das Interesse daran natürlich eher begrenzt ausfallen dürfte. Trotzdem sind Lizenzen für das jetzt nicht mehr unterstützte "Smartphone"-Betriebssystem noch bis 2028 erhältlich, heißt es in einem Support-Dokument von Microsoft.
Windows CE in seiner natürlichen Umgebung
Eigentlich sollte Windows CE schon vor geraumer Zeit abgelöst werden, unter anderem von Windows Phone, hat diesen durchaus modernen Nachfolger aber mittlerweile um viele Jahre überlebt. Sein Leben begann einst als "Microsoft Pegasus", einem von einem kleinen Team entwickelten Betriebssystem für die kleinsten seinerzeit verfügbaren Mini-PCs mit Tastatur, die ab 1996 auf den Markt kamen.
Geräte wie dieses waren die Tausendsassas der 90er und frühen 2000er
Der Niedergang von Windows CE begann spätestens mit dem Apple iPhone, das ab 2007 auf den Markt kam. 2008 folgte dann auch noch Googles Android, sodass das mit seiner altbackenen Benutzerführung oft als steinzeitlich geltende Windows CE auf Nischenszenarien reduziert wurde.
Zwar brachte Microsoft mit Windows Phone 7 noch das auf Windows CE basierende, deutlich modernere Betriebssystem auf den Markt, das bezüglich der Bedienung ganz neue Wege ging, auf das später noch Windows Phone 8 mit NT-Kernel folgte, doch war der Zug für Microsoft in mobilen Geräten im Grunde schon 2010 endgültig abgefahren.
Das Besondere an Windows CE war natürlich, dass das Betriebssystem von den Nutzern und Geräteanbietern in vielerlei Hinsicht stark modifiziert werden konnte. So kam es auch, dass Geräte mit dem Betriebssystem im Jahr 2009 zum "White House Phone" der NSA wurden - die pro Stück knapp 5000 Dollar kosteten und dafür sorgten, dass Hillary Clinton lieber einen Blackberry und einen eigenen E-Mail-Server nutzte - was ihr bis heute Skandale beschert hat.
Siehe auch:
EOL erreicht, Lizenzen werden weiter verkauft
Windows CE kam bereits 1996 erstmals auf den Markt, stammt also aus der Zeit von Windows NT 4.0. In diesem Monat endete jetzt der Support für die letzte Version Windows CE 8.0, deren Marketing-Name Windows Compact Embedded 2013 lautete. Dies bedeutet aber nicht, dass Microsoft das OS nicht mehr verkauft.So können bestimmte Abnehmer noch immer Lizenzen für Windows Compact Embedded 2013 erwerben, wobei das Interesse daran natürlich eher begrenzt ausfallen dürfte. Trotzdem sind Lizenzen für das jetzt nicht mehr unterstützte "Smartphone"-Betriebssystem noch bis 2028 erhältlich, heißt es in einem Support-Dokument von Microsoft.
Windows CE in seiner natürlichen Umgebung
Eigentlich sollte Windows CE schon vor geraumer Zeit abgelöst werden, unter anderem von Windows Phone, hat diesen durchaus modernen Nachfolger aber mittlerweile um viele Jahre überlebt. Sein Leben begann einst als "Microsoft Pegasus", einem von einem kleinen Team entwickelten Betriebssystem für die kleinsten seinerzeit verfügbaren Mini-PCs mit Tastatur, die ab 1996 auf den Markt kamen.
Nische, Massenmarkt, Nische
Gemeint sind damit besonders kleine Klapp-PCs, die optisch etwa dem entsprechen, was als Nokia Navigator berühmt wurde. Als Windows CE 1.0 auf den Markt kam, war es von Macken übersät, entwickelte sich aber im Laufe der Zeit zu einem Betriebssystem, das von Microsoft für jedwede irgendwie denkbare Plattform angeboten wurde - seien es Automaten, Maschinen, Displays, Tablets, Automobile, Geldautomaten, E-Book-Reader, Navigationsgeräte und natürlich PDAs.
Geräte wie dieses waren die Tausendsassas der 90er und frühen 2000er
Der Niedergang von Windows CE begann spätestens mit dem Apple iPhone, das ab 2007 auf den Markt kam. 2008 folgte dann auch noch Googles Android, sodass das mit seiner altbackenen Benutzerführung oft als steinzeitlich geltende Windows CE auf Nischenszenarien reduziert wurde.
Zwar brachte Microsoft mit Windows Phone 7 noch das auf Windows CE basierende, deutlich modernere Betriebssystem auf den Markt, das bezüglich der Bedienung ganz neue Wege ging, auf das später noch Windows Phone 8 mit NT-Kernel folgte, doch war der Zug für Microsoft in mobilen Geräten im Grunde schon 2010 endgültig abgefahren.
Das Besondere an Windows CE war natürlich, dass das Betriebssystem von den Nutzern und Geräteanbietern in vielerlei Hinsicht stark modifiziert werden konnte. So kam es auch, dass Geräte mit dem Betriebssystem im Jahr 2009 zum "White House Phone" der NSA wurden - die pro Stück knapp 5000 Dollar kosteten und dafür sorgten, dass Hillary Clinton lieber einen Blackberry und einen eigenen E-Mail-Server nutzte - was ihr bis heute Skandale beschert hat.
Zusammenfassung
- Microsoft beendet Support für Windows CE nach 26 Jahren
- Trotz Ende des Supports, Kauf bis 2028 weiterhin möglich
- Ursprünglich sollte Windows CE durch Windows Phone ersetzt werden
- Windows CE wurde für vielfältige Plattformen genutzt
- Windows CE konnte stark modifiziert werden.
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