Xbox Scarlett: Microsofts neue Konsole soll VR-Headsets unterstützen

Schenkt man den Gerüchten Vertrauen, so wird die neue Xbox Project Scarlett mit dem VR-Headset Oculus Rift S kompatibel sein. Damit würde Microsoft erstmals das Thema Virtual Reality mit seinen Konsolen ver­bin­den und der PlayStation VR Konkurrenz machen.
Virtual Reality, VR, Headset, VR-Headset, VR-Brille, Oculus Rift S
Oculus
Microsoft ist kein Unbekannter, wenn es um die Bereiche Virtual- und vor allem Mixed-Reality geht. Vornweg ist man mit der HoloLens 2 unterwegs, unterstützt Hersteller mit einer of­fi­ziel­len Zertifizierung der Hardware für Windows 10 und bietet im Microsoft Store zudem di­ver­se VR- und MR-Apps an. Die Verbindung mit der Xbox One-Familie hat man in Redmond al­ler­dings noch nicht gesucht, was sich mit dem Start der neuen Xbox Project Scarlett Ende 2020 ändern könnte.

Xbox Project Scarlett offiziell bestätigt - Der erste Trailer von Microsoft

Eigene VR-Games für die Xbox oder "nur" Oculus-Bibliothek

Von einer meist gut informierten Quelle wollen die Moderatoren des Coffee & VR Podcasts erfahren haben, dass Microsoft und Oculus in Hinsicht auf VR-Spiele zukünftig kooperieren wollen. Im Speziellen ist die Rede davon, dass die Xbox Scarlett Oculus' Rift S VR-Headset unterstützen soll. Statt eigenes Zubehör anzubieten, könnte man also in Kooperation mit der Facebook-Tochter auf einen Drittanbieter setzen. Fraglich ist, ob Microsoft überhaupt darüber nachdenkt eigene VR-Spiele anzubieten, oder ob man lediglich plant die VR-Gaming-Bib­lio­thek von Oculus als App auf die Xbox Project Scarlett zu bringen.

Die Leistung der neuen Xbox sollte für die meisten VR-Titel problemlos ausreichen. Erst vor wenigen Tagen tauchten im Netz erste Benchmarks des möglichen AMD Gonzalo-Chips (Ryzen Zen 2 Prozessor + Navi 10 Grafikeinheit) auf. Diese würden der Next-Gen-Hardware eine Leistung bescheinigen, die nah an der Performance einer Nvidia GeForce RTX 2080 liegt. Für den Windows-PC weisen die empfohlenen Spezifikationen für den Einsatz einer Oculus Rift S eine deutlich schwächere GeForce GTX 1060 in Kombination mit einem Intel Core i5-Prozessor und mindestens acht Gigabyte Arbeitsspeicher aus.

Was die Oculus Rift S VR-Brille besser macht

Die Oculus Rift S selbst wird vom Hersteller als "bisher bestes Gaming-Headset für den PC" beschrieben. Erst im März 2019 wurde die jüngste VR-Brille vorgestellt, welche aktuell für 449 Euro den Besitzer wechselt. Im Vergleich zu anderen Virtual-Reality-Headsets verspricht man eine verbesserte Optik, ein ergonomisches Design, Raumklang-Funktionen und intuitive Touch-Controller. Dafür beträgt die Auflösung der Oculus Rift S mit LCD-Panels 2560 x 1440 Pixel, also 1280 x 1440 Pixel pro Auge bei 80 Hz. Für das Raum-Tracking wurden zudem fünf Kameras an der Außenseite des VR-Headsets verbaut.

Auf eine offizielle Bestätigung des Xbox Scarlett-Supports für die Oculus Rift S oder auch anderen VR- oder MR-Brillen müssen Fans wahrscheinlich noch eine ganze Weile warten. Nach vielen Informationen und Interviews während der zurückliegenden Spielemesse E3 2019 ist es vergleichsweise ruhig um die kommende Next-Gen-Konsole geworden.

Alle Infos zur Microsoft Xbox Two Gerüchte, Hardware, Preise & Termine
Stefan Trunzik

Leitender Redakteur bei WinFuture.de

IT-Journalist seit 2003, der Hardware, Spiele und Gadgets selbst im Alltag testet. Sein Fokus liegt auf Kaufberatung und Verbraucherthemen.

WinFuture bei Google bevorzugenJetzt hinzufügen
Jetzt einen Kommentar schreiben


Alle Kommentare zu dieser News anzeigen
Tipp einsenden
❤ WinFuture unterstützen
Sie wollen online einkaufen? Dann nutzen Sie bitte einen der folgenden Links, um WinFuture zu unterstützen: Vielen Dank!