Netflix: Ein werbefinanziertes Abo "erscheint uns nicht sinnvoll"
Beim Streaming-Anbieter Netflix sieht man keine Notwendigkeit, der Konkurrenz zu folgen und mit einem werbefinanzierten Modell für mehr Wachstum bei den Nutzerzahlen zu sorgen. Das erklärte Finanzchef Spencer Neumann jetzt gegenüber dem US-Magazin Neowin.
"Netflix konzentriert sich auf die Optimierung langfristiger Einnahmen und wir wollen dies auf eine Art und Weise tun, die für unsere Mitglieder das beste Erlebnis darstellt", sagte Neumann. Aktuell habe man hierfür ein gutes Modell, das sich weltweit sehr gut skalieren lässt. "Vor zwei Jahren hatten wir einen Umsatz von etwa 20 Milliarden Dollar. jetzt sind wir bei 30 Milliarden Dollar. Das Wachstum ist in jeder Region der Welt gesund."
Hintergrund dessen ist die Einführung eines werbefinanzierten Abos beim Konkurrenten Disney. Kunden, die bereit sind, sich Reklame anzuschauen, können hier einen niedrigeren Monatspreis erreichen. Dass ein entsprechendes Angebot kommen wird, steht bereits fest, wie sich die Preise dann aber konkret gestalten, ist derzeit noch nicht bekannt gegeben worden.
Neumann wollte es allerdings nicht ausschließen, dass Netflix irgendwann vielleicht doch auch ein werbefinanziertes Modell bereitstellt. "Das ist nicht in unseren Plänen vorgesehen, aber andere Leute machen damit gerade Erfahrungen", sagte er. Man könne letztlich nicht ignorieren, was die Konkurrenz tut. "Aber im Moment erscheint es für uns nicht sinnvoll."
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Hintergrund dessen ist die Einführung eines werbefinanzierten Abos beim Konkurrenten Disney. Kunden, die bereit sind, sich Reklame anzuschauen, können hier einen niedrigeren Monatspreis erreichen. Dass ein entsprechendes Angebot kommen wird, steht bereits fest, wie sich die Preise dann aber konkret gestalten, ist derzeit noch nicht bekannt gegeben worden.
Nichts ist ausgeschlossen
Bei Netflix will man hingegen am bisherigen Modell festhalten: Hier bekommt der Nutzer gegen Zahlung seiner Abogebühr den Zugang zum vollen Katalog. Die Preise staffeln sich dann lediglich danach, in welcher Qualität die Videos maximal gestreamt werden und auf wie vielen Geräten eine Familie gleichzeitig verschiedene Filme und Serien abrufen kann. Für Märkte mit besonders geringer Kaufkraft gibt es sogar einen Tarif, bei dem man lediglich rund 2 Dollar im Monat zahlt und dafür dann maximal 480p-Bilder bekommt - das ist beispielsweise in Indien der Fall. 4K-Content gibt es hingegen nur in den teuersten Abos.Neumann wollte es allerdings nicht ausschließen, dass Netflix irgendwann vielleicht doch auch ein werbefinanziertes Modell bereitstellt. "Das ist nicht in unseren Plänen vorgesehen, aber andere Leute machen damit gerade Erfahrungen", sagte er. Man könne letztlich nicht ignorieren, was die Konkurrenz tut. "Aber im Moment erscheint es für uns nicht sinnvoll."
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