Bericht zeigt, wie verbreitet Smartphone-Hacking bei US-Behörden ist
Der Einsatz sogenannter Forensik-Tools, mit denen Strafverfolgungsbehörden Zugang zu Daten auf Smartphones bekommen können, hat sich massiv ausgeweitet. Nun gibt es einen erschreckenden Report, wie weit verbreitet der Einsatz ist.
Egal ob iPhone oder Android-Smartphone, egal ob mit Pin, Passwort oder biometrischen Daten gesichert: Hacker-Tools, die die Verschlüsselung von Smartphones umgehen und Zugriff gewähren, sind in den USA bei der Polizei mittlerweile gang und gäbe. Laut einem Bericht der New York Times (via Apple Insider) haben 49 der 50 größten Polizei-Departments in den USA Zugriff auf entsprechende Gerätschaften, mit denen sie Geräte von Verdächtigen auslesen können.
Die Behörden in den USA haben demnach nicht nur häufig direkt vor Ort Tools, mit denen sie alle Daten von einem Smartphone oder Tablet extrahieren können, sondern können auch häufig auf Anbieter wie Cellebrite zurückgreifen. Die Unterlagen von Upturn belegen jetzt, dass Cellebrite für die Entsperrung eines Smartphones rund 2000 US-Dollar berechnet und damit ein sehr einträgliches Geschäft mit den US-Behörden vereinbart hat. Zudem gibt es laut Upturn eine Vereinbarung mit dem Dallas Police Department, das 150.000 Dollar für ein Premium-Hackertool bezahlt haben soll.
Siehe auch: 100 Dollar für das FBI-Super-iPhone-Android-Hacking-Gerät bei Ebay
Der Einsatz hat sich massiv ausgebreitet
Laut einer Untersuchung läuft zudem im Grunde jeder Amerikaner Gefahr, dass sein Telefon von den Strafverfolgungsbehörden forensisch durchsucht wird. Technische Hürden scheint es überhaupt nicht mehr zu geben. Einen umfassenden Bericht dazu hat die New York Times mithilfe von dem Nonprofit-Unternehmen Upturn veröffentlicht. Rund 18.000 Behörden landesweit sollen über Hilfsmittel zum Smartphone-Hacking verfügen.Die Behörden in den USA haben demnach nicht nur häufig direkt vor Ort Tools, mit denen sie alle Daten von einem Smartphone oder Tablet extrahieren können, sondern können auch häufig auf Anbieter wie Cellebrite zurückgreifen. Die Unterlagen von Upturn belegen jetzt, dass Cellebrite für die Entsperrung eines Smartphones rund 2000 US-Dollar berechnet und damit ein sehr einträgliches Geschäft mit den US-Behörden vereinbart hat. Zudem gibt es laut Upturn eine Vereinbarung mit dem Dallas Police Department, das 150.000 Dollar für ein Premium-Hackertool bezahlt haben soll.
Mittel der Wahl auch für "kleine" Vergehen
Der leichte Zugang zu diesen Werkzeugen hat die Verwendung für die Strafverfolgungsbehörden nicht nur erleichtert, sondern auch zu einem Standardtool schon bei kleinen Delikten gemacht. Zunächst wurden entsprechende Verfügungen zur Einsicht der Smartphones nur bei schweren Verbrechen wie Mord und Vergewaltigung gewährt und der Einsatz der Forensic-Tools angeordnet. Jetzt werden auch kleinere Vergehen wie Ladendiebstahl, Marihuana-Besitz oder Schlägereien mit den Hackertools untersucht.Siehe auch: 100 Dollar für das FBI-Super-iPhone-Android-Hacking-Gerät bei Ebay
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Nadine DresslerRedakteurin für Windows & Netzwerke
Seit 2001 im Journalismus, klassisch ausgebildet, Autorin eines Windows-Buches. Ihre Themen reichen von Insider-Builds über die FritzBox bis zu DSL und Starlink.
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