US-Armee versucht Twitch-Zuschauer mit Fake-Giveways zu rekrutieren
Werbung für die US-Armee ist in den USA allgegenwärtig, jetzt handeln sich die Streitkräfte mit ihren Bemühungen für neue Rekruten schwere Kritik ein. Auf dem offiziellen Twitch-Kanal der U.S. Army wurden Fake-Gewinnspiele abgehalten, die auf Rekrutierungsseiten locken sollten.
USArmyEsports auf Twitch
Wie The Nation berichtet, soll die US-Armee den Twitch-Kanal "USArmyEsports" wiederholt genutzt haben, um Gewinnspiele zu bewerben, bei dem der Gewinn des "Xbox Elite Series 2 Controller" in Aussicht gestellt wurde. Ein Klick auf den entsprechenden Link, der über den Twitch-Chat bereitgestellt worden war, führte dann aber direkt auf die offizielle Rekrutierungsseiten - "ohne weitere Erwähnung eines Wettbewerbs, der Gewinnchancen, der Gesamtzahl der Gewinner oder des Zeitpunkts, zu dem eine Ziehung stattfinden wird", so der Bericht.
Nach anhaltendem Druck aus der Community sah sich dann Twitch offenbar doch dazu veranlasst ein Statement zu dem Vorgehen der US-Armee abzugeben: "Gemäß unseren Nutzungsbedingungen müssen Werbeaktionen auf Twitch allen geltenden Gesetzen entsprechen", sagte ein Twitch-Sprecher Kotaku in einer E-Mail. "Diese Aktion entsprach nicht unseren Nutzungsbedingungen und wir haben die Betreiber aufgefordert, sie zu entfernen."
In den USA investieren die Streitkräfte rund 100 Millionen US-Dollar pro Jahr in Werbung, die darauf abzielt, neue Rekruten zu gewinnen - für das gesamte Military Recruiting Program gibt das Land jährlich 1,8 Milliarden US-Dollar aus. Die US-Armee benötigt nach eigenen Angaben rund 80.000 bis 90.000 neue Rekruten pro Jahr.
Die US-Armee schreckt auch auf Twitch nicht vor aggressiven Methoden zurück
Dass die US-Armee auch mit sehr aggressiven Methoden auf die Suche nach neuen Soldaten geht, ist bekannt. Jetzt sorgt der Auftritt der U.S. Army auf Twitch wiederholt für Aufregung. Die Streitkräfte sehen sich dem Vorwurf ausgesetzt, mit dem Bann von Zuschauern, die kritische Fragen zu Kriegsverbrechen gestellt hatten, gegen die Verfassung verstoßen zu haben. Eine Untersuchung der Vorfälle förderte dann auch eine weitere zweifelhafte Praxis zutage.
USArmyEsports auf Twitch
Wie The Nation berichtet, soll die US-Armee den Twitch-Kanal "USArmyEsports" wiederholt genutzt haben, um Gewinnspiele zu bewerben, bei dem der Gewinn des "Xbox Elite Series 2 Controller" in Aussicht gestellt wurde. Ein Klick auf den entsprechenden Link, der über den Twitch-Chat bereitgestellt worden war, führte dann aber direkt auf die offizielle Rekrutierungsseiten - "ohne weitere Erwähnung eines Wettbewerbs, der Gewinnchancen, der Gesamtzahl der Gewinner oder des Zeitpunkts, zu dem eine Ziehung stattfinden wird", so der Bericht.
Twitch reagiert nur zögerlich
Nach Bekanntwerden der Praxis hagelte es unter anderem von anderen Streamern Kritik: "Das Schweigen von Twitch zu der jüngsten Welle der Kritik an dem Militär, das die Website nutzt, um Kinder zur Angabe von persönlichen Informationen zu verleiten, spricht Bände", so der Streamer Jayson "ManVsGame" Love auf Twitter. "So wie es aussieht, dürfen die ihre Zuschauer so oft manipulieren, wie Sie möchten?"Nach anhaltendem Druck aus der Community sah sich dann Twitch offenbar doch dazu veranlasst ein Statement zu dem Vorgehen der US-Armee abzugeben: "Gemäß unseren Nutzungsbedingungen müssen Werbeaktionen auf Twitch allen geltenden Gesetzen entsprechen", sagte ein Twitch-Sprecher Kotaku in einer E-Mail. "Diese Aktion entsprach nicht unseren Nutzungsbedingungen und wir haben die Betreiber aufgefordert, sie zu entfernen."
In den USA investieren die Streitkräfte rund 100 Millionen US-Dollar pro Jahr in Werbung, die darauf abzielt, neue Rekruten zu gewinnen - für das gesamte Military Recruiting Program gibt das Land jährlich 1,8 Milliarden US-Dollar aus. Die US-Armee benötigt nach eigenen Angaben rund 80.000 bis 90.000 neue Rekruten pro Jahr.
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