LUMI: Europa baut sich einen der bisher schnellsten Supercomputer

Der Bau eines der weltweit leistungsfähigsten Rechner durch eine eu­ro­päi­sche Kooperation ist gestartet. Bis zum nächsten Jahr soll in Finnland der LUMI entstehen. Dabei handelt es sich um einen Rechner, der in der Spitze immerhin 552 Petaflops erreichen soll.
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Zum Vergleich: Der aktuell schnellste Rechner steht laut der Top500-Liste in Japan und bringt es auf eine Spitzenleistung von 513 Petaflops pro Sekunde. Allerdings sind aktuell auch noch einige andere Supercomputer im Bau, so dass LUMI nach seiner Fertigstellung voraussichtlich nicht ganz an der Spitze stehen wird. Trotzdem bekommt Europa hier ein wichtiges Werkzeug an die Hand, das absehbar Meilensteine setzen wird.

Hinter dem Projekt steht EuroHPC Joint Undertaking (EuroHPC JU). Dabei handelt es sich um einen Zusammenschluss von Belgien, Dänemark, Estland, Finnland, Island, Norwegen, Polen, Schweden, Schweiz und der Tschechischen Republik. Rund 200 Millionen Euro werden die Projektpartner in den Rechner investieren, weitere 200 Millionen Euro schießt die EU hinzu, dadurch entfällt auch die Hälfte der verfügbaren Rechenzeit auf den Geldgeber in Brüssel, der sie dann unter allen Mitgliedstaaten verteilt.

Klima und andere Forschung

Ein Schwerpunkt bei den Berechnungen wird die Auswertung und Modellierung von Wetterdaten sein, was einen wichtigen Beitrag zur Vertiefung der Kenntnisse über die begonnene Klimakatastrophe darstellt. Aber auch andere Forschungsprojekte sollen auf dem System ihre Berechnungen durchführen können. Darüber hinaus will man aber auch Rechenzeit an die Wirtschaft vergeben, was dann wahrscheinlich einen Beitrag zur Deckung der Betriebskosten einbringen wird.

Die hauptsächliche Rechenleistung wird in dem System von AMD Instinct-GPUs bereitgestellt. Die vorgelagerten Aufgaben zum Betrieb der Anwendungen und der Verteilung der Rechenlasten erfolgt auf ebenfalls von AMD hergestellten EPYC-Prozessoren. Den Chips stehen dabei zusammengenommen 32 Terabyte Arbeitsspeicher zur Verfügung. Weiterhin wird es ein Zusatzmodul mit 64 GPUs geben, das ausschließlich für die Visualisierung der Daten zuständig ist.

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