Silicon Valley Bank: Das Geldhaus der Startup-Szene bricht zusammen
Die Tech-Branche wird eine ihrer zentralen Banken verlieren. Die US-Regierung ist nicht bereit, die Pleite der Silicon Valley Bank (SVB) abzuwenden, indem man mit staatlichen Mitteln einspringt, teilte Finanzministerin Janet Yellen mit.
Vielen sind noch die staatlichen Bankenrettungen in der Finanzkrise vor rund 15 Jahren im Gedächtnis. "Das machen wir nicht noch einmal", erklärte Yellen gegenüber dem US-Sender CBS. Allerdings hieße das nicht, dass man die Kunden der Bank im Regen stehen lässt. In ihrem Ministerium konzentriere man sich jetzt darauf, wie man diese am besten zu ihrem Recht kommen lässt.
Die SVB wird seit den 1980er-Jahren von zahlreichen Beschäftigten der Technologie-Branche als Hausbank genutzt. Ebenso machte sich das Unternehmen als Startup-Finanzierer einen Namen. Allerdings geriet die Bank in wirtschaftliche Schwierigkeiten, was eine Abwärtsspirale in Gang setzte: Aus Sorge im weitergehende Probleme zogen Einleger größere Summen ab, was die Probleme noch stärker vergrößerte.
Aktuell steht das Finanzhaus unter Kontrolle der Bankenaufsicht. Diese muss nun prüfen, wie es weitergeht. Eine wahrscheinliche Option ist in solchen Fällen die Übernahme durch einen größeren Konkurrenten, der so günstig an Kunden kommt. Allerdings gibt es dem Vernehmen nach bisher noch keinen Interessenten für die gesamte Bank, lediglich die britische Landestochter soll bereits ins Visier von Großbanken geraten sein.
Siehe auch:
Die SVB wird seit den 1980er-Jahren von zahlreichen Beschäftigten der Technologie-Branche als Hausbank genutzt. Ebenso machte sich das Unternehmen als Startup-Finanzierer einen Namen. Allerdings geriet die Bank in wirtschaftliche Schwierigkeiten, was eine Abwärtsspirale in Gang setzte: Aus Sorge im weitergehende Probleme zogen Einleger größere Summen ab, was die Probleme noch stärker vergrößerte.
Zukunft ist unklar
Auslöser war wohl ein größerer Verkauf von Vermögenswerten, der nur mit Verlusten möglich war. Um diese kurzfristig auszugleichen, wollte die Bank zusätzliche Aktien in den Handel geben. Dies ließ allerdings Anleger nervös werden und der Kurs des Unternehmens stürzte unkontrolliert in die Tiefe. Am vergangenen Donnerstag brach der Aktienkurs um rund 60 Prozent ein, woraufhin das Papier bereits aus dem Handel genommen wurde.Aktuell steht das Finanzhaus unter Kontrolle der Bankenaufsicht. Diese muss nun prüfen, wie es weitergeht. Eine wahrscheinliche Option ist in solchen Fällen die Übernahme durch einen größeren Konkurrenten, der so günstig an Kunden kommt. Allerdings gibt es dem Vernehmen nach bisher noch keinen Interessenten für die gesamte Bank, lediglich die britische Landestochter soll bereits ins Visier von Großbanken geraten sein.
Zusammenfassung
- US-Regierung nicht bereit, SVB mit staatlichen Mitteln zu retten
- Finanzministerin Yellen will Kunden nicht im Regen stehen lassen
- SVB von Tech-Branche als Hausbank und Startup-Finanzierer genutzt
- Abwärtsspirale durch Sorge vor weiteren Problemen und Ausverkauf
- Aktienkurs stürzte um 60 Prozent ab, Papier aus dem Handel genommen
- Bank unter Kontrolle der Bankenaufsicht
- Bisher kein Interessent für gesamte Bank, nur britische Landestochter im Visier
Siehe auch:
Thema: