Nach fast 30 Jahren: Microsoft 3D Movie Maker wird zu Open Source

Ursprünglich wurde der Microsoft 3D Movie Maker 1995 veröffentlicht. Es ist bzw. war eine vor allem für Kinder gedachte Software, mit der man 3D-Objekte in bestimmte Umgebungen platzieren konnte, um Filme zu erstellen. Und der 3D Movie Maker feiert nun eine Art Comeback.
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Microsoft
Vor nahezu 30 Jahren veröffentlichte die Microsoft Kids-Abteilung den 3D Movie Maker. Das Release-Jahr war wohl kein Zufall, denn 1995 kam auch der Pixar-Hit Toy Story heraus, dieser bewies bekanntlich, dass computeranimierte Produktionen die Zukunft der Zeichentrickfilme sind. Der Redmonder Konzern veröffentlichte damals das "passende" Programm, damit ließen sich zu Hause simple animierte Filmchen erstellen.

Doch es blieb im Wesentlichen bei diesem Release, denn die Software wurde nicht weiterverfolgt. Bis heute: Denn Microsoft Developer Division Community Manager Scott Hanselman hat bekannt gegeben, dass man den Code des Programms als Open Source freigibt. Der 3D Movie Maker ist ab sofort als (Read-only-)Repository auf GitHub verfügbar (via Windows Central).

Von der Bitte zu Open Source

Die Story dahinter ist allerdings eher speziell: Denn die Redmonder veröffentlichen den Code nicht etwa, weil man das Programm wiederbeleben möchte, sondern weil jemand darum gebeten hat. Der kalifornische Programmierer und selbsternannte "Hardware/Software Necromancer" Foone Turing hat im April bei Microsoft angefragt, ob sie den Quellcode freigeben, um ihn "erweitern und ausbauen" zu können.

Gleichzeitig wurde auch der 3D-Renderer Brender freigegeben, dieser kam in 1990er-Jahre-Spielen wie Carmageddon und FX Fighter zum Einsatz. Warum der 3D Movie Maker-Code nach all den Jahren zu Open Source gemacht wird, erläuterte Hanselman gegenüber Ars Technica: "Weil es so eine App noch nie gegeben hat. Selbst jetzt, 25 Jahre später, gibt es eine Community, die von diesem Tool begeistert ist." Tatsächlich gibt es bis heute Enthusiasten, die Inhalte für den 3D Movie Maker veröffentlichen, Ars nennt diese aber "freundlich gesagt 'surreal'".
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