Wütend über schlechten Support kapert Kunde die Support-Domain

Der Kontakt mit dem Support von Unternehmen kann Hilfesuchenden einiges abverlangen. Air France hat einen Kunden mit Warteschleifen und fehlerhaften Web-Formularen so wütend gemacht, dass der aus Rache einen groben Fehler ausnutzte.

Air France hätte hier wohl mal lieber schneller antworten sollen

Klar, es gibt immer auch problemlose Erfahrungen mit Kundendiensten, doch gerade Fluglinien sind ein Stück weit dafür bekannt, bei Reklamationen nicht unbedingt ohne Verzögerung für eine Lösung zu sorgen. Genau in dieser Hinsicht hat es Air France jetzt mit einem Kunden offenbar so bunt getrieben, dass der zu ungewöhnlichen Mitteln griff, um sich vielleicht doch endlich Gehör zu verschaffen.

Normalerweise sieht die Air France neben anderen Möglichkeiten vor, dass Reklamations-Anfragen über die Domain "websupportairfrance.fr" abgewickelt werden. Die IT-Abteilung des Unternehmens scheint hier laut Bericht von Futurezone aber wohl sehr schlampig gearbeitet zu haben. Denn nach Ausfüllen des Formulars erreichte den genervten Kunden eine unerwartete E-Mail: "Nachdem ich Ihr Webformular für die Rückerstattung meines Flugtickets ausgefüllt hatte, generierte Ihre Infrastruktur eine E-Mail an diese Domäne, die dann prompt an mich zurückgeschickt wurde, da Sie sie nicht registriert hatten."

Daraufhin versuchte der Kunde sein Glück mit dem Telefonsupport, musste aber feststellen, dass hier auch kein Durchkommen möglich schien. Und so griff der Kunde, der eigentlich nur von der gesetzlich geregelten Möglichkeit zur Rückerstattung eines Flugtickets Gebrauch machen wollte, zu einer ungewöhnlichen Maßnahme: "Da Sie es versäumt haben diese Domain zu registrieren, habe ich das für Sie getan."

Ziemlich blöd gelaufen

Für Air France wäre es ein leichtes, eine neue Domain für die Support-Formulare zu registrieren, die jetzt gekaperte Adresse kann für das Unternehmen aber aus einem anderen Grund zum Problem werden. Weiterhin werden über die fehlerhafte Domain Support-Anfragen gestellt, die der genervte Kunde direkt an die französische Datenschutzbehörde weiterleitet.

Denn: Die E-Mails enthalten persönliche Daten wie Name, Buchungsnummer und Zahlungsart, für die Air France natürlich auch in Bezug auf den Datenschutz Sorge zu tragen hat - die aber durch den Registrierungs-Fehler jetzt einer externen Person vollumfänglich zugänglich sind. Man darf gespannt sein, wie dieser kuriose Support-Fall endet, auch bis jetzt hat Air France den genervten Kunden noch nicht kontaktiert. Ärger, Gefühl, Emotion, Wut Ärger, Gefühl, Emotion, Wut CC0 / Pixabay
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