Fritzbox mit Kindersicherung:
So macht ihr das Netz für eure Kids sicher

Wer im Haushalt mit Kindern oder Jugendlichen zusammenlebt, muss sich zwangsläufig auch Gedanken darüber machen, wie diese das Internet nutzen können und sollen. Die Fritzbox bietet hier gleich mehrere Optionen an, die dabei unterstützen.
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Fritzbox Kindersicherung einrichten

Die meisten digitalen Geräte bieten heute bereits Möglichkeiten an, mit denen Eltern den Online-Zugang ihres Nachwuchses regeln können. Allerdings kann es je nach Ausstattung und Zahl der Kinder und Jugendlichen recht zeitaufwendig sein, die entsprechenden Funktionen an jedem Endgerät einzurichten.

Einfacher ist es da, die nötigen Einstellungen direkt in der Fritzbox vorzunehmen. Über Profile lassen diese sich dann den verschiedenen Clients im Netzwerk zuweisen. So kann man den Jüngsten nur einen Zugriff auf einige ausgewählte Webseiten und zu definierten Zeiten gewähren, während Jugendlichen nur bestimmte Inhalte untersagt werden und die Eltern weiterhin vollen Netzzugriff bekommen.

Inhaltsverzeichnis:

1. Zugangsprofile (Zeitkontingente und Sperrzeiten)

Mit Zugangsprofilen kann man festlegen, wie lange und wann bestimmte Geräte ins Internet dürfen (z. B. täglich 2 Stunden, kein Internet nach 21 Uhr).

  1. Öffne die Fritzbox-Benutzeroberfläche im Browser
  2. Gehe zu Internet > Filter > Zugangsprofile
  3. Klicke auf Neues Zugangsprofil oder bearbeite ein vorhandenes
FAQ: Fritzbox - KindersicherungProfile in der Fritzbox definieren Hier können verschiedene Festlegungen getroffen werden:
  • Zeitbudget: z. B. 2 Stunden pro Tag
  • Sperrzeiten: z. B. 21:00 bis 6:00 Uhr gesperrt oder nur 16:00 bis 20:00 freigegeben
  • Filter für Internetseiten: Hier können Listen mit freigegebenen oder gesperrten Seiten aktiviert werden. Auch das BPjM-Modul lässt sich hier einschalten, was die beste Option ist, um jugendgefährdende Webseiten auszufiltern

2. Seitenfilter (Jugendschutz / Inhaltsbeschränkung)

Du kannst bestimmte Webseiten sperren oder zulassen. Beide Varianten sind nur in bestimmten Situationen sinnvoll, da sie entweder zuviel ausschließen oder zu wenig Sicherheit bieten. - entweder manuell oder über Filterlisten. Letztere werden von professionellen Institutionen wie Fragfinn.de oder Jugendschutz.net erstellt und gepflegt.

  1. In der Fritzbox unter Internet > Filter > Zugangsprofile öffnen
  2. Beim gewünschten Profil auf Bearbeiten klicken
  3. Unter Webseiten-Filter auswählen:
    • Whitelist: Nur bestimmte Seiten erlaubt
    • Blacklist: Bestimmte Seiten gesperrt
FAQ: Fritzbox - KindersicherungFilter in der Fritzbox einrichten Die gewünschten Webseiten müssen hier manuell eingegeben werden. Das kann allerdings ziemlich aufwendig sein. Daher ist es sinnvoll, auf die vorgefertigten Listen des BPjM-Moduls zurückzugreifen.

3. Gerätebezogene Internetfreigabe

Die zuvor definierten Profile können nun den verschiedenen Geräten im Netzwerk zugewiesen werden. Damit gilt die Kindersicherung beispielsweise für das Tablet im Kinderzimmer, nicht aber für den Arbeits-PC im Büro der Eltern.

So aktivierst du es:

  1. Gehe zu Internet > Filter > Kindersicherung
  2. Wähle das gewünschte Gerät (z. B. das Smartphone des Kindes)
  3. Wähle das gewünschte Profil aus:
    • Standard: unbegrenzt
    • Gesperrt: kein Internet
    • Eigenes Profil: Wie es unter "1. Zugangsprofile (Zeitkontingente und Sperrzeiten)" definiert wurde

FAQ: Fritzbox - KindersicherungKindersicherungs-Profile in der Fritzbox zuweisen

4. Zugangszeiten manuell pausieren

Eltern können den Internetzugang temporär pausieren - etwa für das Abendessen oder Hausaufgaben.

So aktivierst du es:

  1. In der Übersicht der verbundenen Geräte (unter Heimnetz > Netzwerk) das entsprechende Gerät suchen und rechts auf das Bearbeiten-Symbol (Stift) klicken
  2. Im folgenden Bild unter "Internetnutzung" auf "Gerät gesperrt" klicken und "Übernehmen"
  3. Später kann man mit Fortsetzen den Zugang wieder aktivieren, indem das Gerät auf "normal" gesetzt wird
FAQ: Fritzbox - KindersicherungEinmal komplett sperren Mit diesen Features, die jede Fritzbox mitbringt, sollte es ein Leichtes sein, den Nachwuchs auch mal ruhigen Gewissens ins Internet zu lassen, ohne ihm dabei ständig über die Schulter zu schauen.
Zusammenfassung
  • Fritzbox ermöglicht zentrale Kindersicherung über Zugangsprofile
  • Mit Zeitkontingenten und Sperrzeiten wird die Internetnutzung begrenzt
  • Webseiten-Filter ermöglichen Einschränkung auf altersgerechte Inhalte
  • BPjM-Modul bietet professionellen Schutz vor jugendgefährdenden Seiten
  • Kindersicherungsprofile lassen sich individuell einzelnen Geräten zuweisen
  • Manuelle Pausierung des Internetzugangs für bestimmte Situationen möglich
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