Cerebras WSE-2: Rekord-Chip mit 2,6 Bill. Transistoren in 800.000 Cores

Der Chipentwickler Cerebras Systems hat seinen Rekordchip jetzt in einer zweiten Version vorgestellt, mit der die extremen Leistungen noch einmal ordentlich gesteigert werden sollen. Dafür sorgen unter anderem 2,6 Billionen Transistoren.
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Angesichts des enormen Bedarfs an Technologien für paralleles Rechnen haben Investoren viel Vertrauen, dass Cerebras ein ordentliches Geschäft machen wird. In den vergangenen zwei Jahren seit der Vorstellung des ersten WSE-Chips, wurde noch einmal ordentlich Geld in die Firma gesteckt, die so nun nach der letzten Finanzierungsrunde bereits auf einen Wert von 4 Milliarden Dollar taxiert wird.

Im Gegenzug erhalten die Anleger die Aussicht, dass das Produkt des Unternehmens viele Interessenten finden wird. Und etwas Ähnliches hat im Grunde auch kaum jemand zu bieten. Die WSE-Chips sind darauf ausgelegt, die riesigen Datenmengen beim Training von KI-Systemen auf der Suche nach Mustern schnell und effizient bewältigen zu können. Cerebras WSE-2 Für gewöhnlich kommen für diese Aufgabe derzeit vor allem Grafikchips zum Einsatz, die bereits darauf konzipiert sind, viele kleine Einzelaufgaben nebeneinander abarbeiten zu können - was bei der Grafikberechnung beispielsweise benötigt wird, um die Veränderungen zahlreicher Pixel, Polygone oder anderer Elemente des Bildes berechnen zu können. Während die schnellste GPU am Markt, Nvidias A100, aktuell aber mit 54 Milliarden Transistoren ausgestattet ist, kommt der neue WSE-2 auf 2,6 Billionen Stück.

Viele Nvidia A100 auf einmal

Organisiert sind diese in 850.000 einzelnen Cores, die nebeneinander ihre Aufgaben abarbeiten. Direkt auf dem Chip stehen 40 Gigabyte Arbeitsspeicher zur Verfügung. Die Kommunikation mit dem Speicherbereichen erfolgt dabei mit einer Bandbreite von bis zu 20 Petabyte pro Sekunde.

Diese beeindruckenden Spezifikationen schlagen sich aber natürlich auch in der Größe des Chips nieder: Hier werden während der Produktion letztlich nicht mehrere Dies aus einem Wafer geschnitten, sondern der gesamte Wafer wird für einen Chip benötigt. Das drückt die Bezeichnung WSE, was für Wafer Scale Engine steht, bereits aus. Cerebras vertreibt den neuen WSE-2, der die Spezifikationen der ersten Version etwa verdoppelt, als Bestandteil des CS-2-Gesamtsystems. Mit einem von diesen sollen sich Dutzende bis hunderte GPU-Server, wie sie bisher beim KI-Training zum Einsatz kommen, ersetzen lassen.

Siehe auch: Jetson Xavier NX: Nvidia zeigt KI-Supercomputer in Kreditkarten-Größe
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