Perl.com: Perl-Szene verliert die Domain an Malware-Betreiber
Eine der wichtigsten Online-Ressourcen rund um die Programmiersprache Perl hat aus noch ungeklärten Gründen ihre Domain verloren. Perl.com ist aktuell mit einer IP-Adresse verknüpft, die seit einiger Zeit aus Malware-Kampagnen bekannt ist.
Vor einigen Tagen teilte der bekannte Perl-Autor Brian D Foy mit, dass es ein Problem mit der Domain gebe, auf der seit 1997 umfangreiche Inhalte rund um die Perl-Programmierung bereitgestellt werden. Nach einer ersten Bitte um Hilfe sprangen mehrere Experten ein und sorgten dafür, dass zumindest ein wenig Licht ins Dunkel gebracht werden konnte. Gelöst ist die Angelegenheit allerdings noch nicht.
Recherchen in den Aufzeichnungen der Registrierungsstellen zeigten aber, dass die ganze Sache schon seit einiger Zeit schwelte: Schon im vergangenen September war die Verwaltung der Domain gekapert. Um Weihnachten herum wechselte sie von Network Solutions zu einem chinesischen Registrar. Von dort wurde sie dann am 27. Januar an den Registrar Key-Systems weitergereicht. Bis dahin passierte in der Zuordnung der IP-Adresse allerdings nichts, so dass Nutzer hier weiterhin die gewohnte Seite angezeigt bekamen.
Aktuell arbeiten die Betreiber von Perl.com mit dem Kundendienst von Network Solutions daran, die Kontrolle über die Domain zurückzubekommen. Wer genau Schuld an den Problemen ist, wird sich auch noch zeigen müssen. Bis zu einer Lösung des Problems ist das bisherige Angebot kurzfristig auch über perldotcom.perl.org zu erreichen.
Siehe auch: Anruf genügt: GoDaddy überschreibt wieder Domains an Angreifer
Recherchen in den Aufzeichnungen der Registrierungsstellen zeigten aber, dass die ganze Sache schon seit einiger Zeit schwelte: Schon im vergangenen September war die Verwaltung der Domain gekapert. Um Weihnachten herum wechselte sie von Network Solutions zu einem chinesischen Registrar. Von dort wurde sie dann am 27. Januar an den Registrar Key-Systems weitergereicht. Bis dahin passierte in der Zuordnung der IP-Adresse allerdings nichts, so dass Nutzer hier weiterhin die gewohnte Seite angezeigt bekamen.
Locky und Co.
Mit dem Wechsel zu Key-Systems änderte sich dies allerdings und die Webseite verschwand. Stattdessen bekamen Besucher nun eine weiße Seite präsentiert und die IP-Adresse, zu der aufgelöst wurde, änderte sich von 151.101.2.132 zu 35.186.238.101. Die neue Adresse ist schon mehrfach aufgefallen - erst wurden von dieser aus Malware-Binaries verbreitet, später diente sie unter anderem als ein Teil der Kommando-Infrastruktur hinter der Locky-Ransomware.Aktuell arbeiten die Betreiber von Perl.com mit dem Kundendienst von Network Solutions daran, die Kontrolle über die Domain zurückzubekommen. Wer genau Schuld an den Problemen ist, wird sich auch noch zeigen müssen. Bis zu einer Lösung des Problems ist das bisherige Angebot kurzfristig auch über perldotcom.perl.org zu erreichen.
Siehe auch: Anruf genügt: GoDaddy überschreibt wieder Domains an Angreifer
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