Googles Sprache Go ist jetzt das Lieblings-Tool der Malware-Entwickler
Über die Entwicklung ihrer Programmiersprache Go dürften einige Leute bei Google nicht besonders glücklich sein. Denn diese hat sich in den letzten Jahren zum bevorzugten Werkzeug der Malware-Programmierer entwickelt.
Seit dem Jahr 2017 hat sich die Zahl der gefundenen Malware-Samples, bei deren Entwicklung Go zum Einsatz kam, um satte 2000 Prozent gesteigert. Das geht aus einer Analyse des Security-Unternehmens Intezer hervor. Immer mehr Programmierer, die sich mit der Arbeit an Schadcodes beschäftigen, nahmen dabei Abschied von den Klassikern C und C++, die zuvor die Standardwerkzeuge in dem Bereich darstellten.
Google hatte Go im Jahr 2007 vorgestellt. Die erste Malware, die mit der Programmiersprache geschrieben war, entdeckte man dann 2012. Es dauerte allerdings noch einige Zeit, bis wirklich auch breitere Teile der kriminellen Szene die Vorzüge der Sprache für sich entdeckten. Als dies aber geschehen war, glich die Entwicklung quasi einem Dammbruch.
Für das enorm gestiegene Interesse an Go gibt es mehrere Gründe. Der wichtigste ist sicherlich die Tatsache, dass sich mit der Sprache sehr leicht Code entwickeln lässt, der auf verschiedenen Plattformen funktioniert. Das ist in Zeiten, in denen der Fokus der Nutzer auf ein bestimmtes Betriebssystem zunehmend verschwindet, ziemlich wichtig. So können mit einer Malware-Codebasis nun schnell Windows, MacOS und Linux parallel angegriffen werden.
Hinzu kommt aber auch, dass die aus Go kompilierten Binaries noch nicht so einfach zurück übersetzt und analysiert werden können, wie es bei C oder C++ der Fall ist. Das erschwert die Arbeit der Security-Forscher und Abwehr-Tools wie Virenscanner können in ihren Erkennungsraten nicht so schnell optimiert werden.
Siehe auch: Europol: Weltweit gibt es nur 100 Top-Programmierer für Malware
Google hatte Go im Jahr 2007 vorgestellt. Die erste Malware, die mit der Programmiersprache geschrieben war, entdeckte man dann 2012. Es dauerte allerdings noch einige Zeit, bis wirklich auch breitere Teile der kriminellen Szene die Vorzüge der Sprache für sich entdeckten. Als dies aber geschehen war, glich die Entwicklung quasi einem Dammbruch.
Erfolg hat Gründe
Vor allem binnen der letzten zwei Jahre hat sich die Entwicklung massiv beschleunigt. "Vor 2019 war es eine Seltenheit, auf eine Malware zu stoßen, die in Go geschrieben war, während 2019 wurde es hingegen plötzlich zu einer alltäglichen Sache", heißt es in dem Intezer-Bericht. Die letzten Monate haben der Sache dann noch einmal den Rest gegeben.Für das enorm gestiegene Interesse an Go gibt es mehrere Gründe. Der wichtigste ist sicherlich die Tatsache, dass sich mit der Sprache sehr leicht Code entwickeln lässt, der auf verschiedenen Plattformen funktioniert. Das ist in Zeiten, in denen der Fokus der Nutzer auf ein bestimmtes Betriebssystem zunehmend verschwindet, ziemlich wichtig. So können mit einer Malware-Codebasis nun schnell Windows, MacOS und Linux parallel angegriffen werden.
Hinzu kommt aber auch, dass die aus Go kompilierten Binaries noch nicht so einfach zurück übersetzt und analysiert werden können, wie es bei C oder C++ der Fall ist. Das erschwert die Arbeit der Security-Forscher und Abwehr-Tools wie Virenscanner können in ihren Erkennungsraten nicht so schnell optimiert werden.
Siehe auch: Europol: Weltweit gibt es nur 100 Top-Programmierer für Malware
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