Amazon kauft Krisen-Fluggesellschaften billig Boeing-Maschinen ab
Des einen Leid, des anderen Freud: Amazon nutzt die Krise der Luftfahrt-Branche aus und kauft zu niedrigen Preisen gleich eine ganze Reihe von Flugzeugen für seine konzerneigene Logistikflotte auf.
Spätestens seit dem Beginn der Corona-Pandemie haben die Fluggesellschaften ein massives Problem. Durch die Infektionsschutz-Maßnahmen in zahlreichen Ländern ist ein großer Teil des üblichen Reiseverkehrs zum Erliegen gekommen und Flugzeuge stehen in großer Zahl seit Monaten am Boden. Und es ist davon auszugehen, dass auch nach einer relativen Normalisierung der Lage längst nicht mehr so ein hohes Flugaufkommen erreicht wird wie zuvor. Denn Videokonferenzen können viele Geschäftsreisen ersetzen - sie sind dabei billiger und vor allem auch klimaschonender.
Verschiedene Fluggesellschaften sind daher gern bereit, ihre Flotte zu verkleinern und geben die vorhandenen Maschinen günstig ab. Amazon nutzt die Gunst der Stunde und kauft elf Flugzeuge des Typs Boeing 767-300. Die Maschinen gehörten bisher zu den Fluggesellschaften Delta und Westjet, wo sie Passagiere beförderten. Amazon wird sie für die Nutzung als Frachtmaschinen umbauen.
Bisher konzentrierte sich das Prime Air-Frachtnetzwerk auf die USA. Inzwischen expandiert Amazon mit der Abteilung aber auch nach Europa. Ein erstes eigenes Luftfracht-Zentrum ist am Flughafen Halle-Leipzig in Betrieb gegangen. Mit mehr ist zu rechnen, da der Betrieb eigener Transportmaschinen um rund ein Drittel günstiger sein soll, als die Vergabe von Aufträgen an externe Logistiker.
Verschiedene Fluggesellschaften sind daher gern bereit, ihre Flotte zu verkleinern und geben die vorhandenen Maschinen günstig ab. Amazon nutzt die Gunst der Stunde und kauft elf Flugzeuge des Typs Boeing 767-300. Die Maschinen gehörten bisher zu den Fluggesellschaften Delta und Westjet, wo sie Passagiere beförderten. Amazon wird sie für die Nutzung als Frachtmaschinen umbauen.
Neue Maschinen im Leasing
Amazon hat bereits vor einigen Jahren mit dem Aufbau einer eigenen Prime Air-Flotte begonnen und will so unabhängiger von den großen Logistikern werden. Es geht hier vor allem um mehr Flexibilität bei der Verbringung von Warensendungen in zahlreiche Länder. Aufgrund des massiv gestiegenen Aufkommens der letzten Monate hatte Amazon bereits zwölf Boeing-Maschinen beim Hersteller geleast, von denen die meisten über das laufende Jahr hinweg bereitgestellt werden sollen.Bisher konzentrierte sich das Prime Air-Frachtnetzwerk auf die USA. Inzwischen expandiert Amazon mit der Abteilung aber auch nach Europa. Ein erstes eigenes Luftfracht-Zentrum ist am Flughafen Halle-Leipzig in Betrieb gegangen. Mit mehr ist zu rechnen, da der Betrieb eigener Transportmaschinen um rund ein Drittel günstiger sein soll, als die Vergabe von Aufträgen an externe Logistiker.
Siehe auch:
Thema:
Amazons Aktienkurs in Euro
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