Forscher schmuggeln Nano-Roboter bis tief in lebende Gehirne
Einer Forschergruppe ist jetzt ein Duchbruch gelungen, der ein weiteres Stück Science Fiction bald zur Realität machen könnte: Sie ließen winzige Roboter durch die Blutbahn bis in Gehirne vorstoßen und dort ihre Aufgaben verrichten.
Grundsätzlich schaffte es das Forscher-Team aus China schon seit einiger Zeit, kleine Roboter in Organismen herumreisen zu lassen - in ihren Experimenten arbeiten sie mit Mäusen. Unter anderem verpackten sie ihre Nano-Systeme in Protein-Hüllen, um das Immunsystem nicht auf die kleinen Eindringlinge aufmerksam zu machen. Die schwierigste Hürde konnte so aber nicht überwunden werden.
Um ins Gehirn vorzustoßen, muss man die Blut-Hirn-Schranke überwinden. Dabei handelt es sich um eine Barriere, mit der das wichtigste Organ der höheren Lebewesen vor allem geschützt werden soll, was ihm nicht gut tut. Schadstoffe, Gifte und Krankheitserreger werden hier sehr effektiv ausgefiltert und zum Gehirn selbst dringen nur sehr ausgewählte Stoffe durch. Das macht es der Medizin seit jeher auch schwer, Wirkstoffe von Medikamenten zu erkrankten Hirnregionen zu bringen.
Im Körper steuert man die Roboter fern, indem sie mit von außen angelegten Magnetfeldern manövriert werden. Ihre Arbeit soll zukünftig vor allem darin bestehen, auf diese Weise Medikamente an genau den richtigen Platz im Körper zu transportieren und dort dann freizugeben. Konkret könnte man so beispielsweise Wirkstoffe direkt im Gewebe eines Hirntumors freisetzen und ihn so gezielt bekämpfen, ohne den übrigen Teil des Nervensystems zu schädigen.
Um ins Gehirn vorzustoßen, muss man die Blut-Hirn-Schranke überwinden. Dabei handelt es sich um eine Barriere, mit der das wichtigste Organ der höheren Lebewesen vor allem geschützt werden soll, was ihm nicht gut tut. Schadstoffe, Gifte und Krankheitserreger werden hier sehr effektiv ausgefiltert und zum Gehirn selbst dringen nur sehr ausgewählte Stoffe durch. Das macht es der Medizin seit jeher auch schwer, Wirkstoffe von Medikamenten zu erkrankten Hirnregionen zu bringen.
Nano-Roboter wird über Magnetfelder ferngesteuert
Tarnung ist alles
Wie die Forscher nun in einem Paper, das in Science Robotics publiziert wurde, zeigen, kamen sie mit einem Trick weiter. Sie versteckten die Roboter erst in einem E. coli-Bakterium, das natürlich umgehend vom Immunsystem attackiert und absorbiert wurde. Im Zuge dessen wurden die Roboter quasi in scheinbar körpereigene Partikel umgewandelt, da sie sich in weißen Blutkörperchen einnisteten, und konnten die Blut-Hirn-Schranke passieren.Im Körper steuert man die Roboter fern, indem sie mit von außen angelegten Magnetfeldern manövriert werden. Ihre Arbeit soll zukünftig vor allem darin bestehen, auf diese Weise Medikamente an genau den richtigen Platz im Körper zu transportieren und dort dann freizugeben. Konkret könnte man so beispielsweise Wirkstoffe direkt im Gewebe eines Hirntumors freisetzen und ihn so gezielt bekämpfen, ohne den übrigen Teil des Nervensystems zu schädigen.
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Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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