Windows Vista - Das sollten Sie wissen

26.03.2007 00:05 

Echtheitsprüfung unter Windows Vista

Neben all den positiven Neuerungen gibt es einen besonderen Punkt, der vor allem den Anwendern Kopfschmerzen bereiten dürfte, die bisher eine illegale Kopie eines Windows XP Betriebssystems nutzen. Die bereits seit längerem unter XP bekannte Windows-Echtheitsprüfung WGA wird in Vista wesentliche drastischere Maßnahmen ergreifen, um den Nutzer zum Erwerb einer legalen Lizenz zu bewegen.

Verhinderte die WGA-Prüfung (Windows Genuine Advantage) unter Windows XP bisher nur die Installation einiger Programme, darunter der Internet Explorer 7 und Windows Media Player 11, und das Herunterladen von zusätzlicher Software und nicht-sicherheitsrelevanten Updates, so greift sie bei Vista noch rigoroser ein. Der Anwender wird dann in seinem Bewegungsspielraum sehr stark beschränkt.

Zwar werden mittlerweile bei illegalen XP-Versionen nervige Hinweisfenster angezeigt, unter Vista kann man darüber hinaus zusätzlich einige Funktionen des Betriebssystems ohne bestandene WGA-Prüfung gar nicht nutzen. Dies ist auch anhand dieses Beispiels zu erkennen. Das Fenster wurde uns präsentiert, als wir die Systemuhr über den Testzeitraum von 14 Tagen ohne Aktivierung hinaus verstellten und versuchten die Aktualisierungsfunktion Windows Update zu starten.

Es ist bekannt, dass die neue Benutzeroberfläche Aero an die Echtheitsprüfung gekoppelt ist. Besteht also ein System den WGA-Check nicht, kann Aero nicht verwendet werden und der Anwender muss mit der Windows Basic Oberfläche Vorlieb nehmen. Durch derartige Maßnahmen will Microsoft Anreize schaffen, eine legale Windows-Lizenz zu erwerben. Auch bei anderen Komponenten des neuen Betriebssystems dürften die Redmonder in Zukunft auf diese Politik setzen. Denkbar wäre unter anderem eine Sperrung des Internet Explorer, des Windows Media Player oder auch des in einigen Varianten integrierten Windows Media Center.


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