Huawei stellt sich auf das Ende des Smartphone-Booms ein
Der chinesische Telekommunikationsriese Huawei hat eine erneute Steigerung seiner Verkaufszahlen verzeichnen können, bekommt aber offenbar wie viele andere Hersteller das abflachende Wachstum im Smartphone-Markt zu spüren. Statt Masse soll künftig deshalb vor allem die Marge zählen, schließlich will Huawei auch im nächsten Jahr noch schwarze Zahlen schreiben.
Wie die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf Angaben von Huawei berichtet, die das Unternehmen über seinen offiziellen Account beim chinesischen Messaging-Anbieter WeChat veröffentlichte, wurden im Jahr 2017 bisher rund 153 Millionen Huawei-Smartphones verkauft. Außerdem sei der Marktanteil des Unternehmens im weltweiten Durchschnitt auf über 10 Prozent gestiegen, so der aktuelle Huawei-CEO Ken Hu.
Für das gesamte Jahr 2017 geht Hu deshalb von einer Steigerung des Umsatzes um gut 15 Prozent aus, wobei konkret von rund 600 Milliarden Yuan die Rede war, also knapp 77 Milliarden Euro. Zwar sind dies angesichts der schwierigen Lage im Smartphone-Markt noch immer gute Zahlen, doch wäre es letztlich das geringste Umsatzwachstum für Huawei seit rund vier Jahren.
Weil der Wettbewerb im Smartphone-Markt zwar groß, die Gewinnspannen aber eher gering sind, will sich Huawei laut Hu künftig verstärkt auf die Erwirtschaftung von Gewinnen konzentrieren. Dabei will man wohl einerseits auf höhere Durchschnittspreise beim Smartphone-Vertrieb setzen, andererseits aber vor allem im Enterprise-Sektor Fortschritte machen. Der Großkundenmarkt solle innerhalb von fünf Jahren zu einem der zentralen Pfeiler des Unternehmens werden.
Hu betone, dass man bei den Endkundenprodukten wie Smartphones, Tablets und PCs weiter auf eine steigende Profitabilität hinarbeiten will, während die Cloud-Dienste größere Verbreitung finden und das Kerngeschäft mit Mobilfunkausrüstung weiter die Konkurrenz im Zaum halten sollen.
Für das gesamte Jahr 2017 geht Hu deshalb von einer Steigerung des Umsatzes um gut 15 Prozent aus, wobei konkret von rund 600 Milliarden Yuan die Rede war, also knapp 77 Milliarden Euro. Zwar sind dies angesichts der schwierigen Lage im Smartphone-Markt noch immer gute Zahlen, doch wäre es letztlich das geringste Umsatzwachstum für Huawei seit rund vier Jahren.
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